Admissibility of hearing objection against rejection of non-admission complaint: no independent right-to-be-heard violation from omission of reasons under § 544 Abs. 6 ZPO
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Bundesgerichtshof dismissed the applicant's hearing challenge (Anhörungsrüge) against its prior refusal to admit the revision, ordering the applicant to bear the costs. The dispute involved a procedural challenge where the applicant alleged a violation of the right to be heard (Art. 103 para. 1 GG) on the grounds that the court had omitted a detailed legal reasoning when rejecting the non-admission complaint. The court ruled the challenge inadmissible because it did not demonstrate a new, independent constitutional violation by the appellate court, holding that the exercise of the statutory exemption from providing a reasoned decision under § 544 para. 6 sentence 2 second half-sentence ZPO does not constitute a hearing violation; the court further noted that even if admissible, the challenge would be unfounded as the court had fully examined the arguments.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 103 Abs. 1 GG, § 97 Abs. 1 ZPO, § 97 Abs. 1 ZPO analog; Admissibility of hearing objection against rejection of non-admission complaint: no independent right-to-be-heard violation from omission of reasons under § 544 Abs. 6 ZPO: The dispute involved a procedural challenge where the applicant alleged a violation of the right to be heard (Art. 103 para. 1 GG) on the grounds that the court had omitted a detailed legal reasoning when rejecting the non-admission complaint. The court ruled the challenge inadmissible because it did not demonstrate a new, independent constitutional violation by the appellate court, holding that the exercise of the statutory exemption from providing a reasoned decision under § 544 para. 6 sentence 2 second half-sentence ZPO does not constitute a hearing violation; the court further noted that even if admissible, the challenge would be unfounded as the court had fully examined the arguments.
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KI-generiertBasis for the cost decision imposing the costs of the proceedings on the plaintiff.
Volltext
Zulässigkeit einer Anhörungsrüge gegen die Zurückweisung einer Nichtzulassungsbeschwerde: Darlegung einer eigenständigen Gehörsverletzung bei Absehen von Begründung
[TENOR]
Die Anhörungsrüge gegen den Senatsbeschluss vom 17. Dezember 2020 wird auf Kosten der Klägerin zurückgewiesen.
[GRUENDE]
I. Die Anhörungsrüge ist unzulässig.
1. Eine Anhörungsrüge muss Ausführungen dazu enthalten, aus welchen Umständen sich die entscheidungserhebliche Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durch das Gericht ergeben soll. Wendet sich die Anhörungsrüge gegen die Zurückweisung einer Nichtzulassungsbeschwerde, bedarf es dazu Ausführungen in Bezug auf die Entscheidung über die Nichtzulassung der Revision (BGH, Beschluss vom 19. März 2009 - V ZR 142/08, NJW 2009, 1609 Rn. 4). Die Anhörungsrüge ist insoweit nur zulässig, wenn die Entscheidung, die Revision nicht zuzulassen, das Verfahrensgrundrecht auf rechtliches Gehör neu und eigenständig verletzt (BVerfGE 107, 395, 410 [juris Rn. 48 f.]; BVerfG, NJW 2008, 2635, 2636 [juris Rn. 16 f.]; NJW 2011, 1497, 1498 [juris Rn. 19]; BGH, Beschluss vom 13. Dezember 2007 - I ZR 47/06, GRUR 2008, 932 Rn. 6 = WRP 2008, 956; Beschluss vom 17. Dezember 2015 - I ZR 256/14, juris Rn. 2; Beschluss vom 13. Februar 2019 - I ZR 192/17, juris Rn. 2). Eine Anhörungsrüge muss sich damit auseinandersetzen und in diesem Zusammenhang die Verletzung des Art. 103 Abs. 1 GG darlegen. Hierfür reicht eine schlichte Behauptung einer Gehörsverletzung nicht aus, sondern es ist vielmehr erforderlich, dass die Umstände vorgetragen werden, aus denen sich ergibt, dass der Bundesgerichtshof bei seiner Entscheidung das Vorbringen des Beschwerdeführers übergangen haben muss (vgl. BGH, NJW 2009, 1609 Rn. 9 f. mwN; BGH, Beschluss vom 17. Dezember 2015 - I ZR 256/14, juris Rn. 2; Beschluss vom 15. Februar 2018 - I ZR 216/16, juris Rn. 2; Beschluss vom 13. Februar 2019 - I ZR 192/17, juris Rn. 2).
2. Diesen Anforderungen wird die Anhörungsrüge nicht gerecht. Eine neue und eigenständige Gehörsverletzung kann nicht damit begründet werden, dass der Bundesgerichtshof von der vom Gesetzgeber in verfassungsrechtlich unbedenklicher Weise vorgesehenen Begründungserleichterung gemäß § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO Gebrauch gemacht hat (vgl. im Einzelnen BGH, NJW 2009, 1609 Rn. 6; BGH, Beschluss vom 15. August 2013 - I ZR 119/12, juris Rn. 6 bis 8; Beschluss vom 13. Februar 2019 - I ZR 192/17, juris Rn. 5).
II. Im Übrigen wäre die Anhörungsrüge auch unbegründet. Der Senat hat bei seiner Entscheidung vom 17. Dezember 2020 die Angriffe der Nichtzulassungsbeschwerde der Klägerin in vollem Umfang geprüft, jedoch sämtlich nicht für durchgreifend erachtet.
III. Die Kostenentscheidung beruht auf § 97 Abs. 1 ZPO analog.
Koch
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