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RiZ 2/16 ECLI:DE:BGH:2022:040722BRIZ2.16.0 KI-generiert

Correction of court minutes: Validity of procedural record after absent party’s written motions and non-service of prior decisions

Geschäftsnummer RiZ 2/16
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Administrative Court of the Federal Government rejected the applicant’s motion to correct the court minutes of the oral hearing held on March 1, 2022, finding the application unfounded. The dispute centered on whether the clerk’s record failed to note specific procedural events, including the alleged failure to adjudicate the applicant’s written process applications and the non-delivery of a prior senate decision and written submissions to the opposing party’s representative during the hearing. The court held that the minutes complied with statutory requirements, noting that the applicant, who was absent from the hearing, had not made any orally recorded procedural requests, and that the opposing representative had not actually received the cited documents in open court but rather through separate official service and mailing. The decision relies on §§ 66 Abs. 1 Satz 1 DRiG, 105 VwGO, and §§ 164, 160 ZPO, which govern the correction of court protocols and the substantive content required for valid recording in administrative and judicial proceedings.

Legislator-Regeste

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§ 105 VwGO, § 164 Abs. 1 ZPO, § 164 Abs. 3 Satz 2 ZPO, § 160 Abs. 2 ZPO; Correction of court minutes: Validity of procedural record after absent party’s written motions and non-service of prior decisions: Der gemäß § 66 Abs. 1 Satz 1 DRiG, § 105 VwGO, § 164 Abs. 1 ZPO auf Berichtigung des Protokolls der mündlichen Verhandlung vom 1. März 2022 gerichtete Antrag der Antragstellerin vom 12. März 2022 ist unbegründet. Über diesen Antrag entscheidet entsprechend § 66 Abs. 1 Satz 1 DRiG, § 105 VwGO, § 164 Abs. 3 Satz 2 ZPO nicht der Senat in seiner Gesamtheit, sondern der Vorsitzende allein; der Urkundsbeamte der Geschäftsstelle wirkt nur mit, wenn dem Antrag - wie hier nicht - entsprochen wird (vgl. BVerwG, Beschluss vom 10. März 2011 - 9 A 8.10, NVwZ-RR 2011, 383 Rn. 1).

Schlagwörter

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mündliche Verhandlung Prozessvoraussetzung gültige Reisedokumente Eröffnung des Verfahrens schriftliche Eröffnung Verwaltungskonformität

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Volltext

Der Antrag der Antragstellerin auf Berichtigung des Protokolls der mündlichen Verhandlung vom 1. März 2022 wird zurückgewiesen.

[GRUENDE]

Der gemäß § 66 Abs. 1 Satz 1 DRiG, § 105 VwGO, § 164 Abs. 1 ZPO auf Berichtigung des Protokolls der mündlichen Verhandlung vom 1. März 2022 gerichtete Antrag der Antragstellerin vom 12. März 2022 ist unbegründet. Über diesen Antrag entscheidet entsprechend § 66 Abs. 1 Satz 1 DRiG, § 105 VwGO, § 164 Abs. 3 Satz 2 ZPO nicht der Senat in seiner Gesamtheit, sondern der Vorsitzende allein; der Urkundsbeamte der Geschäftsstelle wirkt nur mit, wenn dem Antrag - wie hier nicht - entsprochen wird (vgl. BVerwG, Beschluss vom 10. März 2011 - 9 A 8.10, NVwZ-RR 2011, 383 Rn. 1).

Das Protokoll der mündlichen Verhandlung vom 1. März 2022 enthält entgegen den Einwänden der Antragstellerin gemäß § 66 Abs. 1 Satz 1 DRiG, § 160 Abs. 2 ZPO die wesentlichen Vorgänge der Verhandlung. Einen protokollierungs- pflichtigen Antrag hat die Antragstellerin, die in der mündlichen Verhandlung nicht erschienen ist, dort nicht gestellt. Soweit die Antragstellerin beanstandet, es sei nicht vorab über ihre schriftsätzlich formulierten „Prozessanträge“ entschieden worden, kann sie daraus keinen Mangel der Protokollierung herleiten.

Unabhängig davon, ob die betreffenden Vorgänge förmlich zu protokollieren gewesen wären, sind dem Verfahrensbevollmächtigten der Antragsgegnerin in der mündlichen Verhandlung weder eine Ausfertigung des Beschlusses des Senats vom 24. Februar 2022 noch Abschriften von Schriftsätzen der Antragstellerin übergeben worden. Vielmehr ist die förmliche Zustellung des Beschlusses des Senats vom 24. Februar 2022 sowohl an die Antragstellerin als auch an die Antragsgegnerin am 25. Februar 2002 verfügt worden. Eine Abschrift des Schriftsatzes der Antragstellerin vom 25. Februar 2022 ist am 28. Februar 2022 an den Verfahrensbevollmächtigten der Antragsgegnerin abgesandt worden. Im Übrigen genügt das Protokoll den Vorgaben der § 66 Abs. 1 Satz 1 DRiG, § 105 VwGO, § 160 Abs. 3 Nr. 6 und 7 ZPO.

Pamp