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5 StR 137/23 ECLI:DE:BGH:2023:020823B5STR137.23.0 KI-generiert

Denial of supplementary expert psychological opinion for lack of concrete methodical critique and sufficient connecting facts under § 244 StPO

Geschäftsnummer 5 StR 137/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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**Summary** The Federal Court of Justice (BGH) rejected the defendant's appeal, upholding the Landgericht Bremen’s conviction and ordering the defendant to bear the costs of the appeal and the necessary expenses incurred by the co-plaintiff. The dispute centered on a procedural objection (Verfahrensrüge) wherein the defendant challenged the trial court’s refusal to admit a supplementary expert psychological opinion regarding the credibility of witness statements. The court held that the challenge failed because the underlying evidentiary request did not satisfy the requirements of a valid motion under § 244 Abs. 3 Satz 1 StPO; specifically, it lacked concrete factual assertions, sufficient connecting facts for the requested assessment, and identified specific methodical flaws in the original expert report, relying instead on the impermissible, generic argument that the initial opinion was "insufficient."

Legislator-Regeste

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§ 244 Abs. 4 Satz 2 StPO, § 244 Abs. 3 Satz 1 StPO; Denial of supplementary expert psychological opinion for lack of concrete methodical critique and sufficient connecting facts under § 244 StPO: The dispute centered on a procedural objection (Verfahrensrüge) wherein the defendant challenged the trial court’s refusal to admit a supplementary expert psychological opinion regarding the credibility of witness statements. The court held that the challenge failed because the underlying evidentiary request did not satisfy the requirements of a valid motion under § 244 Abs. 3 Satz 1 StPO; specifically, it lacked concrete factual assertions, sufficient connecting facts for the requested assessment, and identified specific methodical flaws in the original expert report, relying instead on the impermissible, generic argument that the initial opinion was "insufficient."

Schlagwörter

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psychologisches Gutachten ergänzende Beweise Verfahrensrügen sachverständiger Zeuge Beweisanforderungen mangelnde Glaubhaftigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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1 StR 618/98
Juli 1999 - 1 StR 618/98, BGHSt 45, 164, 166), sondern erschöpft sich in dem wiederholt pauschal angeführten Vorbringen, das Gutachten sei „ungenügend“.
BGHSt 45, 164
Juli 1999 - 1 StR 618/98, BGHSt 45, 164, 166), sondern erschöpft sich in dem wiederholt pauschal angeführten Vorbringen, das Gutachten sei „ungenügend“.
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Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Bremen vom 16. November 2022 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die dem Nebenkläger im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Ergänzend zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:

Der Verfahrensrüge des Angeklagten, ein in der Hauptverhandlung gestellter Hilfsbeweisantrag auf Einholung eines weiteren aussagepsychologischen Sachverständigengutachtens sei im Urteil zu Unrecht nach § 244 Abs. 4 Satz 2 StPO abgelehnt worden, bleibt schon deshalb der Erfolg versagt, weil das zugrundeliegende Beweisersuchen nicht die Voraussetzungen eines Beweisantrages nach § 244 Abs. 3 Satz 1 StPO erfüllt. Dieses teilt lediglich das Beweisziel („dass die Schilderungen ... nicht erlebnisbasiert sind“) mit und enthält weder eine konkrete Tatsachenbehauptung noch die für die begehrte weitere Begutachtung erforderlichen zureichenden Anknüpfungstatsachen. Zudem zeigt das Beweisanliegen keine konkreten methodischen Mängel des Erstgutachtens auf (vgl. BGH, Urteil vom 30. Juli 1999 - 1 StR 618/98, BGHSt 45, 164, 166), sondern erschöpft sich in dem wiederholt pauschal angeführten Vorbringen, das Gutachten sei „ungenügend“.

Cirener

Gericke

Köhler

von Häfen

Werner