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6 StR 17/24 ECLI:DE:BGH:2024:200324B6STR17.24.0 KI-generiert

Negoitgents' failure to secure oxygen reduction constitutes active negligent conduct, not omission, in tax and criminal negligence offenses

Geschäftsnummer 6 StR 17/24
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (6th Criminal Senate) dismissed the appeals of two defendants against a conviction by the Hof Regional Court, ordering that each appellant bear the costs of their legal remedy. The dispute concerned whether the defendants’ conduct constituted active commission (*Tun*) rather than omission (*Unterlassen*) in a negligence case, where the defendants allegedly failed to secure the reduction of oxygen levels, a breach of duty that formed the core of the negligent offense. The court ruled that the defendants' actions were properly characterized as active conduct because the primary culpability lay in the active performance of an objectively negligent act, and the failure to take specific safety measures did not alter the active nature of the behavior, thus upholding the lower court's finding of active commission.

Legislator-Regeste

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Negoitgents' failure to secure oxygen reduction constitutes active negligent conduct, not omission, in tax and criminal negligence offenses: Das Landgericht ist bei beiden Angeklagten ohne Rechtsfehler von einem aktiven Tun ausgegangen. Denn der Schwerpunkt der Vorwerfbarkeit (vgl. BGH, Urteil vom 14. März 2003 – 2 StR 239/02, NStZ 2003, 657; Beschluss vom 17. August 1999 – 1 StR 390/99, NStZ 1999, 607) lag hier in der aktiven Vornahme einer objektiv sorgfaltswidrigen Handlung durch die beiden Angeklagten. Dass sie pflichtwidrig die Sauerstoffreduzierung nicht sicherstellten, begründet den für das Fahrlässigkeitsdelikt elementaren Sorgfaltspflichtverstoß und ändert nichts am aktiven Begehungscharakter der Verhaltensweise.

Schlagwörter

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kriminelle Fahrlässigkeit fahrlässige Pflichtverletzung Untätigkeitsklage Verhalten des Unternehmens Leistungsklage Verwirkung im Handelsrecht

Zitierte Rechtsprechung

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2 StR 239/02
März 2003 – 2 StR 239/02, NStZ 2003, 657; Beschluss vom 17.
1 StR 390/99
August 1999 – 1 StR 390/99, NStZ 1999, 607) lag hier in der aktiven Vornahme einer objektiv sorgfaltswidrigen Handlung durch die beiden Angeklagten.
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Volltext

Die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Hof vom 27. September 2023 werden als unbegründet verworfen.

Jeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.

Ergänzend zu der Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:

Das Landgericht ist bei beiden Angeklagten ohne Rechtsfehler von einem aktiven Tun ausgegangen. Denn der Schwerpunkt der Vorwerfbarkeit (vgl. BGH, Urteil vom 14. März 2003 – 2 StR 239/02, NStZ 2003, 657; Beschluss vom 17. August 1999 – 1 StR 390/99, NStZ 1999, 607) lag hier in der aktiven Vornahme einer objektiv sorgfaltswidrigen Handlung durch die beiden Angeklagten. Dass sie pflichtwidrig die Sauerstoffreduzierung nicht sicherstellten, begründet den für das Fahrlässigkeitsdelikt elementaren Sorgfaltspflichtverstoß und ändert nichts am aktiven Begehungscharakter der Verhaltensweise.

Feilcke

Tiemann

Wenske

Fritsche

Arnoldi