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2 AZR 668/10 (A) KI-generiert

Valuation of continued employment claims as improper auxiliary requests in dismissal protection proceedings under § 45 Abs. 1 GKG

Geschäftsnummer 2 AZR 668/10 (A)
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Labour Court’s 2nd Senate rejected the opposing party’s objection to a previous decision, upholding the set value in dispute at 15,000 euros for the revision proceedings. The case involved a challenge to the calculation of the subject matter value in a dispute concerning an application for protection against dismissal and a request for continued employment. The court determined that the claim for temporary continued employment until the final judgment did not increase the subject matter value because it was classified as an "improper auxiliary request" (*uneigentlicher Hilfsantrag*). Legally, under § 45(1) sentence 2 of the Courts and Fees Act (GKG), such auxiliary claims are only added to the main claim's value if a decision is actually rendered on them; since no such decision was made in the revision instance, the value remained limited to the quarterly gross salary of one quarter, corresponding to the main dismissal protection claim.

Legislator-Regeste

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§ 45 Abs. 1 Satz 2 GKG; Valuation of continued employment claims as improper auxiliary requests in dismissal protection proceedings under § 45 Abs. 1 GKG: The case involved a challenge to the calculation of the subject matter value in a dispute concerning an application for protection against dismissal and a request for continued employment. The court determined that the claim for temporary continued employment until the final judgment did not increase the subject matter value because it was classified as an "improper auxiliary request" (*uneigentlicher Hilfsantrag*). Legally, under § 45(1) sentence 2 of the Courts and Fees Act (GKG), such auxiliary claims are only added to the main claim's value if a decision is actually rendered on them; since no such decision was made in the revision instance, the value remained limited to the quarterly gross salary of one quarter, corresponding to the main dismissal protection claim.

Schlagwörter

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Kündigungsschutz Streitwert Arbeitskampf Revision eines Entscheids Schutz des Euro Wertschöpfung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§ 45 Abs. 1 Satz 2 GKG
Cited in the operative text to justify the exclusion of the auxiliary claim from the dispute value calculation.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 45 Abs. 1 Satz 2 GKG

Cited in the operative text to justify the exclusion of the auxiliary claim from the dispute value calculation.

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Volltext

Streitwert - Antrag auf vorläufige Weiterbeschäftigung - uneigentlicher Hilfsantrag

[TENOR]

Die Gegenvorstellung des Prozessbevollmächtigten des Klägers vom 10. August 2011 gegen den Streitwertbeschluss vom 18. Juli 2011 wird zurückgewiesen.

[GRUENDE]

1. Der Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit im Revisionsverfahren beträgt 15.000,00 Euro. Gegenstand des Revisionsverfahrens war ein Kündigungsschutzantrag iSv. § 42 Abs. 3 GKG. Der festgesetzte Betrag entspricht dem Arbeitsentgelt des Klägers für die Dauer eines Vierteljahres.

2. Der weitere Antrag des Klägers, ihn zu den Bedingungen des Arbeitsvertrags als Filialleiter bis zur rechtskräftigen Entscheidung über den Kündigungsschutzantrag tatsächlich weiterzubeschäftigen, hat den Streitwert in der Revisionsinstanz nicht erhöht.

Der Antrag ist als „uneigentlicher“ Hilfsantrag zu verstehen. Das gilt trotz des Umstands, dass er nicht ausdrücklich als Hilfsantrag bezeichnet wurde. Ein Antrag auf vorläufige Weiterbeschäftigung für die Dauer des Kündigungsschutzverfahrens kann überhaupt nur Erfolg haben, wenn dem Kündigungsschutzbegehren Erfolg beschieden war. Es entspräche damit in keiner Weise den Interessen des klagenden Arbeitnehmers, würde der Antrag auf vorläufige Weiterbeschäftigung ohne diese Bedingung gestellt. Von seiner Unbedingtheit könnte deshalb nur ausgegangen werden, wenn umgekehrt gerade der Wille, einen unbedingten Antrag zu stellen, ausdrücklich erklärt worden wäre.

Gem. § 45 Abs. 1 Satz 2 GKG wird ein hilfsweise geltend gemachter Anspruch mit dem Hauptanspruch nur zusammengerechnet, soweit eine Entscheidung über ihn ergeht. Das war in der Revisionsinstanz nicht der Fall.

3. Der Streitwert des mitverglichenen Verfahrens vor dem Arbeitsgericht H hat sich durch den dort gestellten Antrag auf vorläufige Weiterbeschäftigung ebenfalls nicht erhöht. Auch dieser Antrag ist als „uneigentlicher“ Hilfsantrag anzusehen, über den eine gerichtliche Entscheidung nicht ergangen ist.

Kreft

Rachor

Schmitz-Scholemann