Aggravation of sentence based on specific knowledge of victim's age: scope of prohibition against double evaluation of intent
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe German Federal Court of Criminal Justice (BGH) dismissed the defendant's appeal as unfounded, thereby upholding the Landgericht Mainz's guilty verdict and associated costs liability. The case involved the defendant's appeal against a conviction for offenses against a minor child, where the trial court had imposed individual sentences aggravated by its finding that the defendant acted with direct knowledge of the victim's age, characterized as "heightened intent." The court held that while relying on this subjective element as an aggravating factor without a full holistic assessment of the specific circumstances is legally questionable and conflicts with the prohibition on double evaluation of elements under § 46 Abs. 3 StGB, the error did not affect the final outcome. Given the other substantial aggravating circumstances and the moderate severity of the imposed sentences, the appellate court concluded that the defendant would not have received a lower penalty even if the specific "heightened intent" reasoning had been disregarded.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO, § 46 Abs. 3 StGB; Aggravation of sentence based on specific knowledge of victim's age: scope of prohibition against double evaluation of intent: The case involved the defendant's appeal against a conviction for offenses against a minor child, where the trial court had imposed individual sentences aggravated by its finding that the defendant acted with direct knowledge of the victim's age, characterized as "heightened intent." The court held that while relying on this subjective element as an aggravating factor without a full holistic assessment of the specific circumstances is legally questionable and conflicts with the prohibition on double evaluation of elements under § 46 Abs. 3 StGB, the error did not affect the final outcome. Given the other substantial aggravating circumstances and the moderate severity of the imposed sentences, the appellate court concluded that the defendant would not have received a lower penalty even if the specific "heightened intent" reasoning had been disregarded.
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KI-generiertCited in the dispositive as the legal basis for dismissing the appeal as unfounded because the re-examination revealed no legal error to the defendant's disadvantage.
Volltext
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Mainz vom 10. Juni 2025 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.
Ergänzend bemerkt der Senat:
Soweit das Landgericht bei der Bemessung der Einzelstrafen jeweils strafschärfend berücksichtigt hat, der Angeklagte habe „im sicheren Wissen um das Alter“ des geschädigten Kindes und damit „in gesteigerter Vorsatzform“ gehandelt, stellt dies im vorliegenden Fall keinen durchgreifenden Rechtsfehler dar.
Zwar hat der Bundesgerichtshof für den - hier nicht einschlägigen - Fall eines Handelns in Tötungsabsicht entschieden, dass deren strafschärfende Berücksichtigung jedenfalls nicht grundsätzlich gegen das Verbot der Doppelverwertung von Tatbestandsmerkmalen (§ 46 Abs. 3 StGB) verstößt. Selbst bei einer festgestellten Tötungsabsicht kann die Frage, ob hierin ein die Strafhöhe beeinflussender, bestimmender Strafschärfungsgrund zu sehen ist, aber nur unter Berücksichtigung der Umstände des jeweiligen Einzelfalls beantwortet werden. Die Entscheidung darüber obliegt dem Tatgericht, das gehalten ist, gegenläufig wirkende strafmildernde Umstände im konkreten Einzelfall zu berücksichtigen (BGH, Beschluss vom 26. August 2025 - 5 StR 367/25, StV 2026, 20; Urteil vom 10. Januar 2018 - 2 StR 150/15, BGHSt 63, 54 Rn. 4 ff.; Beschluss vom 7. März 2017 - 3 ARs 21/16, NStZ-RR 2017, 237 f.; für den Fall der Verletzungsabsicht s. BGH, Beschluss vom 4. April 2023 - 3 StR 73/23, BGHR StGB § 46 Abs. 3 Körperverletzung 4).
Daran gemessen stößt die straferhöhende Würdigung des Umstandes, der Angeklagte habe das Alter des Kindes sicher gewusst, in mehrfacher Hinsicht auf Bedenken. Die Strafkammer ist bereits nicht zu der Feststellung gelangt, der Angeklagte habe mit direktem Vorsatz in Form der Absicht gehandelt. Darüber hinaus hat sie sein Handeln in der Vorsatzform der „Wissentlichkeit“ lediglich hinsichtlich eines Tatbestandsmerkmals bejaht und keine Gesamtbetrachtung unter Berücksichtigung der Umstände des hiesigen Einzelfalls vorgenommen.
Mit Blick auf die übrigen gewichtigen Strafschärfungsgründe, auf die sich das Landgericht gestützt hat, und die maßvollen Einzelstrafen ist aber auszuschließen, dass es bei Außerachtlassung des genannten Gesichtspunkts niedrigere Strafen verhängt hätte.
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Ri'inBGH Kurtzebefindet sich im Urlaubund ist gehindertzu unterschreiben.
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