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IV AR (VZ) 41/22 ECLI:DE:BGH:2024:050224BIVAR.VZ.41.22.0 KI-generiert

Costs of hearing complaints and access to court under Article 13 ECHR

Geschäftsnummer IV AR (VZ) 41/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Justice dismissed the appellant’s objections against two cost assessments issued by the court, ordering that the disputed fees of €66 each remain payable by the appellant. The dispute concerned the recovery of court costs following the rejection of two successive "hearing complaints" (Anhörungsrügen) filed by the appellant against prior senate decisions, with the appellant arguing that the fees violated the right of access to a court under Article 13 ECHR. Relying on § 81 of the Legal Services Act (GNotKG) and Item 19200 of the Fee Catalog, the court held that the fees were correctly assessed and that the relatively low amount of the charges did not render the remedy inaccessible or disproportionate under the Convention, thereby upholding the cost assessments.

Legislator-Regeste

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§ 66 Abs. 1 Satz 1 GKG, Art. 13 EMRK, § 66 Abs. 8 GKG; Costs of hearing complaints and access to court under Article 13 ECHR: The dispute concerned the recovery of court costs following the rejection of two successive "hearing complaints" (Anhörungsrügen) filed by the appellant against prior senate decisions, with the appellant arguing that the fees violated the right of access to a court under Article 13 ECHR. Relying on § 81 of the Legal Services Act (GNotKG) and Item 19200 of the Fee Catalog, the court held that the fees were correctly assessed and that the relatively low amount of the charges did not render the remedy inaccessible or disproportionate under the Convention, thereby upholding the cost assessments.

Schlagwörter

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Anwaltskosten Kostenfestsetzung ZPO-Bestimmung Besuchsrecht Verbleiberecht E-Justice

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§ 66 Abs. 1 Satz 1 GKG
3, zu § 66 Abs. 1 Satz 1 GKG, m.w.N.), haben keinen Erfolg.
Art. 13 EMRK
Aus Art. 13 EMRK folgt, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers, keine Kostenfreiheit des Verfahrens.
§ 66 Abs. 8 GKG
Applied to rule that the proceedings are free of court fees and that no costs are to be reimbursed.

Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 66 Abs. 8 GKG

Applied to rule that the proceedings are free of court fees and that no costs are to be reimbursed.

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Volltext

Die Erinnerungen des Beschwerdeführers gegen den Kostenansatz des Bundesgerichtshofs - Kostenrechnung vom 2. Juni 2023 zum Kassenzeichen 7800 2312 2208 sowie Kostenrechnung vom 18. September 2023 zum Kassenzeichen 7800 2313 4927 - werden zurückgewiesen.

[GRUENDE]

I. Der Senat hat mit Beschluss vom 26. April 2023 die Anhörungsrüge des Beschwerdeführers gegen den Senatsbeschluss vom 11. Januar 2023 auf seine Kosten zurückgewiesen. Die Gerichtskosten sind vom Beschwerdeführer mit der Kostenrechnung vom 2. Juni 2023 zum Kassenzeichen 7800 2312 2208 erhoben worden.

Der Senat hat mit Beschluss vom 6. September 2023 eine weitere Anhörungsrüge des Beschwerdeführers gegen den Senatsbeschluss vom 26. April 2023 auf seine Kosten verworfen. Die Gerichtskosten sind vom Beschwerdeführer mit der Kostenrechnung vom 18. September 2023 zum Kassenzeichen 7800 2313 4927 erhoben worden.

Dagegen wendet sich der Beschwerdeführer mit seinen Erinnerungen vom 20. Juli 2023 und 29. September 2023, denen die Kostenbeamtin nicht abgeholfen hat.

II. Die zulässigen, insbesondere statthaften (§ 81 Abs. 1 Satz 1 GNotKG) Erinnerungen des Beschwerdeführers, über die auch beim Bundesgerichtshof gemäß § 81 Abs. 6 Satz 1 GNotKG der Einzelrichter entscheidet (vgl. Senatsbeschluss vom 25. Mai 2023 - IV ZR 168/22, juris Rn. 3, zu § 66 Abs. 1 Satz 1 GKG, m.w.N.), haben keinen Erfolg.

1. Die Kostenansätze vom 2. Juni 2023 und vom 18. September 2023 treffen zu. Für die Zurückweisung und die Verwerfung der Anhörungsrügen ist jeweils die vom Beschwerdeführer angeforderte Gebühr in Höhe von 66 € angefallen. Das ergibt sich aus Nr. 19200 des Kostenverzeichnisses in Anlage 1 zum GNotKG. Aus Art. 13 EMRK folgt, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers, keine Kostenfreiheit des Verfahrens. Zur Wirksamkeit einer Beschwerde, die Art. 13 EMRK erfordert, zählt zwar auch, dass ein Rechtsbehelf angemessen und zugänglich ist (EGMR, Urteil vom 31. Juli 2008 - 40825/98, Rn. 122). Gegen die Zugänglichkeit der Anhörungsrüge bestehen angesichts der relativ geringen Höhe der Gerichtsgebühren jedoch keine Bedenken.

III. Das Verfahren ist gerichtsgebührenfrei; Kosten werden nicht erstattet (§ 66 Abs. 8 GKG).

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