Admissibility of revision challenge to rejection of conditional evidence motions for factual insignificance
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (1st Criminal Senate) dismissed the defendant's appeal as unfounded, upholding the conviction and sentencing imposed by the Regional Court of Munich II, with the defendant ordered to bear the costs of the appeal proceedings. The dispute concerned a procedural challenge to the trial court's rejection of two conditional motions for the taking of evidence during the main hearing, specifically where the defendant argued that the court failed to rule on these motions which were predicated on the court deeming the defendant's statements disproven by prior evidence. The decisive legal basis for the ruling was the inadmissibility of the revision under § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO, as the appellant failed to submit the public prosecutor’s detailed statement explaining the rejection of the motions due to their factual insignificance; the court reasoned that had the prosecutor found other related motions meritorious, the defendant could not have trusted that the court’s initial evidentiary assessment would fundamentally shift, rendering the procedural objection legally insufficient.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO, § 244 Abs. 6 Satz 1 StPO, § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO, § 244 Abs. 3 Satz 3 Nr. 2 StPO; Admissibility of revision challenge to rejection of conditional evidence motions for factual insignificance: The dispute concerned a procedural challenge to the trial court's rejection of two conditional motions for the taking of evidence during the main hearing, specifically where the defendant argued that the court failed to rule on these motions which were predicated on the court deeming the defendant's statements disproven by prior evidence. The decisive legal basis for the ruling was the inadmissibility of the revision under § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO, as the appellant failed to submit the public prosecutor’s detailed statement explaining the rejection of the motions due to their factual insignificance; the court reasoned that had the prosecutor found other related motions meritorious, the defendant could not have trusted that the court’s initial evidentiary assessment would fundamentally shift, rendering the procedural objection legally insufficient.
Schlagwörter
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KI-generiertLegal basis cited in the dispositive for dismissing the appeal as unfounded.
Volltext
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts München II vom 2. März 2023 wird als unbegründet verworfen (§ 349 Abs. 2 StPO).
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.
Zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts ist ergänzend auszuführen:
Die Rüge, mit welcher der Angeklagte die Nichtbescheidung zweier unter einer Bedingung („für den Fall, dass die erkennende Strafkammer die Erklärung des Angeklagten zur Sache nach dem Ergebnis der bisherigen Beweisaufnahme für widerlegt erachten sollte“; vor allem Fall 2 bzw. Fall 8 der Urteilsgründe betreffend) gestellten (Eventual-)Beweisanträge in der Hauptverhandlung beanstandet (§ 244 Abs. 6 Satz 1 StPO), ist auch unzulässig (§ 344 Abs. 2 Satz 2 StPO). Wegen der hier erforderlichen Auslegung der bedingten und deswegen nicht eingängigen Beweisanträge danach, wie sie zu verstehen waren, hätte der Beschwerdeführer die aussagekräftige und ihm bekanntgemachte Stellungnahme der Staatsanwaltschaft vom 13. Januar 2023 vorlegen müssen. Mit dieser hat die Staatsanwaltschaft nicht nur in Bezug auf die abgelehnten Beweisanträge zum einschlägigen Ablehnungsgrund der tatsächlichen Bedeutungslosigkeit (§ 244 Abs. 3 Satz 3 Nr. 2 StPO) mit tragfähigen Erwägungen ausgeführt, die im Wesentlichen mit denjenigen im Urteil übereinstimmen; sie hat sich auch zu den übrigen unter derselben Bedingung gestellten Beweisanträgen verhalten, denen das Landgericht nachgegangen ist, woraus der Beschwerdeführer einen Vertrauenstatbestand herleiten will, das Gericht habe nach dem entsprechenden Teil der Beweisaufnahme die Einlassung nicht mehr für widerlegt erachtet. Sollte aber die Staatsanwaltschaft diese anderen Beweisanträge für sachdienlich gehalten haben oder ihnen zumindest nicht entgegengetreten sein, könnte daraus zu schließen sein, dass das Landgericht die Stellungnahme insgesamt für überzeugend hielt und ihr in allen Punkten folgen würde; dann hätte der Beschwerdeführer gegebenenfalls nicht auf ein „Umschwenken“ der gerichtlichen Überzeugungsbildung vertrauen dürfen.
Auf die Stellungnahme der Staatsanwaltschaft hat der Generalbundesanwalt bereits hingewiesen (vgl. im Übrigen Seite 12 der Revisionsbegründung).
Bellay
Fischer
Wimmer
Leplow
Allgayer