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6 StR 406/22 ECLI:DE:BGH:2022:151122B6STR406.22.0 KI-generiert

Sentencing error: Attribution of drugs entering circulation rejected due to predominant consideration of high quantities and hard drugs

Geschäftsnummer 6 StR 406/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice’s 6th Criminal Senate dismissed the defendant’s appeal against the sentence imposed by the Regional Court of Halle, upholding the conviction and ordering the defendant to bear the costs of the legal remedy. The case involved a criminal prosecution for drug offenses, specifically challenging the court’s sentencing rationale which had cited the fact that the controlled substances entered circulation as a negative aggravating factor. The Supreme Court confirmed that while characterizing the mere possession as having "entered into circulation" is legally problematic, this flawed reasoning did not constitute a through-acting legal error under § 337 StPO because the sentence was primarily based on independent and valid grounds, namely the very high quantities of drugs involved and the involvement of hard drugs such as cocaine.

Legislator-Regeste

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§ 337 StPO; Sentencing error: Attribution of drugs entering circulation rejected due to predominant consideration of high quantities and hard drugs: Einen durchgreifenden Rechtsfehler weist die Strafbemessung auch insoweit nicht auf, als das Landgericht zu Lasten des Angeklagten herangezogen hat, dass die Betäubungsmittel – mit Ausnahme der Fälle II.10 und 17 – „in den Verkehr gelangten“ (UA S. 30). Zwar ist diese Erwägung nicht unbedenklich (vgl. BGH, Beschlüsse vom 5. Oktober 2022 – 3 StR 270/22; vom 22. Mai 2018 – 4 StR 100/18, StV 2019, 325, 326; Urteil vom 3. August 2022 – 5 StR 203/22 mwN). Indes ist angesichts der weiteren Ausführungen auszuschließen, dass die Strafen hierauf beruhen (§ 337 StPO).

Schlagwörter

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fehlerhafte Strafzumessung Strafverfolgung Betäubungsmittelbesitz Sachverhaltsirrtum begründeter Entscheid negativer Entscheid

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Halle vom 29. Juni 2022 wird als unbegründet verworfen.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Ergänzend zu der Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:

Einen durchgreifenden Rechtsfehler weist die Strafbemessung auch insoweit nicht auf, als das Landgericht zu Lasten des Angeklagten herangezogen hat, dass die Betäubungsmittel – mit Ausnahme der Fälle II.10 und 17 – „in den Verkehr gelangten“ (UA S. 30). Zwar ist diese Erwägung nicht unbedenklich (vgl. BGH, Beschlüsse vom 5. Oktober 2022 – 3 StR 270/22; vom 22. Mai 2018 – 4 StR 100/18, StV 2019, 325, 326; Urteil vom 3. August 2022 – 5 StR 203/22 mwN). Indes ist angesichts der weiteren Ausführungen auszuschließen, dass die Strafen hierauf beruhen (§ 337 StPO).

Das Landgericht hat bei der Strafbemessung eine Reihe gewichtiger Umstände bedacht und sich – „vor allem“ (UA S. 30) – von den hohen Mengen der gehandelten Betäubungsmittel, bei denen der Grenzwert zur nicht geringen Menge jeweils um ein Vielfaches überschritten war, und davon leiten lassen, dass einige der abgeurteilten Taten die „harte Droge“ Kokain betrafen.

VRiBGH Prof. Dr. Sanderist urlaubsbedingt an derUnterschriftsleistunggehindert.

Feilcke

Wenske

Fritsche

von Schmettau