Sentencing for concurrent drug trafficking and personal possession: culpability-enhancing effect of tateinheitful offense unity
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice dismissed the defendant’s revision, upholding the Landgericht Koblenz’s conviction for drug trafficking in a non-quantitative amount in unity of offenses with possession of drugs for personal consumption. The case centered on a sentencing challenge where the defendant argued that the trial court erroneously aggravated the individual sentence by treating the tateinheitlich (unity of offenses) fulfillment of both statutes as a culpability-enhancing factor, a view supported by the General Public Prosecutor. The Court decisively rejected this argument, ruling that it is not a legal error to consider the possession of additional drugs for personal consumption, existing concurrently with drugs intended for commercial resale, as additional wrongfulness that justifies a harsher sentence. This ruling distinguishes the current facts from prior jurisprudence, establishing that the co-occurrence of trafficking and personal consumption within a single course of conduct can independently elevate culpability under the German Narcotics Act sentencing framework.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO; Sentencing for concurrent drug trafficking and personal possession: culpability-enhancing effect of tateinheitful offense unity: The case centered on a sentencing challenge where the defendant argued that the trial court erroneously aggravated the individual sentence by treating the tateinheitlich (unity of offenses) fulfillment of both statutes as a culpability-enhancing factor, a view supported by the General Public Prosecutor. The Court decisively rejected this argument, ruling that it is not a legal error to consider the possession of additional drugs for personal consumption, existing concurrently with drugs intended for commercial resale, as additional wrongfulness that justifies a harsher sentence. This ruling distinguishes the current facts from prior jurisprudence, establishing that the co-occurrence of trafficking and personal consumption within a single course of conduct can independently elevate culpability under the German Narcotics Act sentencing framework.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertLegal basis cited in the operative part for dismissing the appeal as unfounded because the review revealed no legal error to the detriment of the defendant.
Volltext
Betäubungsmitteldelikt: Strafzumessung bei Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit Besitzes von Betäubungsmitteln zum Eigenkonsum
[TENOR]
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Koblenz vom 11. Oktober 2023 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.
Ergänzend bemerkt der Senat:
Das Landgericht hat den Angeklagten im Fall II. 15. der Urteilsgründe frei von einem Rechtsmangel wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit Besitz von Betäubungsmitteln verurteilt, weil ein Teil der bei einer Durchsuchung seiner Wohnräume aufgefundenen Betäubungsmittel für einen gewinnbringenden Weiterverkauf vorgesehen und hinsichtlich dieser Handelsmenge die Grenze zur nicht geringen Menge überschritten war, während der andere Teil, dessen Wirkstoffmenge unterhalb dieser Grenze blieb, zum Eigenkonsum durch den Angeklagten bestimmt war.
Entgegen der Auffassung des Generalbundesanwalts ist es nicht rechtsfehlerhaft, dass das Landgericht bei der Bemessung der Einzelstrafe für diese Tat die tateinheitliche Verwirklichung von zwei Straftatbeständen strafschärfend gewertet hat. Die Strafkammer hat der Strafbarkeit wegen Besitzes von Betäubungsmitteln neben derjenigen wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge schulderhöhende Wirkung beimessen dürfen, weil der Angeklagte durch den Besitz von Betäubungsmitteln zum Eigenverbrauch neben dem zeitgleichen Vorrätighalten zum Weiterverkauf bestimmter Betäubungsmittel zusätzliches Unrecht verwirklichte. Die vom Generalbundesanwalt zitierte Rechtsprechung (BGH, Beschluss vom 14. April 1993 - 4 StR 116/93, BGHR BtMG § 30 Abs. 2 Wertungsfehler 2) gibt für die unzutreffende Annahme, bei einer Strafbarkeit wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln dürfe eine tateinheitliche Strafbarkeit wegen Besitzes von (weiteren) Betäubungsmitteln (zum Eigenkonsum) nicht zu Lasten des Angeklagten berücksichtigt werden, nichts her; sie betraf eine anders gelagerte Fallkonstellation.
Schäfer
Anstötz
Erbguth
Kreicker
Voigt