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IX ZB 31/09 KI-generiert

Obsolescence of cost determination following settlement overriding original judgment; VAT refundability in renewed cost fixing under § 567(2) ZPO

Geschäftsnummer IX ZB 31/09
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Civil Procedure (BGH) reversed the appellate and lower court decisions, ordering the defendant to bear the costs of the complaint proceedings and setting the object value at €217.08. This procedural ruling addressed the validity of a cost determination issued by the Landgericht based on an original, fully enforceable judgment that had been subsequently superseded by a second-instance settlement agreement confirmed by the court. The BGH held that because the underlying cost decision was overridden by the settlement, the existing cost determination could not stand and had to be set aside to clarify the situation during the pending complaint process. The decisive legal basis involved the procedural necessity to vacate obsolete cost decisions when the underlying judgment is superseded, and the court noted that the contested issue of VAT refundability for the cost reimbursement claim was likely not subject to complaint under § 567(2) ZPO in future re-fixings.

Legislator-Regeste

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§ 567 Abs. 2 ZPO; Obsolescence of cost determination following settlement overriding original judgment; VAT refundability in renewed cost fixing under § 567(2) ZPO: Der Senat weist darauf hin, dass die derzeit umstrittene Frage der Umsatzsteuererstattung für den Kostenerstattungsanspruch des Beklagten bei erneuter Festsetzung nach Maßgabe der abgeänderten Grundentscheidung voraussichtlich nach § 567 Abs. 2 ZPO nicht mehr beschwerdefähig sein wird.

Schlagwörter

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Kostenersatz Schadenregulierung Zivilurteil Streitwertberechnung vollstreckbarer Entscheid hängiges Verfahren
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Volltext

Beschwerdefähigkeit der Frage der Umsatzsteuererstattung für den Kostenerstattungsanspruch bei erneutet Festsetzung nach Maßgabe der abgeänderten Grundentscheidung

[TENOR]

Der Beschluss des 12. Zivilsenats in Darmstadt des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 12. Januar 2009 und der Kostenfestsetzungsbeschluss des Landgerichts Darmstadt vom 27. Oktober 2008 werden aufgehoben.

Die Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens und des Verfahrens der sofortigen Beschwerde hat der Beklagte zu tragen.

Der Gegenstandswert des Rechtsbeschwerdeverfahrens wird auf 217,08 € festgesetzt.

[GRUENDE]

Die Kostengrundentscheidung des vorläufig vollstreckbaren Landgerichtsurteils vom 23. September 2008, auf welcher die teilweise angefochtene Kostenfestsetzung vom 27. Oktober 2008 beruht, ist durch den mit Beschluss vom 10. März 2010 gerichtlich bestätigten Anwaltsvergleich zweiter Instanz überholt. Die ergangene Kostenfestsetzung kann deshalb keinen Bestand haben (vgl. BGH, Beschluss vom 23. Januar 2007 - VI ZB 61/06, NJW-RR 2007, 784 Rn. 3). In dieser Lage sind bei anhängiger Rechtsbeschwerde die ergangenen Entscheidungen zur Klarstellung aufzuheben (BGH, aaO Rn. 5). Die Kosten des Beschwerderechtszuges fallen dem Beklagten als dem Antragsteller des Festsetzungsverfahrens zur Last (BGH, aaO Rn. 6).

Der Senat weist darauf hin, dass die derzeit umstrittene Frage der Umsatzsteuererstattung für den Kostenerstattungsanspruch des Beklagten bei erneuter Festsetzung nach Maßgabe der abgeänderten Grundentscheidung voraussichtlich nach § 567 Abs. 2 ZPO nicht mehr beschwerdefähig sein wird.

Kayser Raebel Lohmann

Pape Möhring