Exclusion of employer-funded direct insurance surrender value from employee’s insolvency estate under occupational pension legislation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) dismissed the employee-plaintiff's application for legal aid to pursue a non-acceptance complaint, effectively upholding the lower court's rejection of his claim against the insurer. The dispute centered on whether the surrender value of a direct insurance policy, funded exclusively by the employer's contributions under a statutory occupational pension scheme, could be seized by a trustee for creditors following the employee's personal bankruptcy. The court held that the employee prevailed in principle against the employer regarding the pension right itself, but lost the procedural battle to access the asset, as the BGH determined that the surrender value formed solely from employer contributions is not part of the employee's insolvent estate. This outcome is grounded in the statutory prohibition on claiming the surrender value for employer-funded portions (§ 2 Abs. 2 Satz 5 BetrAVG), which triggers a conversion to premium-free insurance rather than a payout (§ 169 Abs. 1 VVG is inapplicable), and the principle that the pension benefit is protected from attachment both in individual enforcement (§ 851 Abs. 1 ZPO) and collective enforcement in bankruptcy (§ 36 Abs. 1 Satz 1 InsO) to preserve the purpose of occupational pension security.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 114 Satz 1 ZPO, § 851 Abs. 1 ZPO, § 36 Abs. 1 Satz 1 InsO; Exclusion of employer-funded direct insurance surrender value from employee’s insolvency estate under occupational pension legislation: The dispute centered on whether the surrender value of a direct insurance policy, funded exclusively by the employer's contributions under a statutory occupational pension scheme, could be seized by a trustee for creditors following the employee's personal bankruptcy. The court held that the employee prevailed in principle against the employer regarding the pension right itself, but lost the procedural battle to access the asset, as the BGH determined that the surrender value formed solely from employer contributions is not part of the employee's insolvent estate. This outcome is grounded in the statutory prohibition on claiming the surrender value for employer-funded portions (§ 2 Abs. 2 Satz 5 BetrAVG), which triggers a conversion to premium-free insurance rather than a payout (§ 169 Abs. 1 VVG is inapplicable), and the principle that the pension benefit is protected from attachment both in individual enforcement (§ 851 Abs. 1 ZPO) and collective enforcement in bankruptcy (§ 36 Abs. 1 Satz 1 InsO) to preserve the purpose of occupational pension security.
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KI-generiertMain ground for the dismissal of the application for legal aid, as the intended complaint lacks a sufficient prospect of success.
Volltext
Betriebliche Altersversorgung in der Insolvenz des Arbeitnehmers: Behandlung des Rückkaufswerts einer Direktversicherung
[LEITSATZ] Ist ein Arbeitnehmer nach Unverfallbarkeit seiner Anwartschaft Versicherungsnehmer einer Direktversicherung der betrieblichen Altersversorgung geworden, kann in dem Insolvenzverfahren über sein Vermögen der allein aus den Beiträgen seines Arbeitgebers gebildete Rückkaufswert nach Kündigung der Versicherung nicht zur Masse gezogen werden.
[TENOR] Der Antrag des Klägers auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für das Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde gegen den Beschluss des 20. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 5. Juli 2013 wird abgelehnt.
[GRUENDE] 1
Die beabsichtigte Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision bietet keine hinreichende Aussicht auf Erfolg (§ 114 Satz 1 ZPO). Das Berufungsgericht hat richtig entschieden. Der Kläger hat nach Kündigung der auf der Zusage einer betrieblichen Altersversorgung beruhenden Direktversicherung (§ 1b Abs. 2 des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung, fortan: BetrAVG) keinen Anspruch darauf, dass der beklagte Versicherer den Rückkaufswert an die Masse zahlt. Denn nach § 2 Abs. 2 Satz 5 BetrAVG darf der Rückkaufswert in Höhe des durch Beitragszahlungen des Arbeitgebers gebildeten geschäftsplanmäßigen Deckungskapitals oder, soweit die Berechnung des Deckungskapitals nicht zum Geschäftsplan gehört, des nach § 169 Abs. 3 und 4 VVG berechneten Wertes aufgrund einer Kündigung des Versicherungsvertrages nicht in Anspruch genommen werden; im Falle einer Kündigung wird die Versicherung in eine prämienfreie Versicherung umgewandelt; § 169 Abs. 1 VVG findet insoweit keine Anwendung. Zwischen den Parteien ist unstreitig, dass der Rückkaufswert allein auf Leistungen des Arbeitgebers beruht. Dass vorliegend nicht der ausgeschiedene Arbeitnehmer selbst, sondern nach Eröffnung des vereinfachten Insolvenzverfahrens über sein Vermögen der Treuhänder den Versicherungsvertrag gekündigt hat und die Zahlung des Rückkaufswerts verlangt, ändert angesichts der gesetzlichen Regelung nichts.
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Der Gesetzgeber wollte durch § 2 Abs. 2 Satz 4 und 5 BetrAVG erreichen, dass die bestehende Anwartschaft im Interesse des Versorgungszwecks aufrecht erhalten wird, und verhindern, dass der Arbeitnehmer die Anwartschaft liquidiert und für andere Zwecke verwendet. Das entspricht der Grundkonzeption der §§ 1b und 2 BetrAVG, die darauf ausgerichtet ist, die Versorgungsanwartschaft beim vorzeitigen Ausscheiden des Arbeitnehmers aufrecht zu erhalten und die Fälligkeit unangetastet zu lassen. Der Versorgungszweck der Anwartschaften soll möglichst lückenlos gesichert werden (BGH, Beschluss vom 11. November 2010 - VII ZB 87/09, WM 2010, 2366 Rn. 6). Mit diesen Verfügungsbeschränkungen korrespondiert ein Pfändungsverbot, § 851 Abs. 1 ZPO. Die Unpfändbarkeit gilt uneingeschränkt für die vor Verfügungen des Arbeitnehmers umfassend geschützte Versorgungsanwartschaft (BGH, aaO Rn. 7). Was für die Einzelvollstreckung gilt, verlangt über § 36 Abs. 1 Satz 1 InsO auch Geltung für die Gesamtvollstreckung. Diese Grundsätze ergeben sich hinreichend klar aus dem Gesetz und bedürfen keiner weiteren Bestätigung durch eine höchstrichterliche Entscheidung.
Kayser Gehrlein Fischer
Grupp Möhring