Validity of unfair employer instructions and the employee's obligation to seek judicial review before disregarding performance specifications under § 106 GewO
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Fifth Senate of the Federal Labour Court (BAG) expressly abandoned its previous binding legal position established in its 2012 ruling (5 AZR 249/11), thereby prevelling in the abstract legal question posed by the Tenth Senate via a formal inquiry under § 45 Abs. 3 S 1 ArbGG. The dispute centered on the legal consequences of an employer's exercise of the right to issue instructions under § 106 GewO, specifically whether an employee is prohibited from disregarding an unfair but otherwise valid instruction and must instead seek judicial review before complying. While the prior doctrine held that the employee remained provisionally bound to the employer's performance specification pending a final court judgment, the court now reverses this view, signaling that the employee is no longer strictly required to adhere to an unfair instruction pending litigation. The decisive legal basis involves the interplay between the employer's right to issue instructions (§ 106 GewO) and the employee's right to challenge unfairness, formerly interpreted through the lens of § 315 Abs. 3 Satz 2 BGB, where the court now declines to maintain the requirement of prior judicial intervention to escape the instruction's binding effect.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 315 Abs. 3 Satz 2 BGB; Validity of unfair employer instructions and the employee's obligation to seek judicial review before disregarding performance specifications under § 106 GewO: Der Fünfte Senat hält an seiner im Urteil vom 22. Februar 2012 (- 5 AZR 249/11 - Rn. 24, BAGE 141, 34) vertretenen Auffassung, wonach sich ein Arbeitnehmer über eine unbillige Ausübung des Weisungsrechts - sofern sie nicht aus anderen Gründen unwirksam ist - nicht hinwegsetzen darf, sondern entsprechend § 315 Abs. 3 Satz 2 BGB die Gerichte für Arbeitssachen anrufen muss, nicht mehr fest.
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KI-generiertVolltext
Versetzung - Verbindlichkeit einer Weisung - Antwort auf Anfrage nach § 45 Abs 3 S 1 ArbGG
[LEITSATZ]
Der Fünfte Senat hält an seiner im Urteil vom 22. Februar 2012 (- 5 AZR 249/11 - Rn. 24, BAGE 141, 34) vertretenen Auffassung, wonach sich ein Arbeitnehmer über eine unbillige Ausübung des Weisungsrechts - sofern sie nicht aus anderen Gründen unwirksam ist - nicht hinwegsetzen darf, sondern entsprechend § 315 Abs. 3 Satz 2 BGB die Gerichte für Arbeitssachen anrufen muss, nicht mehr fest.
[TENOR]
Der Fünfte Senat hält an seiner im Urteil vom 22. Februar 2012 (- 5 AZR 249/11 - Rn. 24, BAGE 141, 34) vertretenen Auffassung, wonach sich ein Arbeitnehmer über eine unbillige Ausübung des Weisungsrechts - sofern sie nicht aus anderen Gründen unwirksam ist - nicht hinwegsetzen darf, sondern entsprechend § 315 Abs. 3 Satz 2 BGB die Gerichte für Arbeitssachen anrufen muss, nicht mehr fest.
[GRUENDE]
I. Der Zehnte Senat hat gemäß § 45 Abs. 3 Satz 1 ArbGG angefragt, ob der Fünfte Senat an seiner Rechtsauffassung zur Verbindlichkeit von Weisungen des Arbeitgebers im Anwendungsbereich des § 106 GewO festhält (Beschluss vom 14. Juni 2017 - 10 AZR 330/16 (A) -). Der Fünfte Senat hat bisher angenommen, dass sich ein Arbeitnehmer über eine unbillige Ausübung des Weisungsrechts - sofern sie nicht aus anderen Gründen unwirksam sei - nicht hinwegsetzen dürfe, sondern entsprechend § 315 Abs. 3 Satz 2 BGB die Gerichte für Arbeitssachen anrufen müsse. Wegen der das Arbeitsverhältnis prägenden Weisungsgebundenheit sei der Arbeitnehmer an die durch die Ausübung des Weisungsrechts erfolgte Konkretisierung ua. des Inhalts der Arbeitsleistung vorläufig gebunden, bis durch ein rechtskräftiges Urteil die Unverbindlichkeit der Leistungsbestimmung feststehe (BAG 22. Februar 2012 - 5 AZR 249/11 - Rn. 24, BAGE 141, 34).
II. Daran hält der Senat nicht mehr fest. Von einer Begründung wird im Hinblick auf die Ausführungen des Zehnten Senats im vorgenannten Beschluss vom 14. Juni 2017 (- 10 AZR 330/16 (A) - Rn. 61) abgesehen.
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