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XII ZB 360/18 ECLI:DE:BGH:2019:060219BXIIZB360.18.0 KI-generiert

Fee basis for legal representation in child support modification proceedings: difference between new and previously titled support

Geschäftsnummer XII ZB 360/18
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Supreme Court (BGH) issued an interim directive to the respondent, indicating that the applicant's legal representation by his father was invalid due to his return to the maternal household, potentially requiring an auxiliary guardian, and suggesting that the appeal was likely inadmissible for failure to meet the threshold requirements of § 574 Abs. 2 ZPO; the underlying dispute concerned the calculation of the procedural fee base ("Beschwer") for a child support modification, specifically whether it should be based on the new amount or the difference between the newly fixed and previously titled support. The Court held that for fee purposes, the "Beschwer" is calculated based on the difference between the newly set support and the already titled amount, rejecting the appellant's argument that the creation of a new title justified a different valuation, and noted that the child's return to the maternal household did not alter the fee base calculation as the modification of the youth office certificate was not the subject of the lower court proceedings; the case was subsequently rendered moot by the withdrawal of the appeal.

Legislator-Regeste

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§ 1629 Abs. 2 Satz 2 BGB, § 574 Abs. 2 ZPO; Fee basis for legal representation in child support modification proceedings: difference between new and previously titled support: Die angefochtene Entscheidung bewegt sich im Rahmen der obergerichtlichen Rechtsprechung und der Literatur, wonach für die Beschwer des Unterhaltspflichtigen auf die Differenz zwischen dem neu festgesetzten und dem bereits titulierten Unterhalt abzustellen ist (vgl. OLG Brandenburg Beschluss vom 19. Mai 2014 - 13 UF 58/14 - juris Rn. 51; OLG Koblenz FamRZ 1996, 557; MünchKommFamFG/A. Fischer 3. Aufl. § 61 Rn. 24 f.; Schulte-Bunert/Weinreich/Keske FamFG 5. Aufl. § 51 FamGKG Rn. 27 und Schneider NZFam 2018, 166 jew. zum Verfahrenswert).

Schlagwörter

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Abänderung von Kindesunterhalt gesetzliche Vertretung verfahrensrechtliche Fragen Berechnungsgrundlage Schätzungsverfahren Sorgerechtsverfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Beschwer des Unterhaltspflichtigen bei abgeändertem Titel

[TENOR]

A. Die Antragsgegnerin wird auf das Folgende hingewiesen:

I. Der Antragsteller und Rechtsbeschwerdegegner ist am 28. März 2018 wieder in den mütterlichen Haushalt zurückgekehrt. Damit kann sein Vater ihn gemäß § 1629 Abs. 2 Satz 2 BGB im Verfahren der Rechtsbeschwerde nicht ordnungsgemäß vertreten (vgl. Senatsbeschluss vom 1. März 2017 - XII ZB 2/16 - FamRZ 2017, 816 Rn. 18). Gegebenenfalls müsste für den Antragsteller ein Ergänzungspfleger bestellt werden.

II. Die Rechtsbeschwerde dürfte allerdings auch mangels Vorliegens der Zulässigkeitsvoraussetzungen des § 574 Abs. 2 ZPO unzulässig sein.

Die angefochtene Entscheidung bewegt sich im Rahmen der obergerichtlichen Rechtsprechung und der Literatur, wonach für die Beschwer des Unterhaltspflichtigen auf die Differenz zwischen dem neu festgesetzten und dem bereits titulierten Unterhalt abzustellen ist (vgl. OLG Brandenburg Beschluss vom 19. Mai 2014 - 13 UF 58/14 - juris Rn. 51; OLG Koblenz FamRZ 1996, 557; MünchKommFamFG/A. Fischer 3. Aufl. § 61 Rn. 24 f.; Schulte-Bunert/Weinreich/Keske FamFG 5. Aufl. § 51 FamGKG Rn. 27 und Schneider NZFam 2018, 166 jew. zum Verfahrenswert).

Der Einwand der Rechtsbeschwerde, mit der Abänderungsentscheidung werde ein neuer Titel geschaffen, wohingegen der alte seine Wirkung verliere, betrifft die Vollstreckung, nicht aber die Beschwer.

Die Rückkehr des Antragstellers in den mütterlichen Haushalt am 28. März 2018 ändert nichts daran, dass die Antragsgegnerin nur in Höhe der Differenz zwischen dem beantragten und dem in der Jugendamtsurkunde tenorierten Unterhalt beschwert ist. Die Abänderung der Jugendamtsurkunde zugunsten der Antragsgegnerin war nicht Verfahrensgegenstand des amtsgerichtlichen Verfahrens.

B. Die Antragsgegnerin erhält Gelegenheit, binnen drei Wochen hierzu Stellung zu nehmen.

Klinkhammer

Schilling

Nedden-Boeger

Botur

Guhling

Hinweis:

Das Rechtsbeschwerdeverfahren ist durch Rücknahme erledigt.