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2 ARs 314/18 ECLI:DE:BGH:2018:271118B2ARS314.18.0 KI-generiert

Scope of court bailiff jurisdiction in criminal cost assessment: exclusion of competence-determination applications under § 14 StPO

Geschäftsnummer 2 ARs 314/18
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice rejected the application filed by the court bailiff for a determination of the competent court under § 14 StPO, leaving the jurisdictional impasse between the bailiffs of two district courts unresolved at this procedural level. The dispute arose in a criminal cost assessment procedure within a custodial execution context, where the bailiffs of two different district courts mutually claimed that the opposing court was competent, prompting one bailiff to refer the matter directly to the supreme court. The Court held that the specialized jurisdiction of a court bailiff (Rechtspfleger) to handle cost assessments under §§ 464b StPO, 103 ff. ZPO, and the RPflG does not extend to applications for determining court competence pursuant to § 14 StPO. Consequently, in accordance with § 5(1) No. 2 RPflG, the presence of legal difficulties required the bailiff to submit the matter to a judge for decision, as the bailiff's statutory independence is subject to this prerequisite.

Legislator-Regeste

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§ 14 StPO, § 464b StPO; Scope of court bailiff jurisdiction in criminal cost assessment: exclusion of competence-determination applications under § 14 StPO: Nach der Entscheidung des Landgerichts Nürnberg-Fürth vom 22. Dezember 2017 über die Beschwerde des Verurteilten im Arrestvollstreckungsverfahren halten die Rechtspfleger der Amtsgerichte Nürnberg und Bayreuth im Kostenfestsetzungsverfahren jeweils das andere Gericht für zuständig. Der Rechtspfleger beim Amtsgericht Nürnberg hat deshalb die Akten „an den Bundesgerichtshof […] zur Bestimmung der Zuständigkeit gem. § 14 StPO“ übersandt.

Schlagwörter

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Zuständigkeitsbestimmung Kostenfestsetzung E-Justice Streitgegenstand Zustellung durch den Weibel Festsetzung der Busse

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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2 ARs 163/90
Mai 1990 – 2 ARs 163/90, BGH bei Miebach/Kusch, NStZ 1991, 27).
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Volltext

Kostenfestsetzung in Strafsachen: Erstreckung der Zuständigkeit des Rechtspflegers auf Anträge auf Bestimmung des zuständigen Gerichts

[TENOR]

Der Antrag des Rechtspflegers des Amtsgerichts Nürnberg auf Bestimmung des zuständigen Gerichts wird zurückgewiesen.

[GRUENDE]

Nach der Entscheidung des Landgerichts Nürnberg-Fürth vom 22. Dezember 2017 über die Beschwerde des Verurteilten im Arrestvollstreckungsverfahren halten die Rechtspfleger der Amtsgerichte Nürnberg und Bayreuth im Kostenfestsetzungsverfahren jeweils das andere Gericht für zuständig. Der Rechtspfleger beim Amtsgericht Nürnberg hat deshalb die Akten „an den Bundesgerichtshof […] zur Bestimmung der Zuständigkeit gem. § 14 StPO“ übersandt.

Die Voraussetzungen für die Bestimmung des zuständigen Gerichts nach § 14 StPO sind nicht gegeben.

Die Zuständigkeit des Rechtspflegers zur Kostenfestsetzung nach § 464b StPO, §§ 103 ff. ZPO, § 3 Nr. 3, § 21 Abs. 1 Nr. 1 RPflG erstreckt sich nicht auf Anträge auf Bestimmung des zuständigen Gerichts nach § 14 StPO (vgl. Senat, Beschluss vom 30. Mai 1990 – 2 ARs 163/90, BGH bei Miebach/Kusch, NStZ 1991, 27).

Nach § 5 Abs. 1 Nr. 2 RPflG hat der Rechtspfleger ihm übertragene Geschäfte dem Richter vorzulegen, wenn sich bei der Bearbeitung der Sache rechtliche Schwierigkeiten ergeben. Die in § 9 RPflG gewährleistete Selbständigkeit des Rechtspflegers steht von vornherein unter diesem Vorbehalt (vgl. Senat, aaO, mwN).

Franke

Appl

Zeng

Grube

Schmidt