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5 AZR 17/15 ECLI:DE:BAG:2015:161215.U.5AZR17.15.0 KI-generiert

Transfer wage calculation: no claim to gross-up transfer short-time allowance to reference gross wage, and no right to pre-payment payroll statements under § 108 Abs. 1 GewO

Geschäftsnummer 5 AZR 17/15
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Labour Court (BAG) dismissed the employee's revision, upholding the lower courts' dismissal of the claims and ordering the employee to bear the revision costs. The dispute concerned the calculation of transfer wages in a temporary employment agreement managed by a transfer company, where the employee claimed the gross transfer wage should equal the full reference gross wage with transfer short-time allowance deducted, and further sought correct payroll statements and compensation for disadvantages arising from alleged erroneous calculations. The court held that no claim exists for supplementing transfer short-time allowance to the full reference gross wage, established that Section 108(1) of the Factory Constitution Act does not grant a right to pre-payment payroll statements, and ruled that since the employer's payment calculations were correct, no claim for compensation of disadvantages existed.

Legislator-Regeste

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§ 97 Abs. 1 ZPO; Transfer wage calculation: no claim to gross-up transfer short-time allowance to reference gross wage, and no right to pre-payment payroll statements under § 108 Abs. 1 GewO: The dispute concerned the calculation of transfer wages in a temporary employment agreement managed by a transfer company, where the employee claimed the gross transfer wage should equal the full reference gross wage with transfer short-time allowance deducted, and further sought correct payroll statements and compensation for disadvantages arising from alleged erroneous calculations. The court held that no claim exists for supplementing transfer short-time allowance to the full reference gross wage, established that Section 108(1) of the Factory Constitution Act does not grant a right to pre-payment payroll statements, and ruled that since the employer's payment calculations were correct, no claim for compensation of disadvantages existed.

Schlagwörter

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Bruttolohn Lohnzuschlag voller Ersatz Arbeitskampf Arbeitszeugnis Kostenberechnung
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 97 Abs. 1 ZPO

Provision cited in the dispositive to determine the allocation of legal costs, requiring the appellant to bear the costs of the revision.

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Volltext

1. Die Revision des Klägers gegen das Urteil des Landesarbeitsgerichts München vom 26. November 2014 - 10 Sa 384/14 - wird zurückgewiesen.

2. Der Kläger hat die Kosten der Revision zu tragen.

[TATBESTAND]

Die Parteien streiten über die Höhe des Entgelts im Transferarbeitsverhältnis (Transferentgelt) sowie über Abrechnung und Freistellung.

Der Kläger war bis zum 31. August 2012 bei der N S N GmbH & Co. KG (im Folgenden NSN) in deren Betrieb Region O beschäftigt. Die beklagte N S N Tg mbH (NSN TG) ist eine von NSN finanzierte Transfergesellschaft, zu der der Kläger seit dem 1. September 2012 in einem Transferarbeitsverhältnis stand. Die Beklagte berechnete für den Zeitraum der Bewilligung von Transferkurzarbeitergeld das monatliche Transferentgelt des Klägers so, dass die Summe von Transferkurzarbeitergeld und Zuschuss dem Betrag entsprach, den der Kläger auf Basis des Referenzbruttoentgelts (75 vH des 13,5-fachen Betrags des zuletzt bei NSN bezogenen Bruttomonatseinkommens dividiert durch zwölf) nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen als Nettoentgelt erhalten hätte.

Mit der Klage verlangt der Kläger ein Bruttotransferentgelt in Höhe des Referenzbruttoentgelts. Hiervon dürfe das bezogene Transferkurzarbeitergeld in Abzug gebracht werden. Wegen ihres vertragswidrigen Verhaltens sei die Beklagte verpflichtet, ihn von den Nachteilen freizustellen, die ihm durch die unzutreffende Berechnung und Zahlung der Vergütung entstünden.

Der Kläger hat, soweit für die Revision von Bedeutung, zuletzt sinngemäß beantragt, die Beklagte zur Zahlung des von ihm errechneten Differenzbetrags, Erteilung entsprechender Abrechnungen und Freistellung von Nachteilen zu verurteilen.

Im Ergebnis haben die Vorinstanzen die Klage abgewiesen. Mit der vom Landesarbeitsgericht zugelassenen Revision verfolgt der Kläger seine Klageforderungen weiter.

[ENTSCHEIDUNGSGRUENDE]

Die Revision des Klägers ist unbegründet.

I. Der Kläger hat keinen Anspruch auf Aufstockung des Transferkurzarbeitergeldes auf das monatliche Referenzbruttoentgelt. Dies hat der Senat in seinem am heutigen Tag ergangenen Urteil in einem Parallelverfahren (- 5 AZR 567/14 - Rn. 10 ff.) entschieden, auf dessen Begründung verwiesen wird.

II. Der Kläger hat keinen Anspruch auf Erteilung weiterer Lohnabrechnungen. Abrechnungen über geleistete Zahlungen hat die Beklagte erteilt. Einen Abrechnungsanspruch „vor Zahlung“ begründet § 108 Abs. 1 GewO nicht.

III. Da die Beklagte die Zahlungsansprüche des Klägers zutreffend berechnet hat, stehen ihm die erhobenen Freistellungsansprüche nicht zu. Auch insoweit wird zur Begründung auf die vorgenannte Senatsentscheidung vom heutigen Tag (- 5 AZR 567/14 - Rn. 37 ff.) verwiesen.

IV. Die Kostenentscheidung folgt aus § 97 Abs. 1 ZPO.

Biebl

Weber

Volk

Zoller

Jungbluth