Admissibility of objections to court cost assessments under § 66 GKG limited to cost law violations
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) dismissed the appellant's objections ("Erinnerungen") against three separate court cost assessments, thereby upholding the payment liability and allowing the lower court’s rejection of the appellant's appeals and related procedural motions to remain in force. The dispute concerned procedural costs following the Higher Regional Court's dismissal of the appellant's appeal for inadmissibility, rejection of legal aid, and dismissal of a recusal application in a cartel matter; the appellant attempted to challenge the cost assessments themselves rather than seeking annulment of the underlying decisions via a further remedy. The court held that under § 66 GKG, objections are strictly limited to violations of cost law and cannot serve as a substitute for non-existent legal remedies against final cost decisions, confirming that the assessed fees were correctly calculated under § 1820 and § 1826 of the Court Costs Table (GKG KV) for appeals against inadmissibility orders and related procedural acts, with the decision rendered free of court fees and without reimbursement of extrajudicial costs.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 66 Abs. 1 GKG, § 66 GKG, § 66 Abs. 8 GKG; Admissibility of objections to court cost assessments under § 66 GKG limited to cost law violations: The dispute concerned procedural costs following the Higher Regional Court's dismissal of the appellant's appeal for inadmissibility, rejection of legal aid, and dismissal of a recusal application in a cartel matter; the appellant attempted to challenge the cost assessments themselves rather than seeking annulment of the underlying decisions via a further remedy. The court held that under § 66 GKG, objections are strictly limited to violations of cost law and cannot serve as a substitute for non-existent legal remedies against final cost decisions, confirming that the assessed fees were correctly calculated under § 1820 and § 1826 of the Court Costs Table (GKG KV) for appeals against inadmissibility orders and related procedural acts, with the decision rendered free of court fees and without reimbursement of extrajudicial costs.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in the dispositive to establish that no extrajudicial costs are reimbursed in this decision.
Volltext
Die Erinnerungen des Klägers gegen die Kostenansätze vom 18. Dezember 2023 - Kassenzeichen 780023148352, 780023148360 und 780023148378 - werden zurückgewiesen.
[GRUENDE]
1. Der Senat hat mit Beschlüssen vom 4. Dezember 2023 die Rechtsmittel des Klägers gegen die Beschlüsse vom 23. Mai 2023 des 1. Kartellsenats des Oberlandesgerichts Celle, mit denen das Berufungsgericht die Berufung des Klägers verworfen, seine Gegenvorstellung gegen die Ablehnung seines Antrags auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe zurückgewiesen und das Ablehnungsgesuch des Klägers verworfen hat, auf seine Kosten als unzulässig verworfen. Die Gerichtskosten sind vom Kläger mit Kostenrechnungen vom 18. Dezember 2023 zu den Kassenzeichen 780023148352, 780023148360 und 780023148378 erhoben worden. Dagegen wendet sich der Kläger mit seiner Eingabe vom 4. Januar 2024, die die Kostenbeamtin jeweils als Erinnerung angesehen und der sie nicht abgeholfen hat.
2. Die zu den obigen Akten- und Kassenzeichen eingelegte und als Einspruch bezeichnete Eingabe des Klägers ist jeweils als eine nach § 66 Abs. 1 GKG zulässige Erinnerung anzusehen, da er sich als Empfänger der Kostenrechnung gegen seine Zahlungspflicht wendet. In der Sache haben die Erinnerungen aber keinen Erfolg.
a) Die Erinnerung gemäß § 66 GKG kann nur auf eine Verletzung des Kostenrechts gestützt werden (BGH, Beschlüsse vom 12. Dezember 2017 - II ZB 25/16, juris Rn. 10; vom 4. August 2020 - XI ZB 1/20, juris). Eine solche macht der Kläger hier nicht geltend. Er erstrebt vielmehr eine Aufhebung der Kostenentscheidungen, gegen die ein weiteres Rechtsmittel nicht gegeben ist. Gründe, die einer Zahlungspflicht entgegenstehen könnten, sind nicht ersichtlich. Soweit der Kläger meint, seine Eingaben hätten nicht zur Prüfung angenommen werden dürfen, hatte der Bundesgerichtshof mit der Kostenfolge zu entscheiden, nachdem der Kläger trotz entsprechender Belehrung auf einer Entscheidung bestanden hat.
b) Die Kostenansätze sind auch richtig (vgl. zur Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss, durch den die Berufung als unzulässig verworfen worden ist, GKG KV Nr. 1820 sowie BGH, Beschluss vom 25. Mai 2022 - VIII ZB 65/21, juris Rn. 5; und zu den beiden weiteren Beschlüssen GKG KV Nr. 1826 sowie Schultzky in Zöller, ZPO, 35. Aufl., § 127 Rn. 72).
3. Die Entscheidung ergeht gerichtsgebührenfrei. Außergerichtliche Kosten werden nicht erstattet (§ 66 Abs. 8 GKG).
Roloff