Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5 StR 423/23 ECLI:DE:BGH:2023:061223B5STR423.23.0 KI-generiert

Impermissible inference from exercise of right to silence in criminal trial where conviction independently supported by corroborating evidence

Geschäftsnummer 5 StR 423/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Court of Criminal Justice dismissed the defendant's appeal, upholding the Hamburg Regional Court's conviction and ordering the defendant to bear the costs of the appellate proceedings, including those incurred by the civil party. The dispute concerned a criminal conviction where the lower court had partially relied on the defendant’s silence during pretrial detention to deem his trial testimony implausible, a reasoning identified by the appellate court as legally flawed. Although the lower court erred by drawing adverse inferences from the exercise of the right to remain silent, the appellate court held that this error did not affect the outcome because the defendant's defense was independently refuted by credible victim testimony and other evidence, such as monitored phone calls; the case hinges on the prohibition of inferring guilt from the procedural right to silence (st. Rspr.) and the standard for assessing whether a procedural error influenced the final judgment under § 337 Abs. 1 StPO.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 337 Abs. 1 StPO; Impermissible inference from exercise of right to silence in criminal trial where conviction independently supported by corroborating evidence: The dispute concerned a criminal conviction where the lower court had partially relied on the defendant’s silence during pretrial detention to deem his trial testimony implausible, a reasoning identified by the appellate court as legally flawed. Although the lower court erred by drawing adverse inferences from the exercise of the right to remain silent, the appellate court held that this error did not affect the outcome because the defendant's defense was independently refuted by credible victim testimony and other evidence, such as monitored phone calls; the case hinges on the prohibition of inferring guilt from the procedural right to silence (st. Rspr.) and the standard for assessing whether a procedural error influenced the final judgment under § 337 Abs. 1 StPO.

Schlagwörter

KI-generiert
unglaubhafte Zeugenaussage Verfahrensrechte Bestätigungsbeweise Opferrechte Unschuldsvermutung Verbleiberecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg vom 10. Mai 2023 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels, die insoweit durch das Adhäsionsverfahren entstandenen besonderen Kosten und die dem Neben- und Adhäsionskläger im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Das Landgericht hat die Einlassung des bis dahin schweigenden Angeklagten in der Hauptverhandlung auch deswegen als unglaubhaft beurteilt, weil es nicht nachvollziehbar sei, warum er „es hätte vorziehen sollen, sich über mehrere Monate unschuldig in Untersuchungshaft zu befinden, anstatt den wahren Täter zu benennen“. Es hat damit allein aus der Wahrnehmung prozessualer Schweigerechte Schlüsse gezogen; dies ist rechtsfehlerhaft (st. Rspr.; vgl. BGH, Beschluss vom 16. August 2023 – 5 StR 126/23 Rn. 10). Losgelöst von dieser rechtsfehlerhaften Erwägung hat es aber die Einlassung neben anderen Umständen (etwa ein überwachtes Telefonat, in dem der Angeklagte mit Bezug auf die Tat erklärt hat, „dass es Dinge gebe, die ein Mann tun müsse, und er habe ‚das‘ gemacht“) „insbesondere durch die glaubhaften Bekundungen“ des Geschädigten als „widerlegt“ bewertet. Der Senat kann daher ausschließen, dass das Urteil auf dem Rechtsfehler beruht (§ 337 Abs. 1 StPO).

Cirener

RiBGH Gerickeist im Urlaubund kann nichtunterschreiben.Cirener

Köhler

Resch

von Häfen