Dispute value of property impairment claims: loss in value versus estimated remediation costs and the minimum threshold for non-acceptance of revision
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) intends to set the dispute value for the plaintiff’s non-acceptance complaint at EUR 20,000, effectively concluding that the minimum threshold for appeal under § 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO is not met, thereby maintaining the lower court’s judgment against the plaintiff. The case involved a property law dispute where the plaintiff sought compensation and a declaratory judgment for groundwater saturation affecting their land, while the lower court had calculated the dispute value based on estimated remediation costs from a private expert report. The BGH held that the dispute value in such cases is determined by the actual loss in property value due to the impairment, not by the estimated cost of eliminating it; as the plaintiff failed to demonstrate a specific value reduction exceeding the claimed amount, the court applied the value stated in the initial complaint.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO; Dispute value of property impairment claims: loss in value versus estimated remediation costs and the minimum threshold for non-acceptance of revision: 2 Nr. 1 ZPO is not met, thereby maintaining the lower court’s judgment against the plaintiff. The case involved a property law dispute where the plaintiff sought compensation and a declaratory judgment for groundwater saturation affecting their land, while the lower court had calculated the dispute value based on estimated remediation costs from a private expert report. The BGH held that the dispute value in such cases is determined by the actual loss in property value due to the impairment, not by the estimated cost of eliminating it; as the plaintiff failed to demonstrate a specific value reduction exceeding the claimed amount, the court applied the value stated in the initial complaint.
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KI-generiertVolltext
Der Senat beabsichtigt, den Streitwert für die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 11. Zivilsenats des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts vom 6. Oktober 2022 - 11 U 77/21 - und dementsprechend die Beschwer auf bis 20.000 € festzusetzen.
Die Klägerin erhält Gelegenheit zur Stellungnahme binnen zwei Wochen nach Zugang des Beschlusses.
[GRUENDE]
Der Senat hat über die Höhe der Beschwer selbst zu befinden. An die Streitwertfestsetzung des Berufungsgerichts ist er nicht gebunden. Der Streitwert und damit die für das Rechtsmittel maßgebliche Beschwer richten sich nach dem Interesse der Klägerin an der Beseitigung oder Verhinderung der Eigentumsbeeinträchtigung. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs bestimmt sich der Wert einer solchen Klage nach dem Wertverlust, den das Grundstück durch die Störung erleidet, und nicht nach geschätzten mutmaßlichen Kosten der Beseitigung der Beeinträchtigung (zB Senat, Beschluss vom 30. März 2023 - III ZR 18/21, juris Rn. 8; BGH, Beschluss vom 24. August 2021 - VI ZR 1265/20, juris Rn. 9), von denen jedoch die Vorinstanzen auf der Grundlage des von der Klägerin vorgelegten Privatgutachtens des Dipl.-Ing. T. E. ausgegangen sind (Anlage ASt 10, GA II 424 ff, 429). Eine - hier nicht ersichtliche - Ausnahme von diesem Grundsatz ist nur dann anzunehmen, wenn sich die Störung nach Art beziehungsweise Umfang nicht in einer Wertminderung des Grundstücks niederschlägt (BGH aaO). Welche Wertminderung das Grundstück infolge der in Rede stehenden Vernässung erlitten haben könnte, ist hingegen nicht dargetan. Mangels anderweitiger Anhaltspunkte dürfte daher der von der Klägerin in der Klageschrift angegebene Wert des Streitgegenstands für die erhobenen Leistungs- und Feststellungsanträge in Höhe von 20.000 € zugrunde zu legen sein (vgl. Senat, Beschluss vom 2. Dezember 2021 - III ZR 62/21, juris Rn. 5). Eine diesen Betrag übersteigende Beschwer dürfte nach vorstehenden Ausführungen jedenfalls nicht glaubhaft gemacht sein. Der erforderliche Mindestwert der Beschwer (§ 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO) wäre hiernach nicht erreicht.
Herrmann
Reiter
Arend
Böttcher
Herr