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5 StR 56/26 ECLI:DE:BGH:2026:100326B5STR56.26.0 KI-generiert

Use of defense counsel’s written submissions to assess defendant’s changed admission behavior in subsequent psychiatric evaluation

Geschäftsnummer 5 StR 56/26
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) dismissed the defendant’s appeal as unfounded, upholding the Landgericht Berlin’s conviction and ordering the defendant to bear the costs of the appeal. The dispute centered on a procedural challenge (Verfahrensrüge) alleging that the trial court improperly relied on the contents of defense counsel’s written submissions as direct admissions by the defendant. The court determined that no legal error occurred because the trial court did not treat the written pleadings as the defendant’s oral statement, but rather used them to assess the defendant’s altered admission behavior during a subsequent psychiatric evaluation by an expert witness. This evaluation was necessary because defense counsel had objected to the provisional results of an initial psychiatric exploration conducted prior to the main proceedings. The decisive legal basis was the principle that considering such written materials to contextualize and evaluate expert testimony regarding the defendant’s mental state does not violate procedural rights, distinguishing the action from impermissibly treating defense counsel's written arguments as judicial confessions.

Legislator-Regeste

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Use of defense counsel’s written submissions to assess defendant’s changed admission behavior in subsequent psychiatric evaluation: Verteidigung gegen das vorläufige Ergebnis einer ersten Exploration vor Beginn der Hauptverhandlung durchgeführt worden war. Das begegnet keinen rechtlichen Bedenken.

Schlagwörter

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Prozessleitung Geständnis Zeugenaussage Recht auf einen Verteidiger Verfahrenskosten psychiatrische Beweismittel

Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Berlin I vom 25. September 2025 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Ergänzend zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:

Die Revision zeigt mit ihrer Verfahrensrüge keinen Rechtsfehler auf. Denn das Gericht hat nicht etwa in unzulässiger Weise den Inhalt verlesener Verteidigerschriftsätze als Einlassung des Angeklagten gewertet (vgl. dazu BGH, Urteil vom 11. März 2020 - 2 StR 69/19, NStZ 2021, 180). Vielmehr hat es diese Schriftsätze lediglich dafür verwendet, das daran angepasste veränderte Einlassungsverhalten des Angeklagten in einem zweiten Untersuchungstermin durch den psychiatrischen Sachverständigen zu bewerten, der wegen der Einwände der

Verteidigung gegen das vorläufige Ergebnis einer ersten Exploration vor Beginn der Hauptverhandlung durchgeführt worden war. Das begegnet keinen rechtlichen Bedenken.

Cirener

Gericke

Mosbacher

von Häfen

Werner