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VIII ZA 6/22 ECLI:DE:BGH:2022:081122BVIIIZA6.22.0 KI-generiert

Denial of legal aid for hearing complaint challenging rejection of inadmissible appeal

Geschäftsnummer VIII ZA 6/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The BGH 8th Civil Senate dismissed the applicant's request for legal aid, finding no prospect of success. The dispute concerned the applicant's attempt to challenge the rejection of her initial application for legal aid regarding an intended appeal (Rechtsbeschwerde) via a hearing complaint (Anhörungsrüge). The court held that the underlying appeal was legally inadmissible in the first instance, rendering the subsequent complaint futile; furthermore, the applicant failed to demonstrate a specific violation of the right to be heard beyond unsubstantiated speculation. The Senate also rejected the applicant's objection that the original decision was missing from the file, clarifying that originals are kept in the Senate's internal records rather than the main case file. Consequently, the applicant’s motion for legal aid was denied under § 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO, and the procedure was declared closed.

Legislator-Regeste

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§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO; Denial of legal aid for hearing complaint challenging rejection of inadmissible appeal: The dispute concerned the applicant's attempt to challenge the rejection of her initial application for legal aid regarding an intended appeal (Rechtsbeschwerde) via a hearing complaint (Anhörungsrüge). The court held that the underlying appeal was legally inadmissible in the first instance, rendering the subsequent complaint futile; furthermore, the applicant failed to demonstrate a specific violation of the right to be heard beyond unsubstantiated speculation. The Senate also rejected the applicant's objection that the original decision was missing from the file, clarifying that originals are kept in the Senate's internal records rather than the main case file. Consequently, the applicant’s motion for legal aid was denied under § 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO, and the procedure was declared closed.

Schlagwörter

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unentgeltliche Rechtspflege Anspruch auf rechtliches Gehör Verfahrensrügen Zivilrechtsstreitigkeit formelle Verfahrenseinstellung Untätigkeitsklage

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO

Legal basis cited in the dispositive for dismissing the application for legal aid due to the lack of a prospect of success.

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Volltext

Das zu ihren Gunsten als erneuter Antrag auszulegende Begehren der Antragstellerin vom 7. Oktober 2022 auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für eine Anhörungsrüge gegen den Senatsbeschluss vom 10. Mai 2022, mit dem ihr Prozesskostenhilfeantrag für eine beabsichtigte - unstatthafte - Rechtsbeschwerde abgelehnt worden ist, wird mangels Erfolgsaussicht zurückgewiesen (§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Zur Begründung wird auf die fortgeltenden Gründe des Senatsbeschlusses vom 19. Juli 2022 verwiesen. Die Antragstellerin vermag auch nach erfolgter Einsichtnahme in die Gerichtsakten eine Gehörsverletzung nicht aufzuzeigen, sondern stellt weiterhin lediglich unzutreffende Mutmaßungen an. Sie verkennt zudem nach wie vor, dass die von ihr ursprünglich beantragte Prozesskostenhilfe für eine Rechtsbeschwerde bereits aus Rechtsgründen nicht zu bewilligen war, da dieses Rechtsmittel aus den im Beschluss des Senats vom 10. Mai 2022 genannten Gründen im vorliegenden Fall schon nicht statthaft ist.

Soweit die Antragstellerin beanstandet, dass sich in der Gerichtsakte nicht das Original des Senatsbeschlusses vom 10. Mai 2022 mit den Unterschriften der erkennenden Senatsmitglieder, sondern lediglich eine - ihr bereits vorliegende - beglaubigte Abschrift dieses Beschlusses befinde, geht dieser Einwand schon deshalb fehl, weil das Original nicht zur Gerichtsakte genommen werden muss und sich beim Bundesgerichtshof in dem zu jedem dort anhängigen Rechtsmittelverfahren angelegten Senatsheft befindet (vgl. hierzu BGH, Urteile vom 2. Februar 2012 - I ZR 81/10, GRUR 2012, 945 Rn. 14; vom 12. Januar 2017 - I ZR 253/14, GRUR 2017, 397 Rn. 24).

Die Antragstellerin wird darauf hingewiesen, dass sie auf weitere Eingaben vergleichbaren Inhalts nicht mit einer gesonderten Bescheidung durch den Senat rechnen kann. Das Verfahren ist abgeschlossen.

Dr. Fetzer

Dr. Schneider

Dr. Bünger

Dr. Schmidt

Dr. Matussek