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6 StR 523/23 ECLI:DE:BGH:2024:100124B6STR523.23.0 KI-generiert

Tateinheit between § 201a(1) no. 5, § 184k(1) no. 3, and § 184(1) no. 6 StGB offenses in operative part

Geschäftsnummer 6 StR 523/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Criminal Division (BGH) rejected the defendant’s revision against the judgment of the Landgericht Saarbrücken, ordering the defendant to bear the costs of the appeal and the necessary expenses of the counterparty. The dispute concerned a criminal case involving sexual offenses, specifically challenging the legal characterization of acts depicted in the lower court’s judgment. The court clarified that the violation of the most intimate personal sphere and personality rights through images under § 201a(1) no. 5 StGB is in legal unity (Tateinheit) with the violation of the intimate sphere under § 184k(1) no. 3 StGB and the distribution of pornographic content under § 184(1) no. 6 StGB. Relying on the distinct protective directions of these offenses, the court held that all listed statutory provisions must be included in the operative part of the judgment to fully capture the guilt associated with the act.

Legislator-Regeste

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§ 201a Abs. 1 Nr. 5 StGB, § 184k Abs. 1 Nr. 3 StGB, § 184 Abs. 1 Nr. 6 StGB; Tateinheit between § 201a(1) no. 5, § 184k(1) no. 3, and § 184(1) no. 6 StGB offenses in operative part: Die in Tat II.2.1 der Urteilsgründe verwirklichte Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen (§ 201a Abs. 1 Nr. 5 StGB) steht mit der Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen (§ 184k Abs. 1 Nr. 3 StGB) sowie mit der Verbreitung pornographischer Inhalte (§ 184 Abs. 1 Nr. 6 StGB) in Tateinheit. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Schutzrichtungen (vgl. LK-StGB/Berghäuser, 13. Aufl., § 184k Rn. 26, 52; LK-StGB/Valerius, 13. Aufl., § 201a Rn. 127, beide mwN) sind sämtliche vorgenannten Straftatbestände in den Urteilstenor aufzunehmen, um den Schuldgehalt der Tat zu erfassen.

Schlagwörter

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Sexualdelikten Urteilsdispositiv Verletzung von Schutznormen Einheit der Rechtsordnung Revision des Strafurteils Persönlichkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Saarbrücken vom 5. Mai 2023 wird als unbegründet verworfen.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Ergänzend zu der Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:

Die in Tat II.2.1 der Urteilsgründe verwirklichte Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen (§ 201a Abs. 1 Nr. 5 StGB) steht mit der Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen (§ 184k Abs. 1 Nr. 3 StGB) sowie mit der Verbreitung pornographischer Inhalte (§ 184 Abs. 1 Nr. 6 StGB) in Tateinheit. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Schutzrichtungen (vgl. LK-StGB/Berghäuser, 13. Aufl., § 184k Rn. 26, 52; LK-StGB/Valerius, 13. Aufl., § 201a Rn. 127, beide mwN) sind sämtliche vorgenannten Straftatbestände in den Urteilstenor aufzunehmen, um den Schuldgehalt der Tat zu erfassen.

Sander

Wenske

Fritsche

von Schmettau

Arnoldi