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5 AZR 136/15 ECLI:DE:BAG:2015:161215.U.5AZR136.15.0 KI-generiert

Calculation of transfer pay net of short-time work benefits in transferred employment relationships

Geschäftsnummer 5 AZR 136/15
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Labor Court dismissed the plaintiff's revision, leaving the lower courts' dismissal of the claim in force and ordering the plaintiff to bear the costs of the revision. The dispute concerned the calculation of transfer pay in a transferred employment relationship, specifically whether the employer must pay a gross transfer wage equal to a reference gross income figure (75% of the 13.5 times the last average monthly gross income divided by twelve) with short-time work benefits deducted, or whether the calculation method applied by the employer—ensuring the net income matched the reference net income after tax and social security deductions—was correct. The court held that the plaintiff had no claim to topping up short-time work benefits to the reference gross amount, no right to additional payroll statements prior to payment under § 108 para. 1 of the Works Council Act, and no claim for indemnification or protection from disadvantages, as the employer's calculation of the payment claims was legally correct.

Legislator-Regeste

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§ 97 Abs. 1 ZPO; Calculation of transfer pay net of short-time work benefits in transferred employment relationships: The dispute concerned the calculation of transfer pay in a transferred employment relationship, specifically whether the employer must pay a gross transfer wage equal to a reference gross income figure (75% of the 13.5 times the last average monthly gross income divided by twelve) with short-time work benefits deducted, or whether the calculation method applied by the employer—ensuring the net income matched the reference net income after tax and social security deductions—was correct. The court held that the plaintiff had no claim to topping up short-time work benefits to the reference gross amount, no right to additional payroll statements prior to payment under § 108 para. 1 of the Works Council Act, and no claim for indemnification or protection from disadvantages, as the employer's calculation of the payment claims was legally correct.

Schlagwörter

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Übergang des Arbeitsverhältnisses Zahlung der Leistungen Soziale Transfertleistungen Einkommensberechnung Lohnrückbehalt Kurzarbeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 97 Abs. 1 ZPO

Basis for the order that the plaintiff bears the costs of the revision.

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Volltext

1. Die Revision des Klägers gegen das Urteil des Landesarbeitsgerichts München vom 24. Februar 2015 - 9 Sa 657/14 - wird zurückgewiesen.

2. Der Kläger hat die Kosten der Revision zu tragen.

[TATBESTAND]

Die Parteien streiten über die Höhe des Entgelts im Transferarbeitsverhältnis (Transferentgelt) sowie über Abrechnung und Freistellung.

Der Kläger war bis zum 31. August 2012 bei der N S N GmbH & Co. KG (im Folgenden NSN) in deren Betrieb Region O beschäftigt. Die beklagte N S N Tg mbH (NSN TG) ist eine von NSN finanzierte Transfergesellschaft, zu der der Kläger seit dem 1. September 2012 in einem Transferarbeitsverhältnis stand. Die Beklagte berechnete für den Zeitraum der Bewilligung von Transferkurzarbeitergeld das monatliche Transferentgelt des Klägers so, dass die Summe von Transferkurzarbeitergeld und Zuschuss dem Betrag entsprach, den der Kläger auf Basis des Referenzbruttoentgelts (75 vH des 13,5-fachen Betrags des zuletzt bei NSN bezogenen Bruttomonatseinkommens dividiert durch zwölf) nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen als Nettoentgelt erhalten hätte.

Mit der Klage verlangt der Kläger ein Bruttotransferentgelt in Höhe des Referenzbruttoentgelts. Hiervon dürfe das bezogene Transferkurzarbeitergeld in Abzug gebracht werden. Wegen ihres vertragswidrigen Verhaltens sei die Beklagte verpflichtet, ihn von den Nachteilen freizustellen, die ihm durch die unzutreffende Berechnung und Zahlung der Vergütung entstünden.

Der Kläger hat, soweit für die Revision von Bedeutung, zuletzt sinngemäß beantragt, die Beklagte zur Zahlung des von ihm errechneten Differenzbetrags, Erteilung entsprechender Abrechnungen und Freistellung von Nachteilen zu verurteilen.

Im Ergebnis haben die Vorinstanzen die Klage abgewiesen. Mit der vom Landesarbeitsgericht zugelassenen Revision verfolgt der Kläger seine Klageforderungen weiter.

[ENTSCHEIDUNGSGRUENDE]

Die Revision des Klägers ist unbegründet.

I. Der Kläger hat keinen Anspruch auf Aufstockung des Transferkurzarbeitergeldes auf das monatliche Referenzbruttoentgelt. Dies hat der Senat in seinem am heutigen Tag ergangenen Urteil in einem Parallelverfahren (- 5 AZR 567/14 - Rn. 10 ff.) entschieden, auf dessen Begründung verwiesen wird.

II. Der Kläger hat keinen Anspruch auf Erteilung weiterer Lohnabrechnungen. Abrechnungen über geleistete Zahlungen hat die Beklagte erteilt. Einen Abrechnungsanspruch „vor Zahlung“ begründet § 108 Abs. 1 GewO nicht.

III. Da die Beklagte die Zahlungsansprüche des Klägers zutreffend berechnet hat, stehen ihm die erhobenen Freistellungsansprüche nicht zu. Auch insoweit wird zur Begründung auf die vorgenannte Senatsentscheidung vom heutigen Tag (- 5 AZR 567/14 - Rn. 37 ff.) verwiesen.

IV. Die Kostenentscheidung folgt aus § 97 Abs. 1 ZPO.

Biebl

Weber

Volk

Zoller

Jungbluth