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6 StR 498/23 ECLI:DE:BGH:2024:240124B6STR498.23.0 KI-generiert

Admissibility of police interrogation evidence lacking complete audio-visual recording and specific proof of defective legal warning

Geschäftsnummer 6 StR 498/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) dismissed the defendant's appeal as unfounded, leaving the lower court's judgment in force and ordering the defendant to bear the costs of the appeal and the incidental expenses of the private prosecutors. The case involved a criminal appeal challenging the admissibility of statements made during a police interrogation, where the defense argued that the defendant had not received a proper legal warning under § 163a Abs. 4 Satz 1 in connection with § 136 Abs. 1 Satz 2 StPO before the use of a body camera. The court ruled that the procedural objection failed to meet the strict specificity requirements of § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO because the defendant relied solely on an excerpt of the transcribed audio rather than presenting the complete audio-visual recording, which was noted to contain indications that a warning had actually been given.

Legislator-Regeste

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§ 136 Abs. 1 Satz 2 StPO, § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO; Admissibility of police interrogation evidence lacking complete audio-visual recording and specific proof of defective legal warning: The case involved a criminal appeal challenging the admissibility of statements made during a police interrogation, where the defense argued that the defendant had not received a proper legal warning under § 163a Abs. 4 Satz 1 in connection with § 136 Abs. 1 Satz 2 StPO before the use of a body camera. The court ruled that the procedural objection failed to meet the strict specificity requirements of § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO because the defendant relied solely on an excerpt of the transcribed audio rather than presenting the complete audio-visual recording, which was noted to contain indications that a warning had actually been given.

Schlagwörter

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Verfahrensrügen Strafurteil Beschlagnahme von Beweismitteln unbefugtes Aufnehmen von Gesprächen E-Justice Beweiswert der Zeugenaussage

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 344 Abs. 2 Satz 2 StPO

The provision is cited to support the dismissal of the appeal due to the procedural objection's failure to meet the requirements for specificity and substantiation.

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Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth vom 24. Mai 2023 wird als unbegründet verworfen.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die den Nebenklägern im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Ergänzend zu der Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:

Die Verfahrensrüge, mit der die Revision eine Verwertung der Angaben des Beschwerdeführers im Zuge seiner ersten polizeilichen Vernehmung beanstandet, weil der Angeklagte zuvor „nicht gesetzesgerecht“ gemäß „§ 163a Abs. 4 Satz 1“ in Verbindung mit § 136 Abs. 1 Satz 2 StPO belehrt worden sei, bleibt ohne Erfolg. Das Revisionsvorbringen genügt nicht den Anforderungen des § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO. Dabei kann dahinstehen, ob die Rüge – wie der Generalbundesanwalt meint – schon deshalb unzulässig ist, weil die in der Hauptverhandlung in Augenschein genommene Bild- und Tonaufzeichnung der Vernehmung mittels eines körpernah getragenen Aufnahmegeräts („Bodycam“) nicht vorgelegt worden ist (vgl. BGH, Beschlüsse vom 19. Dezember 2018 – 4 StR 58/18; vom 21. September 2022 – 6 StR 160/22, NStZ 2023, 758). Der Beschwerdeführer durfte sich jedenfalls nicht auf die auszugsweise Mitteilung der transkribierten Audiospur beschränken, zumal sich aus ihr Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der Angeklagte nicht nur in der durch den Transkriptionsauszug belegten Art und Weise, sondern bereits zuvor belehrt worden war („Das habe ich dir vorhin schon mal gesagt.“). Dem Senat ist es daher verwehrt, die Rechtmäßigkeit der Beschuldigtenbelehrung umfassend zu beurteilen und gegebenenfalls weitergehend zu prüfen, ob aus dem Verfahrensfehler im konkreten Fall ein Beweisverwertungsverbot folgt.

Feilcke

Tiemann

Wenske

Fritsche

Arnoldi