Inadmissibility of Sprungrechtsbeschwerde and Rechtsbeschwerde in interim injunctive proceedings; exclusive admissibility of immediate complaint to the higher court
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe German Federal Court of Justice (BGH) 1st Civil Senate denied the applicant's requests for legal aid and the appointment of a court-appointed attorney to pursue a "Sprungrechtsbeschwerde" (jumping appeal) against the Saarbrücken Regional Court's rejection of a motion for interim injunctive relief. The dispute arose from the applicant's attempt to challenge the lower court's decision to deny the interim injunction directly to the BGH, bypassing the appellate level. The BGH held that the intended legal action was devoid of prospects of success and thus hopeless, as a jumping appeal is not admissible in non-family civil proceedings and is only provided for in the Family Proceedings Act. The court clarified that the exclusive remedy against a decision denying interim relief is the immediate complaint (sofortige Beschwerde), which must be filed with the court of first instance or the respective Court of Appeals, not the BGH, and that the limited instance path under § 542 Abs. 2 Satz 1 ZPO precludes a direct appeal on the merits to the highest court.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 78b Abs. 1 ZPO, § 75 FamFG, § 567 Abs. 1 ZPO, § 569 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 542 Abs. 2 Satz 1 ZPO; Inadmissibility of Sprungrechtsbeschwerde and Rechtsbeschwerde in interim injunctive proceedings; exclusive admissibility of immediate complaint to the higher court: Die beabsichtigte Rechtsverfolgung bietet keine hinreichende Aussicht auf Erfolg (§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO) bzw. erscheint aussichtslos (§ 78b Abs. 1 ZPO).
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KI-generiertVolltext
Sprungrechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof gegen die Ablehnung eines Antrags auf einstweilige Verfügung durch ein Landgericht
[TENOR]
Die Anträge des Antragstellers, ihm für das als "Sprungrechtsbeschwerde" bezeichnete Rechtsmittel gegen den Beschluss des Landgerichts Saarbrücken - 17. Zivilkammer - vom 29. Juni 2023 Prozesskostenhilfe zu bewilligen und ihm einen Notanwalt beizuordnen, werden abgelehnt.
[GRUENDE]
I. Der Senat legt die Eingabe des Antragstellers als Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe und Beiordnung eines Notanwalts aus.
II. Die beabsichtigte Rechtsverfolgung bietet keine hinreichende Aussicht auf Erfolg (§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO) bzw. erscheint aussichtslos (§ 78b Abs. 1 ZPO).
1. Eine Sprungrechtsbeschwerde, die nach § 133 GVG zur Zuständigkeit des Bundesgerichtshofs gehört, ist im Verfahren der einstweiligen Verfügung nicht statthaft; sie ist in Zivilsachen nur in § 75 FamFG vorgesehen, in dessen Anwendungsbereich das vorliegende Verfahren jedoch nicht fällt (vgl. BGH, Beschluss vom 22. April 2021 - III ZB 24/21, juris Rn. 4; Beschluss vom 26. Januar 2023 - I ZB 3/23, juris Rn. 2).
2. Eine Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof gegen den Beschluss des Landgerichts ist ebenfalls nicht statthaft. Einziges Rechtsmittel gegen die Zurückweisung des Antrags auf Erlass einer einstweiligen Verfügung im Beschlussweg ist die sofortige Beschwerde gemäß § 567 Abs. 1 ZPO. Diese muss - wie in der Rechtsbehelfsbelehrung im angefochtenen Beschluss zutreffend ausgeführt - gemäß § 569 Abs. 1 Satz 1 ZPO bei dem Gericht, das die Entscheidung erlassen hat, oder bei dem Beschwerdegericht eingelegt werden; Beschwerdegericht ist bei Entscheidungen des Landgerichts aber nicht der Bundesgerichtshof, sondern das Oberlandesgericht (§ 119 Abs. 1 Nr. 2 GVG; vgl. BGH, Beschluss vom 22. April 2021 - III ZB 24/21, juris Rn. 4; Beschluss vom26. Januar 2023 - I ZB 3/23, juris Rn. 3). Im Übrigen kann die Zurückweisung eines Antrags auf Erlass einer einstweiligen Verfügung wegen des durch § 542 Abs. 2 Satz 1 ZPO begrenzten Instanzenzugs mit der Rechtsbeschwerde nicht angegriffen werden (vgl. BGH, Beschluss vom 28. April 2021 - I ZB 22/21, juris Rn. 3; Beschluss vom 26. Januar 2023 - I ZB 3/23, juris Rn. 3).
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