Inadmissibility of legal aid for non-statutory remedies challenging judicial recusal decisions
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) rejected the plaintiff's application for legal aid to pursue a non-admission complaint or, alternatively, a legal appeal against an intermediate appellate court's dismissal of a motion for recusal. The dispute concerned a procedural ruling by the 12th Civil Senate of the Stuttgart Higher Regional Court, which had denied a request to exclude a judge on grounds of bias. The BGH ruled in favor of the procedural status quo, holding that the application for legal aid was inadmissible because the intended legal remedies were procedurally unavailable. Decisive legal bases include §§ 543, 544, and 522(3) ZPO, which restrict non-admission complaints to specific appeal judgments or dismissals under § 522(2) ZPO, excluding decisions on judicial recusal; § 574(1) ZPO, which limits legal appeals to statutorily defined cases or those admitted by the lower court; and § 114(1) sentence 1 ZPO, which denies legal aid where the intended legal action lacks a sufficient prospect of success. The court further clarified that extraordinary constitutional remedies are not available for such procedural defects.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 522 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO; Inadmissibility of legal aid for non-statutory remedies challenging judicial recusal decisions: The dispute concerned a procedural ruling by the 12th Civil Senate of the Stuttgart Higher Regional Court, which had denied a request to exclude a judge on grounds of bias. The BGH ruled in favor of the procedural status quo, holding that the application for legal aid was inadmissible because the intended legal remedies were procedurally unavailable. Decisive legal bases include §§ 543, 544, and 522(3) ZPO, which restrict non-admission complaints to specific appeal judgments or dismissals under § 522(2) ZPO, excluding decisions on judicial recusal; § 574(1) ZPO, which limits legal appeals to statutorily defined cases or those admitted by the lower court; and § 114(1) sentence 1 ZPO, which denies legal aid where the intended legal action lacks a sufficient prospect of success. The court further clarified that extraordinary constitutional remedies are not available for such procedural defects.
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KI-generiertLegal basis for the rejection of the application for legal aid because the intended legal action lacks a sufficient prospect of success.
Volltext
Der Antrag des Klägers vom 27./24. Juni 2023, ihm zur Durchführung einer Nichtzulassungsbeschwerde - hilfsweise Rechtsbeschwerde - gegen den Beschluss des 12. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 26. Mai 2023 (12 W 65/22) Prozesskostenhilfe unter Beiordnung eines beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalts zu bewilligen, wird abgelehnt, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet, § 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO.
Durch den vorgenannten Beschluss vom 26. Mai 2023 ist der Antrag des Klägers, Richter am Oberlandesgericht Dr. M. wegen Besorgnis der Befangenheit abzulehnen, als unbegründet zurückgewiesen worden.
Gegen diese Entscheidung ist eine Nichtzulassungsbeschwerde nicht statthaft. Die Nichtzulassungsbeschwerde ist von Gesetzes wegen statthaft nur gegen ein die Revision nicht zulassendes Berufungsurteil oder gegen einen die Berufung zurückweisenden Beschluss nach § 522 Abs. 2 Satz 1 ZPO (§§ 543, 544, 522 Abs. 3 ZPO). Der hier in Rede stehende Beschluss über ein Befangenheitsgesuch erfüllt diese tatbestandlichen Voraussetzungen von vorneherein nicht, ohne dass es auf die vom Kläger in seinem Schriftsatz vom 21. September 2023 angesprochene Frage ankommt, ob der Wert der mit der Revision geltend zu machenden Beschwer 20.000 € übersteigt oder nicht; diese Frage würde sich nur stellen, wenn der Beschluss vom 26. Mai 2023 überhaupt eine Entscheidung wäre, gegen die das Gesetz die Möglichkeit der Einlegung einer Nichtzulassungsbeschwerde eröffnet, was aus den dargelegten Gründen indes nicht der Fall ist.
Gegen den oberlandesgerichtlichen Beschluss vom 26. Mai 2023 ist des Weiteren eine Rechtsbeschwerde weder kraft gesetzlicher Bestimmung (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO) noch aufgrund - hier fehlender - Zulassung durch das Beschwerdegericht (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO) statthaft. Eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde durch das Beschwerdegericht sieht das Gesetz nicht vor. Der Bundesgerichtshof ist nur in den gesetzlich geregelten Fällen zuständig. Er kann nicht beliebig angerufen werden.
Eine außerordentliche Beschwerde wegen "greifbarer Gesetzwidrigkeit" oder der Verletzung von Verfahrensgrundrechten ist ebenfalls nicht eröffnet (vgl. BGH, Beschluss vom 7. März 2002 - IX ZB 11/02, BGHZ 150, 133, juris Rn. 10; Beschluss vom 27. Mai 2020 - VII ZB 33/18 Rn. 16, BauR 2020, 1515) und verfassungsrechtlich auch nicht geboten (vgl. BVerfG, Plenarbeschluss vom 30. April 2003 - 1 PBvU 1/02, BVerfGE 107, 395, juris Rn. 68 ff.).
Für die Frage der Statthaftigkeit eines Rechtsmittels zum Bundesgerichtshof gegen den Beschluss vom 26. Mai 2023 ist es auch unerheblich, dass diese Entscheidung ausweislich der vorgelegten beglaubigten Abschrift in der Besetzung durch Vorsitzenden Richter Dr. G. , Richter am Oberlandesgericht Dr. H. und Richter am Landgericht P. getroffen worden ist und der Kläger einen im Übrigen inhaltlich gleichlautenden Beschluss des 12. Zivilsenats (12 W 65/22) vom 25. Mai 2023 vorgelegt hat, der in der Besetzung durch Vorsitzenden Richter Dr. G. , Richter am Oberlandesgericht Dr. H. und Richter am Oberlandesgericht Dr. M. ergangen ist.
Nachdem der Kläger bereits durch die Verfügung der Rechtspflegerin beim Bundesgerichtshof vom 11. September 2023 zutreffend auf die fehlende Erfolgsaussicht seines Prozesskostenhilfeantrags mangels Statthaftigkeit der beabsichtigten Nichtzulassungsbeschwerde bzw. Rechtsbeschwerde hingewiesen worden ist, er jedoch mit Schreiben vom 21. September 2023 ausdrücklich um eine gerichtliche Entscheidung gebeten hat, war über den Antrag zu entscheiden. Dieser war zurückzuweisen, da zum Zwecke der Durchführung einer unstatthaften Nichtzulassungsbeschwerde oder einer unstatthaften Rechtsbeschwerde die Bewilligung von Prozesskostenhilfe von vorneherein nicht in Betracht kommt.
Mit der Bescheidung weiterer gleichgerichteter Eingaben in dieser Sache kann nicht gerechnet werden.
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