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8 AZR 308/24 (A) ECLI:DE:BAG:2025:240625.B.8AZR308.24A.0 KI-generiert

GDPR: Prejudicial reference on non-material damages for breach of Article 15 access right under Article 82

Geschäftsnummer 8 AZR 308/24 (A)
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Labor Court (BAG) suspended the oral hearing in this revision proceeding pursuant to § 72(5) ArbGG in conjunction with §§ 555(1) and 148(1) ZPO, pending a ruling by the Court of Justice of the European Union on a preliminary reference filed by the Federal Court of Justice (BGH) on May 6, 2025. The case involves a claim for non-material damages under Article 82(1) GDPR arising from an alleged violation of the right to access personal data under Article 15 GDPR, where the plaintiff argued that the infringement caused a loss of control and restriction of rights. The suspension is based on the decisive legal questions of whether Article 82 GDPR grants a right to damages specifically for breaches of the access obligation and whether the mere uncertainty regarding data processing constitutes non-material damage, which are currently under preliminary review by the CJEU.

Legislator-Regeste

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GDPR: Prejudicial reference on non-material damages for breach of Article 15 access right under Article 82: The case involves a claim for non-material damages under Article 82(1) GDPR arising from an alleged violation of the right to access personal data under Article 15 GDPR, where the plaintiff argued that the infringement caused a loss of control and restriction of rights. The suspension is based on the decisive legal questions of whether Article 82 GDPR grants a right to damages specifically for breaches of the access obligation and whether the mere uncertainty regarding data processing constitutes non-material damage, which are currently under preliminary review by the CJEU.

Schlagwörter

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Auskunftsrecht über Personendaten Datenbeschädigung Vorlage zur Vorabentscheidung Bearbeitung von Personendaten E-Justice persönliche Anhörung
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 72 Abs. 5 ArbGG iVm. § 555 Abs. 1 ZPO und § 148 Abs. 1 ZPO analog

Procedural basis for suspending the oral proceedings pending the European Court of Justice's decision on the preliminary reference.

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Volltext

Datenschutz - Auskunftsanspruch nach Art. 15 DSGVO - Verletzung der Auskunftspflicht - immaterieller Schadenersatz - Vorabentscheidungsersuchen

[TENOR]

Die Verhandlung wird nach § 72 Abs. 5 ArbGG iVm. § 555 Abs. 1 ZPO und § 148 Abs. 1 ZPO analog bis zu einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union über das mit Beschluss vom 6. Mai 2025 (- VI ZR 53/23 -) eingeleitete Vorabentscheidungsersuchen des Bundesgerichtshofs ausgesetzt.

[GRUENDE]

I. Die Parteien streiten über einen Anspruch des Klägers auf immateriellen Schadenersatz gemäß Art. 82 Abs. 1 DSGVO wegen Verletzung des Auskunftsrechts nach Art. 15 DSGVO. Der Kläger hat sich ua. auf einen ihm entstandenen Schaden durch Einschränkung seiner Rechte aus der Datenschutz-Grundverordnung und einen Kontrollverlust berufen.

II. Die Verhandlung im vorliegenden Verfahren wird gemäß § 72 Abs. 5ArbGG iVm. § 555 Abs. 1 ZPO und einer entsprechenden Anwendung von § 148 Abs. 1 ZPO bis zu einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union über das durch den Bundesgerichtshof mit Vorlagebeschluss vom 6. Mai 2025 (- VI ZR 53/23 -) an den Gerichtshof der Europäischen Union gestellte Vorabentscheidungsersuchen (Art. 267 AEUV) ausgesetzt.

1. Der Bundesgerichtshof hat dem Gerichtshof der Europäischen Union mit Beschluss vom 6. Mai 2025 (- VI ZR 53/23 -) ua. folgende Fragen zur Vorabentscheidung nach Art. 267 AEUV vorgelegt:

„II.

...

2.

a)

Falls die Datenschutz-Grundverordnung anwendbar ist:

...

Sind die Regelungen in Art. 82 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1 DSGVO dahingehend zu verstehen, dass sie einer betroffenen Person auch wegen Verletzung ihres Auskunftsrechts nach Art. 15 DSGVO einen Anspruch auf Schadensersatz für den wegen einer verspäteten oder unvollständigen Auskunft entstandenen immateriellen Schaden einräumen?

3. Falls Frage 2 a) oder … bejaht wird:

Stellt bereits die mit einer Verletzung der Auskunftspflicht (nach Art. 15 DSGVO bzw. …) einhergehende Ungewissheit des Betroffenen über die Verarbeitung seiner personenbezogenen Daten und die daraus resultierende Hinderung daran, die Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung zu überprüfen und etwaige diesbezügliche Rechte geltend zu machen, einen immateriellen Schaden im Sinne von Art. 82 DSGVO bzw. … dar?“

2. Die Frage zu II 2 a) und - soweit sie sich auf die Auslegung von Art. 82 DSGVO bezieht - die Frage zu II 3 sind auch im vorliegenden Verfahren entscheidungserheblich. Der Senat hält es daher - nach Anhörung der Parteien - für angemessen, die Verhandlung im vorliegenden Revisionsverfahren analog § 148 Abs. 1 ZPO wegen Vorgreiflichkeit der im Vorlageersuchen des Bundesgerichtshofs (- VI ZR 53/23 -) gestellten Fragen zu II 2 a) und zu II 3 bis zu einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union auszusetzen (zur Zulässigkeit dieser Vorgehensweise: vgl.

BAG 7. September 2021 - 9 AZR 3/21 (A) - Rn. 41 ff.; 28. Juli 2021 - 10 AZR 397/20 (A) - Rn. 14 ff. mwN, BAGE 175, 296; BGH 21. Februar 2023 - VI ZR 330/21 - Rn. 9 mwN).

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