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6 AZN 56/23 (F) ECLI:DE:BAG:2023:210323.B.6AZN56.23F.0 KI-generiert

Further hearing objection against dismissal of prior hearing objection: inadmissibility under § 78a(4)(4) ArbGG

Geschäftsnummer 6 AZN 56/23 (F)
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Labour Court (BAG) dismissed the plaintiff’s second hearing objection (Anhörungsrüge) as inadmissible, ruling in favor of the procedural integrity of the prior decision dated January 12, 2023, which had already rejected an initial hearing objection. The dispute concerned a procedural challenge where the plaintiff, represented by counsel, attempted to file a subsequent objection against the dismissal of the first one, arguing a violation of the right to be heard. The court held that such a follow-up objection is statutorily impermissible under § 78a Abs. 4 Satz 4 ArbGG, which renders decisions on hearing objections non-appealable; this prohibition applies even if the initial objection was dismissed on procedural grounds without a substantive review. Consequently, the court found that the plaintiff’s legal representative failed to meet the minimal threshold of serious legal assessment required to file the second motion, and ordered the plaintiff to bear the costs of the proceedings pursuant to § 97 Abs. 1 ZPO.

Legislator-Regeste

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Further hearing objection against dismissal of prior hearing objection: inadmissibility under § 78a(4)(4) ArbGG: Vor dem Hintergrund dieser eindeutigen Rechtslage durfte der Prozessbevollmächtigte des Klägers eine weitere Anhörungsrüge nicht mehr ernsthaft für zulässig erachten (vgl. BVerfG 26. Februar 2008 - 1 BvR 2327/07 - Rn. 28 f. mwN).

Schlagwörter

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Verfahrensrügen Anspruch auf rechtliches Gehör Arbeitskampf Anfechtung von Zwischenentscheiden Ausstandsbegehren Revisionsgrund

Zitierte Rechtsprechung

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BVerfGE 107, 395
April 2003 - 1 PBvU 1/02 - zu C II 5 der Gründe, BVerfGE 107, 395).
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Volltext

Unstatthaftigkeit einer weiteren Anhörungsrüge

[TENOR]

Die weitere Anhörungsrüge des Klägers gegen den Beschluss des Senats vom 12. Januar 2023 - 6 AZN 678/22 (F) - wird auf seine Kosten als unzulässig verworfen.

[GRUENDE]

Die weitere Anhörungsrüge hat keinen Erfolg.

I. Die weitere Anhörungsrüge vom 31. Januar 2023 ist bereits unzulässig, weil ein erneuter Rechtsbehelf gegen einen Beschluss, mit dem eine Anhörungsrüge als unzulässig verworfen bzw. als unbegründet zurückgewiesen wurde, wegen der Unanfechtbarkeit dieser Entscheidung nach § 78a Abs. 4 Satz 4 ArbGG nicht statthaft ist (vgl. BAG 19. November 2014 - 10 AZN 618/14 (A) - Rn. 2 f.; zum wortgleichen § 321a Abs. 4 Satz 4 ZPO vgl. BGH 29. März 2022 - I ZR 196/15 - Rn. 1 mwN; 2. März 2015 - V ZR 219/13 - Rn. 3 mwN; 10. Februar 2012 - V ZR 8/10 - Rn. 2 f. mwN; zuvor schon BVerfG 26. April 2011 - 2 BvR 597/11 - Rn. 5 mwN; sh. auch BGH 12. Januar 2021 - 2 StR 45/20 - Rn. 2). Das gilt auch, wenn die Anhörungsrüge wegen Fristversäumung als unzulässig verworfen wird und keine inhaltliche Prüfung der gerügten Gehörsverletzung erfolgt ist (für § 321a Abs. 4 Satz 4 ZPO vgl. BGH 16. Februar 2021 - VI ZR 354/19 -; 13. September 2017 - IV ZR 391/16 - Rn. 2). Das Rechtsstaatsprinzip, dem § 78a ArbGG Rechnung trägt, verlangt nur, dem Rechtsuchenden die Möglichkeit zu gewähren, eine behauptete Verletzung des Art. 103 Abs. 1 GG einer einmaligen gerichtlichen Kontrolle zu unterziehen (vgl. BVerfG 30. April 2003 - 1 PBvU 1/02 - zu C II 5 der Gründe, BVerfGE 107, 395). Kommt diese Möglichkeit nicht zum Tragen, weil es dem Rechtsuchenden nicht gelingt, die gesetzlich vorgegebenen Formalien einzuhalten, ist das verfassungsrechtlich gebotene und vom Gesetzgeber eröffnete Mindestmaß an Rechtsschutz gewahrt. Darum tritt nunmehr das Gebot der Rechtssicherheit in den Vordergrund, welches ebenfalls im Rechtsstaatsprinzip verankert ist (BVerfG 30. April 2003 - 1 PBvU 1/02 - aaO).

Vor dem Hintergrund dieser eindeutigen Rechtslage durfte der Prozessbevollmächtigte des Klägers eine weitere Anhörungsrüge nicht mehr ernsthaft für zulässig erachten (vgl. BVerfG 26. Februar 2008 - 1 BvR 2327/07 - Rn. 28 f. mwN).

II. Der Kläger hat die Kosten des Rügeverfahrens nach § 97 Abs. 1 ZPO zu tragen.

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