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8 AZR 4/25 (A) ECLI:DE:BAG:2025:240625.B.8AZR4.25A.0 KI-generiert

GDPR access rights: Non-material damages for delayed data access and resulting loss of control

Geschäftsnummer 8 AZR 4/25 (A)
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

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The Bundesarbeitsgericht (BAG) ordered the suspension of proceedings in a labor law revision case pending a preliminary ruling from the Court of Justice of the European Union (CJEU), resulting in no final adjudication on the merits or determination of prevailing parties. The dispute concerns a claim for non-material damages under data protection law arising from an alleged violation of the right to access personal data, specifically citing harm caused by the restriction of rights and loss of control over data processing. The suspension is based on the decisive relevance of questions referred by the German Federal Court of Justice (BGH) under Article 267 TFEU, which seek to clarify whether Article 82(1) and (2) of the GDPR grants a right to compensation for non-material damage resulting from delayed or incomplete access to data, and whether the uncertainty regarding data processing and the hindrance of verifying lawfulness constitute non-material damage per se.

Legislator-Regeste

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GDPR access rights: Non-material damages for delayed data access and resulting loss of control: The dispute concerns a claim for non-material damages under data protection law arising from an alleged violation of the right to access personal data, specifically citing harm caused by the restriction of rights and loss of control over data processing. The suspension is based on the decisive relevance of questions referred by the German Federal Court of Justice (BGH) under Article 267 TFEU, which seek to clarify whether Article 82(1) and (2) of the GDPR grants a right to compensation for non-material damage resulting from delayed or incomplete access to data, and whether the uncertainty regarding data processing and the hindrance of verifying lawfulness constitute non-material damage per se.

Schlagwörter

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Auskunftsrecht über Personendaten Datenbeschädigung Datenschutz Bearbeitung von Personendaten E-Justice Verletzung von Parteirechten
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 72 Abs. 5 ArbGG iVm. § 555 Abs. 1 ZPO und § 148 Abs. 1 ZPO analog

Procedural basis cited in the dispositive to order the suspension of proceedings pending a preliminary ruling from the Court of Justice of the European Union.

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Volltext

Datenschutz - Auskunftsanspruch nach Art. 15 DSGVO - Verletzung der Auskunftspflicht - immaterieller Schadenersatz - Vorabentscheidungsersuchen

[TENOR]

Die Verhandlung wird nach § 72 Abs. 5 ArbGG iVm. § 555 Abs. 1 ZPO und § 148 Abs. 1 ZPO analog bis zu einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union über das mit Beschluss vom 6. Mai 2025 (- VI ZR 53/23 -) eingeleitete Vorabentscheidungsersuchen des Bundesgerichtshofs ausgesetzt.

[GRUENDE]

I. Die Parteien streiten über einen Anspruch des Klägers auf immateriellen Schadenersatz gemäß Art. 82 Abs. 1 DSGVO wegen Verletzung des Auskunftsrechts nach Art. 15 DSGVO. Der Kläger hat sich ua. auf einen ihm entstandenen Schaden durch Einschränkung seiner Rechte aus der Datenschutz-Grundverordnung und einen Kontrollverlust berufen.

II. Die Verhandlung im vorliegenden Verfahren wird gemäß § 72 Abs. 5 ArbGG iVm. § 555 Abs. 1 ZPO und einer entsprechenden Anwendung von § 148 Abs. 1 ZPO bis zu einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union über das durch den Bundesgerichtshof mit Vorlagebeschluss vom 6. Mai 2025 (- VI ZR 53/23 -) an den Gerichtshof der Europäischen Union gestellte Vorabentscheidungsersuchen (Art. 267 AEUV) ausgesetzt.

1. Der Bundesgerichtshof hat dem Gerichtshof der Europäischen Union mit vorbezeichnetem Beschluss vom 6. Mai 2025 ua. folgende Fragen zur Vorabentscheidung nach Art. 267 AEUV vorgelegt:

„II.

...

2.

a)

Falls die Datenschutz-Grundverordnung anwendbar ist:

...

Sind die Regelungen in Art. 82 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1 DSGVO dahingehend zu verstehen, dass sie einer betroffenen Person auch wegen Verletzung ihres Auskunftsrechts nach Art. 15 DSGVO einen Anspruch auf Schadensersatz für den wegen einer verspäteten oder unvollständigen Auskunft entstandenen immateriellen Schaden einräumen?

3. Falls Frage 2 a) oder … bejaht wird:

Stellt bereits die mit einer Verletzung der Auskunftspflicht (nach Art. 15 DSGVO bzw. …) einhergehende Ungewissheit des Betroffenen über die Verarbeitung seiner personenbezogenen Daten und die daraus resultierende Hinderung daran, die Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung zu überprüfen und etwaige diesbezügliche Rechte geltend zu machen, einen immateriellen Schaden im Sinne von Art. 82 DSGVO bzw. … dar?“

2. Die Frage zu II 2 a) und - soweit sie sich auf die Auslegung von Art. 82 DSGVO bezieht - die Frage zu II 3 sind auch im vorliegenden Verfahren entscheidungserheblich. Der Senat hält es daher - nach Anhörung der Parteien, die insoweit ihr Einverständnis erklärt haben - für angemessen, die Verhandlung im vorliegenden Revisionsverfahren analog § 148 Abs. 1 ZPO wegen Vorgreiflichkeit der im Vorlageersuchen des Bundesgerichtshofs (- VI ZR 53/23 -) gestellten Fragen zu II 2 a) und zu II 3 bis zu einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union auszusetzen (zur Zulässigkeit dieser Vorgehensweise: vgl.

BAG 7. September 2021 - 9 AZR 3/21 (A) - Rn. 41 ff.; 28. Juli 2021 - 10 AZR 397/20 (A) - Rn. 14 ff. mwN, BAGE 175, 296; BGH 21. Februar 2023 - VI ZR 330/21 - Rn. 9 mwN).

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