Transfer compensation: no right to top up short-time work allowance to reference gross wage; no pre-payment payroll statement obligation under § 108(1) GewO
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe German Federal Labour Court dismissed the plaintiff's revision, rejecting his claims and ordering him to bear the appellate costs, thereby upholding the lower court's decision in favor of the defendant. The dispute concerned the calculation of transfer compensation in a transfer employment relationship, where the plaintiff argued that his gross monthly transfer salary should be based on the reference gross wage with short-time work allowance deducted, and sought an order for the employer to issue separate payroll statements and indemnify him for disadvantages caused by alleged incorrect calculations. The court held that there was no right to have short-time work allowance topped up to the reference gross wage, that Section 108(1) of the Works Constitution Act does not mandate payroll statements prior to payment, and that the employer's calculations were legally correct; consequently, the defendant was not liable for any disadvantageary effects.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 97 Abs. 1 ZPO; Transfer compensation: no right to top up short-time work allowance to reference gross wage; no pre-payment payroll statement obligation under § 108(1) GewO: The dispute concerned the calculation of transfer compensation in a transfer employment relationship, where the plaintiff argued that his gross monthly transfer salary should be based on the reference gross wage with short-time work allowance deducted, and sought an order for the employer to issue separate payroll statements and indemnify him for disadvantages caused by alleged incorrect calculations. The court held that there was no right to have short-time work allowance topped up to the reference gross wage, that Section 108(1) of the Works Constitution Act does not mandate payroll statements prior to payment, and that the employer's calculations were legally correct; consequently, the defendant was not liable for any disadvantageary effects.
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KI-generiertProvision cited in the dispositive to determine the allocation of the costs of the revision to the plaintiff.
Volltext
1. Die Revision des Klägers gegen das Urteil des Landesarbeitsgerichts München vom 12. November 2014 - 11 Sa 538/14 - wird zurückgewiesen.
2. Der Kläger hat die Kosten der Revision zu tragen.
[TATBESTAND]
Die Parteien streiten über die Höhe des Entgelts im Transferarbeitsverhältnis (Transferentgelt) sowie über Abrechnung und Freistellung.
Der Kläger war bis zum 30. September 2012 bei der N S N GmbH & Co. KG (im Folgenden NSN) in deren Betrieb Region N beschäftigt. Die beklagte N S N Tg mbH (NSN TG) ist eine von NSN finanzierte Transfergesellschaft, zu der der Kläger seit dem 1. Oktober 2012 in einem Transferarbeitsverhältnis stand. Die Beklagte berechnete für den Zeitraum der Bewilligung von Transferkurzarbeitergeld das monatliche Transferentgelt des Klägers so, dass die Summe von Transferkurzarbeitergeld und Zuschuss dem Betrag entsprach, den der Kläger auf Basis des Referenzbruttoentgelts (75 vH des 13,5-fachen Betrags des zuletzt bei NSN bezogenen Bruttomonatseinkommens dividiert durch zwölf) nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen als Nettoentgelt erhalten hätte.
Mit der Klage verlangt der Kläger ein Bruttotransferentgelt in Höhe des Referenzbruttoentgelts. Hiervon dürfe das bezogene Transferkurzarbeitergeld in Abzug gebracht werden. Wegen ihres vertragswidrigen Verhaltens sei die Beklagte verpflichtet, ihn von den Nachteilen freizustellen, die ihm durch die unzutreffende Berechnung und Zahlung der Vergütung entstünden.
Der Kläger hat, soweit für die Revision von Bedeutung, zuletzt sinngemäß beantragt, die Beklagte zur Zahlung des von ihm errechneten Differenzbetrags, Erteilung entsprechender Abrechnungen und Freistellung von Nachteilen zu verurteilen.
Im Ergebnis haben die Vorinstanzen die Klage abgewiesen. Mit der vom Landesarbeitsgericht zugelassenen Revision verfolgt der Kläger seine Klageforderungen weiter.
[ENTSCHEIDUNGSGRUENDE]
Die Revision des Klägers ist unbegründet.
I. Der Kläger hat keinen Anspruch auf Aufstockung des Transferkurzarbeitergeldes auf das monatliche Referenzbruttoentgelt. Dies hat der Senat in seinem am heutigen Tag ergangenen Urteil in einem Parallelverfahren (- 5 AZR 567/14 - Rn. 10 ff.) entschieden, auf dessen Begründung verwiesen wird.
II. Der Kläger hat keinen Anspruch auf Erteilung weiterer Lohnabrechnungen. Abrechnungen über geleistete Zahlungen hat die Beklagte erteilt. Einen Abrechnungsanspruch „vor Zahlung“ begründet § 108 Abs. 1 GewO nicht.
III. Da die Beklagte die Zahlungsansprüche des Klägers zutreffend berechnet hat, stehen ihm die erhobenen Freistellungsansprüche nicht zu. Auch insoweit wird zur Begründung auf die vorgenannte Senatsentscheidung vom heutigen Tag (- 5 AZR 567/14 - Rn. 37 ff.) verwiesen.
IV. Die Kostenentscheidung folgt aus § 97 Abs. 1 ZPO.
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Volk
Zoller
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