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4 StR 654/19 ECLI:DE:BGH:2020:250620B4STR654.19.1 KI-generiert

Inadmissibility of repeated judicial recusal motions for lack of new grounds and failure to specify bias under § 26a StPO

Geschäftsnummer 4 StR 654/19
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice's Fourth Criminal Senate dismissed the defendant's motions for recusal of the presiding judge, four other judges, and an additional judge as inadmissible, thereby upholding the court's composition for the trial. The defendant, a party to a criminal appeal, challenged the judges on grounds of suspected bias, alleging that an internal case allocation plan had not been sent to him and that his inquiries regarding the panel's composition had not been answered. The court ruled that the motions were inadmissible because they merely repeated grounds already rejected in a prior application from April 2020, and the new arguments were legally insufficient under § 26a(1) No. 2 StPO as they cited circumstances beyond the judges' control (failure to send documents or answer inquiries) rather than actual bias, while also noting that two of the challenged judges were not part of the decision-making panel for this specific revision.

Legislator-Regeste

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§ 26a Abs. 1 Nr. 2 StPO; Inadmissibility of repeated judicial recusal motions for lack of new grounds and failure to specify bias under § 26a StPO: Die Ablehnungsgesuche haben keinen Erfolg. Sie sind unzulässig, weil der Angeklagte keinen Grund zur Ablehnung im Sinne von § 26a Abs. 1 Nr. 2 StPO angegeben hat.

Schlagwörter

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Ausstandsbegehren Befangenheit des Richters Revisionsgründe E-Justice Wiederaufnahme des Abwesenheitsverfahrens Dauer der Landesverweisung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Richterablehnung im Strafverfahren: Wiederholung der Richterablehnung; Ungeeignetheit des Ablehnungsgesuchs

[TENOR]

Die Ablehnungen der Vorsitzenden Richterin am Bundesgerichtshof Sost-Scheible, der Richterin am Bundesgerichtshof Dr. Bartel sowie der Richter am Bundesgerichtshof Dr. Quentin, Dr. Paul und Cierniak wegen Besorgnis der Befangenheit werden als unzulässig verworfen.

[GRUENDE]

Die Ablehnungsgesuche haben keinen Erfolg. Sie sind unzulässig, weil der Angeklagte keinen Grund zur Ablehnung im Sinne von § 26a Abs. 1 Nr. 2 StPO angegeben hat.

Eine bloße Wiederholung der Ablehnung aus demselben Grund ist unzulässig (vgl. BGH, Beschluss vom 9. Juli 2015 – 1 StR 7/15; Siolek in Löwe-Rosenberg, StPO, 27. Aufl., § 26a Rn. 20; KK-StPO/Scheuten, 8. Aufl., § 26a Rn. 2; Schmitt in Meyer-Goßner/Schmitt, StPO, 63. Aufl., § 26a Rn. 4b; BT-Drucks. IV/178 S. 35). Soweit der Angeklagte die Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof und die Beisitzer ablehnt, weil ihm der interne Geschäftsverteilungsplan nicht übersandt worden sei bzw. Auskunftsersuche nicht beantwortet worden seien, stützt sich die erneute Ablehnung inhaltlich auf denselben Grund wie im Ablehnungsgesuch vom 30. April 2020, das bereits teils als unzulässig und teils als unbegründet zurückgewiesen wurde.

Im Übrigen war das Vorbringen des Angeklagten zur Rechtfertigung eines Ablehnungsgesuchs völlig ungeeignet, was dem gänzlichen Fehlen einer Begründung nach § 26a Abs. 1 Nr. 2 StPO gleichsteht (vgl. BGH, Beschlüsse vom 10. Juli 2014 – 3 StR 262/14, NStZ 2014, 725 f.; vom 15. November 2012 – 3 StR 239/12, NStZ-RR 2013, 153; Schmitt in Meyer-Goßner/Schmitt, StPO, 63. Aufl., § 26a Rn. 4a mwN). Denn es erschöpft sich in Umständen, auf welche die abgelehnten Richter ersichtlich keinen Einfluss haben. Zudem ist Richter am Bundesgerichtshof Cierniak zur Entscheidung über die Revision des Angeklagten nicht berufen und Richter am Bundesgerichtshof Dr. Paul nicht mehr Mitglied des Senats.

Sost-Scheible

Bender

Quentin

Bartel

Rommel