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XII ZA 28/23 ECLI:DE:BGH:2024:170124BXIIZA28.23.0 KI-generiert

Recusal of entire judicial panel deemed abusive under § 42 ZPO; denial of leave for appeal lacks requirement for detailed justification in final-instance decisions.

Geschäftsnummer XII ZA 28/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Civil Procedure (BGH) dismissed the applicant's motion for recusal of the entire senate, rejected his complaint regarding the lack of oral hearing, and dismissed his objection to the earlier decision, establishing that no further legal remedies are available and the court will not respond to further submissions. The dispute concerned the admissibility of a request to recuse a judicial panel rather than individual judges, alongside a challenge to a prior senate decision that had denied leave for appeal in a family law matter. Relying on § 6 Abs. 1 FamFG in conjunction with § 42 ZPO, the court held that the recusal motion was legally abusive because it could only target individual judges, rendering it obviously inadmissible and permitting the court to decide without the challenged judges; the complaint regarding the lack of oral hearing was deemed unfounded as final-instance decisions do not regularly require a detailed justification under constitutional standards, and the objection failed to demonstrate sufficient prospects of success for the intended legal remedy.

Legislator-Regeste

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§ 6 Abs. 1 FamFG, § 42 ZPO; Recusal of entire judicial panel deemed abusive under § 42 ZPO; denial of leave for appeal lacks requirement for detailed justification in final-instance decisions: Das Ablehnungsgesuch des Antragstellers gegen die an dem Senatsbeschluss vom 22. November 2023 beteiligten Richter ist rechtsmissbräuchlich, weil nach § 6 Abs. 1 FamFG iVm § 42 ZPO nur die einzelnen Richter abgelehnt werden können, nicht aber der gesamte Senat (vgl. BGH Beschlüsse vom 29. Januar 2003 - IX ZR 137/00 - WM 2003, 847 f. und vom 7. November 1973 - VIII ARZ 14/73 - NJW 1974, 55 f.).

Schlagwörter

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Ausstandsbegehren missbräuchliche Kündigung mündliche Verhandlung Prozessrecht Zivilurteil Streitgegenstand

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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IX ZR 137/00
Januar 2003 - IX ZR 137/00 - WM 2003, 847 f.
I ZB 15/91
November 1991 - I ZB 15/91 - NJW 1992, 983, 984).
I ZB 237/12
April 2014 - I ZB 237/12 - juris Rn.
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Volltext

Das Ablehnungsgesuch des Antragstellers vom 15. Dezember 2023 wird verworfen.

Die Anhörungsrüge gegen den Senatsbeschluss vom 22. November 2023 wird auf Kosten des Antragstellers zurückgewiesen.

Die Gegenvorstellung des Antragstellers gegen den Senatsbeschluss vom 22. November 2023 wird zurückgewiesen.

Gegen diese Entscheidung ist kein weiteres Rechtsmittel statthaft.

Der Antragsteller kann nicht mit einer Antwort auf weitere Eingaben in dieser Sache rechnen.

[GRUENDE]

I. Das Ablehnungsgesuch des Antragstellers gegen die an dem Senatsbeschluss vom 22. November 2023 beteiligten Richter ist rechtsmissbräuchlich, weil nach § 6 Abs. 1 FamFG iVm § 42 ZPO nur die einzelnen Richter abgelehnt werden können, nicht aber der gesamte Senat (vgl. BGH Beschlüsse vom 29. Januar 2003 - IX ZR 137/00 - WM 2003, 847 f. und vom 7. November 1973 - VIII ARZ 14/73 - NJW 1974, 55 f.).

Wegen der aus dem Rechtsmissbrauch folgenden offensichtlichen Unzulässigkeit des Ablehnungsgesuchs ist der Senat in der eingangs genannten, geschäftsplanmäßigen Besetzung zur Entscheidung berufen (vgl. BGH Beschluss vom 14. November 1991 - I ZB 15/91 - NJW 1992, 983, 984).

II. Die Anhörungsrüge des Antragstellers gegen den Senatsbeschluss vom 22. November 2023 ist jedenfalls unbegründet. Der Senat hat bei seiner Entscheidung die Erfolgsaussicht des beabsichtigten Rechtsmittels umfassend geprüft und verneint.

Eine mit ordentlichen Rechtsmitteln nicht mehr anfechtbare letztinstanzliche Entscheidung bedarf von Verfassungs wegen regelmäßig keiner Begründung (vgl. BVerfG NJW 2011, 1497 Rn. 12). Einer der Ausnahmefälle hiervon (vgl. dazu BVerfG NJW 2011, 1497 Rn. 13) liegt nicht vor. Die Anhörungsrüge kann auch nicht mit dem Ziel eingelegt werden, eine Ergänzung der Begründung herbeizuführen (vgl. BGH Beschluss vom 3. April 2014 - I ZB 237/12 - juris Rn. 4 mwN).

III. Die Gegenvorstellung des Antragstellers gibt ebenfalls keinen Anlass zu einer abweichenden Beurteilung. Auch danach bietet das beabsichtigte Rechtsmittel keine hinreichende Aussicht auf Erfolg.

Guhling

Klinkhammer

Botur

Krüger

Recknagel