Unfair competition: Health claims for food supplements referencing an effect without naming the causal nutrient are not content-equivalent to approved claims under Regulation (EC) No. 1924/2006.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice dismissed the defendant’s non-admission complaint, thereby upholding the appellate court’s judgment and awarding the plaintiff a cost recovery; the dispute concerned the illegality of health claims in advertising for a food supplement under unfair competition law, specifically whether such claims are permissible when they reference a specific effect without explicitly naming the causal nutrient or substance. The court held that the defendant’s argument for a preliminary reference to the Court of Justice of the European Union regarding Regulation (EC) No. 1924/2006 was moot because the lower court’s factual finding that the public would not equate the challenged statements with approved claims was not challenged on appeal. Legally, the court applied the established doctrine that mere statements of an effect, unconnected to a listed nutrient, food, or food category, are not content-equivalent to approved health claims and are therefore prohibited, reaffirming prior BGH precedents that no further EU clarification is required as the interpretation of the directive is considered unambiguous.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO, Art. 267 AEUV, § 97 Abs. 1 ZPO; Unfair competition: Health claims for food supplements referencing an effect without naming the causal nutrient are not content-equivalent to approved claims under Regulation (EC) No. 1924/2006: The court held that the defendant’s argument for a preliminary reference to the Court of Justice of the European Union regarding Regulation (EC) No. 1924/2006 was moot because the lower court’s factual finding that the public would not equate the challenged statements with approved claims was not challenged on appeal. Legally, the court applied the established doctrine that mere statements of an effect, unconnected to a listed nutrient, food, or food category, are not content-equivalent to approved health claims and are therefore prohibited, reaffirming prior BGH precedents that no further EU clarification is required as the interpretation of the directive is considered unambiguous.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertBasis for dismissing the non-admission complaint as the matter lacked fundamental legal significance, procedural fundamental rights violations, or need for uniform case law.
Ground for ordering the losing party to bear the costs of the complaint proceedings.
Volltext
Wettbewerbswidrige Werbung für ein Nahrungsergänzungsmittel: Angabe einer bestimmten Wirkung des Produkts ohne Benennung des dafür kausalen Inhaltsstoffs
[TENOR]
Die Nichtzulassungsbeschwerde der Beklagten gegen den Beschluss des 13. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Celle vom 1. November 2017 wird zurückgewiesen, weil die Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung hat, die auf die Verletzung von Verfahrensgrundrechten gestützten Rügen nicht durchgreifen und die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts auch im Übrigen nicht erfordert (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO).
Eine Vorlage an den Gerichtshof der Europäischen Union nach Art. 267 AEUV ist nicht veranlasst. Entgegen der Ansicht der Beschwerde wirft der Streitfall nicht die grundsätzliche bedeutsame und vom Gerichtshof der Europäischen Union zu klärende Rechtsfrage auf,
ob gesundheitsbezogene Angaben nach Art. 10 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 unzulässig sind, wenn sie sich auf das gesamte Produkt und nicht auf einen bestimmten darin enthaltenen Nährstoff oder eine bestimmte Substanz beziehen.
Im Hinblick auf mit den Anträgen zu 1b sowie 1f bis 1l angegriffenen Angaben fehlt es bereits an der Entscheidungserheblichkeit dieser Frage. Das Berufungsgericht hat angenommen, dass der Verkehr die angegriffenen Werbeaussagen nicht als inhaltlich gleichbedeutend mit den von der Beklagten angeführten, bereits zugelassenen Claims ansehen wird. Diese Beurteilung lässt keinen Rechtsfehler erkennen und wird von der Beschwerde auch nicht angegriffen. Im Übrigen hat der Senat bereits entschieden, dass die bloße Angabe einer bestimmten Wirkung ohne Benennung des Nährstoffs, der Substanz, des Lebensmittels oder der Lebensmittelkategorie, auf der diese Wirkung nach der Liste der zugelassenen Angaben beruht, mit der zugelassenen Angabe nicht inhaltsgleich und daher unzulässig ist (BGH, Urteil vom 7. April 2016 - I ZR 81/15, GRUR 2016, 1200 Rn. 36 = WRP 2016, 1359 - Repair-Kapseln). Nach diesen Grundsätzen sind die streitgegenständlichen Angaben unzulässig, weil diese die Wirkungsaussagen nicht mit Inhaltsstoffen in Verbindung bringen, die Gegenstand von zugelassenen Claims sind. Der Senat hat das von ihm gefundene Auslegungsergebnis als zweifelsfrei angesehen und deshalb eine Vorlage an den Gerichtshof der Europäischen Union nicht für erforderlich gehalten (BGH, GRUR 2016, 1200 Rn. 41 - Repair-Kapseln). In den ebenfalls von der Beklagten betriebenen Beschwerdeverfahren I ZR 232/15 und I ZR 233/15 (vgl. Beschluss vom 29. September 2016 - I ZR 232/15, juris Rn. 5 ff., 7; Beschluss vom 29. September 2016 - I ZR 233/15, juris Rn. 8) sowie in einem weiteren Verfahren (Beschluss vom 6. Dezember 2017 - I ZR 167/16, juris Rn. 11 - Detox) hat der Senat daran festgehalten. Eine Zulassung der Revision zum Zwecke der Durchführung eines Vorabentscheidungsverfahrens ist auch im Streitfall nicht erforderlich.
Von einer näheren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen.
Die Beklagte trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO).
Streitwert: 120.000 €
Koch
Schaffert
Kirchhoff
Löffler
Schwonke