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XI ZR 554/21 ECLI:DE:BGH:2022:280622BXIZR554.21.0 KI-generiert

Valuation of grievance for admissibility of appeal in bond creditor representative authority dispute

Geschäftsnummer XI ZR 554/21
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Civil Procedure (BGH) issued a non-admission order, ruling that the value of the appellant's legal grievance (Beschwer) is fixed at a maximum of 500 €, which falls below the statutory threshold for admissibility of an appeal on points of law under § 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO. The dispute involved a bond issuer challenging a lower court's determination that the creditor’s representative had the sole right to pursue claims regarding a specific bond issue, thereby seeking to prevent litigation over the debt. In its assessment, the BGH applied the general principles of §§ 3 ff. ZPO and the RVG, noting that while the standard dispute value for non-pecuniary matters is typically 5,000 €, the relevant interest was limited to a fraction of the nominal 1,000 € value of the issuer's remaining bond holdings at the time the complaint was filed, justifying the assignment to the minimum fee tier.

Legislator-Regeste

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§ 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO, § 23 Abs. 3 Satz 2 RVG, § 3 ZPO; Valuation of grievance for admissibility of appeal in bond creditor representative authority dispute: 2 Nr. 1 ZPO. The dispute involved a bond issuer challenging a lower court's determination that the creditor’s representative had the sole right to pursue claims regarding a specific bond issue, thereby seeking to prevent litigation over the debt. In its assessment, the BGH applied the general principles of §§ 3 ff. ZPO and the RVG, noting that while the standard dispute value for non-pecuniary matters is typically 5,000 €, the relevant interest was limited to a fraction of the nominal 1,000 € value of the issuer's remaining bond holdings at the time the complaint was filed, justifying the assignment to the minimum fee tier.

Schlagwörter

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Streitwert Vollschulden Schwellenwert für die Schätzung Zivilprozessverfahren Gebührenfestsetzung Nominalwert

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO

Cited in the operative order to establish the statutory basis for determining the value of the grievance for the purpose of assessing the admissibility of the intended appeal.

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Volltext

Nichtzulassungsbeschwerde: Wert der Beschwer einer landgerichtlichen Feststellung im Prozess zwischen Gläubigervertreter und Anleiheemittentin

[TENOR]

Der Wert der mit der beabsichtigten Revision geltend zu machenden Beschwer (§ 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO) wird auf bis 500 € festgesetzt.

[GRUENDE]

Der Wert der mit der beabsichtigten Revision geltend zu machenden Beschwer (§ 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO) beträgt nicht mehr als 500 €.

Die Beklagte bekämpft mit ihrer Beschwerde ausschließlich die vom Landgericht getroffene Feststellung, dass der Kläger in seiner Eigenschaft als Gläubigervertreter in Bezug auf eine von der C. AG, H. , emittierte Anleihe (WKN: , ISIN: ) alleine berechtigt ist, Ansprüche aus dieser Anleihe gegen die Emittentin gerichtlich oder außergerichtlich geltend zu machen.

Die Wertberechnung im Rahmen des § 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO ist nach den allgemeinen Grundsätzen der §§ 3 ff. ZPO vorzunehmen (vgl. Senatsbeschlüsse vom 23. Juli 2015 - XI ZR 263/14, BGHZ 206, 276 Rn. 3 und vom 12. Januar 2016 - XI ZR 366/15, WM 2016, 454Rn. 3, jeweils mwN). Maßgebend ist das Interesse des Beschwerdeführers an der Abänderung der angefochtenen Entscheidung. Über die Höhe der Beschwer hat das Revisionsgericht eigenständig zu befinden, ohne an die Streitwertfestsetzung der Vorinstanzen oder die Angaben der Parteien gebunden zu sein (vgl. Senatsbeschlüsse vom 12. Januar 2016, aaO und vom 21. Februar 2017 - XI ZR 88/16, WM 2017, 804 Rn. 4).

Bei durchschnittlichen nichtvermögensrechtlichen Streitigkeiten beträgt der Streitwert in Anlehnung an § 23 Abs. 3 Satz 2 RVG grundsätzlich 5.000 € (vgl. BGH, Beschluss vom 17. November 2015 - II ZB 8/14, WM 2016, 96 Rn. 13). Von diesem Wert ist allerdings nur auszugehen, wenn keine genügenden Anhaltspunkte für ein höheres oder geringeres Interesse des Beschwerdeführers vorliegen (vgl. BGH, aaO). Letzteres ist hier der Fall. Denn der Wert der von der Beklagten an der streitgegenständlichen Anleihe gehaltenen Inhaberteilschuldverschreibungen betrug zu dem für die Wertfestsetzung maßgebenden Zeitpunkt der Einlegung der Nichtzulassungsbeschwerde (vgl. Senatsbeschluss vom 21. Februar 2017 - XI ZR 88/16, WM 2017, 804 Rn. 4) nur noch 1.000 €. Von diesem Betrag ist für die von der Beklagten bekämpfte Feststellung gemäß § 3 ZPO nur ein Bruchteil als Beschwer in Ansatz zu bringen. Das führt zu einer Festsetzung der Beschwer in der Gebührenmindeststufe (bis 500 €).

Ellenberger

Matthias

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Ettl

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