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5 StR 680/25 ECLI:DE:BGH:2026:260226B5STR680.25.0 KI-generiert

Admissibility of § 243(4)(1) StPO information duty appeal: Requirement for specific factual allegations under § 344(2)(2) StPO to refute mere suspicions

Geschäftsnummer 5 StR 680/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Justice (5th Criminal Senate) dismissed the defendant's appeal as unfounded, upholding the judgment of the Berlin Regional Court and ordering the defendant to bear the costs of the appellate proceedings. The dispute centered on whether the defendant was denied the right to be informed about potential plea bargaining discussions (§ 257c StPO) that allegedly took place outside the main hearing shortly before the close of evidence. The Court deemed the appellate argument inadmissible under § 344 para. 2 sentence 2 StPO because the appellant failed to specify the procedural defect with the required particularity, relying on a mere speculation based on a standard protocol text block and contrary statements from the trial lawyer and the defendant himself; consequently, the complaint was rejected for lacking an exhaustive and concrete factual presentation of the alleged breach of information duties.

Legislator-Regeste

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§ 243 Abs. 4 Satz 1 StPO, § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO, § 257c StPO; Admissibility of § 243(4)(1) StPO information duty appeal: Requirement for specific factual allegations under § 344(2)(2) StPO to refute mere suspicions: The dispute centered on whether the defendant was denied the right to be informed about potential plea bargaining discussions (§ 257c StPO) that allegedly took place outside the main hearing shortly before the close of evidence. The Court deemed the appellate argument inadmissible under § 344 para. 2 sentence 2 StPO because the appellant failed to specify the procedural defect with the required particularity, relying on a mere speculation based on a standard protocol text block and contrary statements from the trial lawyer and the defendant himself; consequently, the complaint was rejected for lacking an exhaustive and concrete factual presentation of the alleged breach of information duties.

Schlagwörter

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Strafanzeige Pflichtverletzung Prozessvoraussetzung E-Justice Sachverhaltsgrundlage Gegendarstellung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Berlin I vom 14. August 2025 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Der Senat bemerkt ergänzend zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts:

Die Rüge der Verletzung der Mitteilungspflichten des § 243 Abs. 4 Satz 1 StPO ist unzulässig, weil der Beschwerdeführer den Verfahrensmangel nicht mit der von § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO geforderten Bestimmtheit behauptet hat. Denn einerseits hat sein Revisionsverteidiger unter Verweis auf einen - ausweislich einer dienstlichen Erklärung der Vorsitzenden der Strafkammer indes versehentlichen aufgenommenen - Standardtextblock im Hauptverhandlungsprotokoll vorgetragen, es hätten kurz vor Schluss der Beweisaufnahme außerhalb der Hauptverhandlung Erörterungen stattgefunden, deren Gegenstand die Möglichkeit einer Verständigung nach § 257c StPO gewesen sei. Andererseits hat er ausgeführt, der Instanzverteidiger habe ihm mitgeteilt, „keine aktuelle Erinnerung an innerhalb oder außerhalb der Hauptverhandlung geführte Erörterungen“ in diesem Sinn zu haben, und der durchgehend in der Hauptverhandlung anwesende Angeklagte habe bekundet, dass während der Hauptverhandlung keine Verständigungsgespräche stattgefunden hätten. Danach entpuppt sich das Revisionsvorbringen als bloße Vermutung, dem es zudem an einem erschöpfenden Vortrag mangelt. Denn es wird nicht mitgeteilt, ob und gegebenenfalls wie sich der Angeklagte zu möglichen außerhalb der Hauptverhandlung geführten Verständigungsgesprächen geäußert hat, über die der Instanzverteidiger ihn hätte informieren müssen (vgl. zum Ganzen BGH, Beschlüsse vom 13. April 2021 - 5 StR 29/21, NStZ 2021, 512; vom 1. März 2023 - 2 StR 56/22, NStZ-RR 2023, 324; KK-StPO/Gericke, 9. Aufl., § 344 Rn. 33 ff.; Schmitt/Köhler, StPO, 68. Aufl., § 344 Rn. 25).

Gericke

Mosbacher

Köhler

von Häfen

Resch