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5 AZR 793/14 ECLI:DE:BAG:2015:161215.U.5AZR793.14.0 KI-generiert

Transfer wage calculation: No claim to supplement short-time work allowance to gross reference wage

Geschäftsnummer 5 AZR 793/14
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Labour Court (BAG) dismissed the employee's appeal, upholding the lower courts' decisions and leaving the transfer company as the prevailing party. The dispute concerned the calculation of the monthly transfer wage in a transitional employment relationship, specifically whether the gross transfer wage should be set at the reference gross amount (75% of the 13.5-month average gross income) with short-time work allowance deducted, or whether the company was obligated to supplement the short-time work allowance to reach the reference gross amount. The court held that the employee had no claim to such a gross supplement to the short-time work allowance, no claim for alternative payroll statements prior to payment, and no claim for indemnification against disadvantages, as the company had correctly calculated and paid the wages according to the agreed scheme. The decisive legal bases included the interpretation of the transfer employment contract regarding the "reference gross wage" and the statutory wage statement requirements under § 108 Abs. 1 of the Factory Constitution Act (GewO).

Legislator-Regeste

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§ 97 Abs. 1 ZPO; Transfer wage calculation: No claim to supplement short-time work allowance to gross reference wage: The dispute concerned the calculation of the monthly transfer wage in a transitional employment relationship, specifically whether the gross transfer wage should be set at the reference gross amount (75% of the 13.5-month average gross income) with short-time work allowance deducted, or whether the company was obligated to supplement the short-time work allowance to reach the reference gross amount. The court held that the employee had no claim to such a gross supplement to the short-time work allowance, no claim for alternative payroll statements prior to payment, and no claim for indemnification against disadvantages, as the company had correctly calculated and paid the wages according to the agreed scheme. The decisive legal bases included the interpretation of the transfer employment contract regarding the "reference gross wage" and the statutory wage statement requirements under § 108 Abs. 1 of the Factory Constitution Act (GewO).

Schlagwörter

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Bruttolohn Übergang des Arbeitsverhältnisses Einkommensberechnung Lohnzuschlag Kurzarbeit Arbeitszeugnis
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 97 Abs. 1 ZPO

Cited in the second order to justify the allocation of the costs of the revision to the losing plaintiff.

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Volltext

1. Die Revision des Klägers gegen das Urteil des Landesarbeitsgerichts München vom 20. August 2014 - 5 Sa 211/14 - wird zurückgewiesen.

2. Der Kläger hat die Kosten der Revision zu tragen.

[TATBESTAND]

Die Parteien streiten über die Höhe des Entgelts im Transferarbeitsverhältnis (Transferentgelt) sowie über Abrechnung und Freistellung.

Der Kläger war bis zum 31. August 2012 bei der N S N GmbH & Co. KG (im Folgenden NSN) in deren Betrieb Region S beschäftigt. Die beklagte N S N Tg mbH (NSN TG) ist eine von NSN finanzierte Transfergesellschaft, zu der der Kläger seit dem 1. September 2012 in einem Transferarbeitsverhältnis stand. Die Beklagte berechnete für den Zeitraum der Bewilligung von Transferkurzarbeitergeld das monatliche Transferentgelt des Klägers so, dass die Summe von Transferkurzarbeitergeld und Zuschuss dem Betrag entsprach, den der Kläger auf Basis des Referenzbruttoentgelts (75 vH des 13,5-fachen Betrags des zuletzt bei NSN bezogenen Bruttomonatseinkommens dividiert durch zwölf) nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen als Nettoentgelt erhalten hätte.

Mit der Klage verlangt der Kläger ein Bruttotransferentgelt in Höhe des Referenzbruttoentgelts. Hiervon dürfe das bezogene Transferkurzarbeitergeld in Abzug gebracht werden. Wegen ihres vertragswidrigen Verhaltens sei die Beklagte verpflichtet, ihn von den Nachteilen freizustellen, die ihm durch die unzutreffende Berechnung und Zahlung der Vergütung entstünden.

Der Kläger hat, soweit für die Revision von Bedeutung, zuletzt sinngemäß beantragt, die Beklagte zur Zahlung des von ihm errechneten Differenzbetrags, Erteilung entsprechender Abrechnungen und Freistellung von Nachteilen zu verurteilen.

Im Ergebnis haben die Vorinstanzen die Klage abgewiesen. Mit der vom Landesarbeitsgericht zugelassenen Revision verfolgt der Kläger seine Klageforderungen weiter.

[ENTSCHEIDUNGSGRUENDE]

Die Revision des Klägers ist unbegründet.

I. Der Kläger hat keinen Anspruch auf Aufstockung des Transferkurzarbeitergelds auf das monatliche Referenzbruttoentgelt. Dies hat der Senat in seinem am heutigen Tag ergangenen Urteil in einem Parallelverfahren (- 5 AZR 567/14 - Rn. 10 ff.) entschieden, auf dessen Begründung verwiesen wird.

II. Der Kläger hat keinen Anspruch auf Erteilung weiterer Lohnabrechnungen. Abrechnungen über geleistete Zahlungen hat die Beklagte erteilt. Einen Abrechnungsanspruch „vor Zahlung“ begründet § 108 Abs. 1 GewO nicht.

III. Da die Beklagte die Zahlungsansprüche des Klägers zutreffend berechnet hat, stehen ihm die erhobenen Freistellungsansprüche nicht zu. Auch insoweit wird zur Begründung auf die vorgenannte Senatsentscheidung vom heutigen Tag (- 5 AZR 567/14 - Rn. 37 ff.) verwiesen.

IV. Die Kostenentscheidung folgt aus § 97 Abs. 1 ZPO.

Biebl

Weber

Volk

Zoller

Jungbluth