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I ZR 142/19 ECLI:DE:BGH:2020:140520BIZR142.19.0 KI-generiert

Wettbewerbswidrige Internet-Werbung für Nahrungsergänzungsmittel: Abgrenzung von Beauty Claims und gesundheitsbezogenen Angaben nach Art. 2 Abs. 2 Nr. 5 VO (EG) 1924/2006

Geschäftsnummer I ZR 142/19
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Justice (BGH) dismissed the defendant's complaint against the non-admission of revision, thereby upholding the appellate decision and leaving the lower court's judgment in force. The dispute concerned an unfair competition action against the internet advertising of a nutritional supplement, specifically whether health-related claims for a slimming and beauty product constituted impermissible health claims under EU law rather than permissible aesthetic "beauty claims." The court held that the advertising statements targeted overall health and well-being, thereby falling within the scope of Regulation (EC) No 1924/2006 on nutrition and health claims, and rejected the plaintiff's argument for a reference to the Court of Justice of the European Union as no decisive questions of EU law interpretation remained unresolved on the established facts.

Legislator-Regeste

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§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO, Art. 267 AEUV, § 97 Abs. 1 ZPO; Wettbewerbswidrige Internet-Werbung für Nahrungsergänzungsmittel: Abgrenzung von Beauty Claims und gesundheitsbezogenen Angaben nach Art. 2 Abs. 2 Nr. 5 VO (EG) 1924/2006: The dispute concerned an unfair competition action against the internet advertising of a nutritional supplement, specifically whether health-related claims for a slimming and beauty product constituted impermissible health claims under EU law rather than permissible aesthetic "beauty claims." The court held that the advertising statements targeted overall health and well-being, thereby falling within the scope of Regulation (EC) No 1924/2006 on nutrition and health claims, and rejected the plaintiff's argument for a reference to the Court of Justice of the European Union as no decisive questions of EU law interpretation remained unresolved on the established facts.

Schlagwörter

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Nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben Produktehaftung unlauterer Wettbewerb E-Justice Klageschrift Arzneimittel und kosmetische Mittel

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO

Ground for dismissing the complaint against the non-admission of revision because the case lacked fundamental legal significance or required further legal development.

§ 97 Abs. 1 ZPO

Basis for ordering the defendant to bear the costs of the complaint proceedings.

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Volltext

Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren zur wettbewerbswidrigen Internet-Werbung für ein Nahrungsergänzungsmittel: Gesundheitsbezogene Angaben für eine Elasten Trink Kur - Beauty Claims

[TENOR]

Die Beschwerde der Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 4. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 2. Juli 2019 wird zurückgewiesen, weil die Rechtssache weder grundsätzliche Bedeutung hat noch die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordert (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Eine Vorlage an den Gerichtshof der Europäischen Union nach Art. 267 AEUV ist nicht veranlasst. Aus den von der Beschwerdeerwiderung dargelegten Gründen bestehen auf der Grundlage der rechtsfehlerfrei getroffenen tatgerichtlichen Feststellungen des Berufungsgerichts keine Zweifel, dass es sich bei den beanstandeten werblichen Angaben für das streitgegenständliche Nahrungsergänzungsmittel nicht lediglich um das Versprechen eines als optisch ansprechenden und als schön empfundenen glatten Aussehens (Beauty Claim) handelt, sondern um Angaben, die auf das gesundheitliche Wohlbefinden abzielen und die nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union und des Bundesgerichtshofs als gesundheitsbezogene Angaben gemäß Art. 2 Abs. 2 Nr. 5 der Verordnung (EG) 1924/2006 anzusehen sind. Entscheidungserhebliche Zweifelsfragen zur Auslegung des Unionsrechts stellen sich im Streitfall daher nicht. Von einer näheren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen.

Die Beklagte trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO).

Streitwert: 100.000,00 €

Koch

Schaffert

Löffler

Schwonke

Odörfer