Landfriedensbruch: Exclusion of concurrent property damage conviction via statutory concurrence
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) dismissed the defendant’s appeal as unfounded, except for modifying the judgment to delete the conviction for property damage while leaving the remaining conviction and sentence intact. The case concerned a juvenile charged with breaching the public peace and property damage arising from the same act; the defense challenged the procedural validity of evidence use and the substantive legal qualification of the offenses. The court held that property damage under § 303 StGB is subsumed by the "violent acts against property" variant of breaching the public peace (§ 125(1) No. 1 StGB) under the principle of statutory concurrence (Gesetzeskonkurrenz), rendering the separate conviction for property damage legally improper. Although the property damage conviction was removed, the sentencing outcome was unchanged because the removed offense would still be considered as an aggravating factor in determining the penalty for the remaining principal offense.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO, § 125 Abs. 1 Nr. 1 StGB, § 303 StGB, § 354 Abs. 1 StPO, § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO, §§ 74, 109 Abs. 2 JGG; Landfriedensbruch: Exclusion of concurrent property damage conviction via statutory concurrence: The case concerned a juvenile charged with breaching the public peace and property damage arising from the same act; the defense challenged the procedural validity of evidence use and the substantive legal qualification of the offenses. The court held that property damage under § 303 StGB is subsumed by the "violent acts against property" variant of breaching the public peace (§ 125(1) No. 1 StGB) under the principle of statutory concurrence (Gesetzeskonkurrenz), rendering the separate conviction for property damage legally improper. Although the property damage conviction was removed, the sentencing outcome was unchanged because the removed offense would still be considered as an aggravating factor in determining the penalty for the remaining principal offense.
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KI-generiertProvisions cited in the dispositive to justify waiving the imposition of costs and expenses on the defendant.
Volltext
Landfriedensbruch: Gesetzeskonkurrenz bei Zusammentreffen mit Sachbeschädigung
[TENOR]
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Dortmund vom 30. April 2014 wird mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass die tateinheitliche Verurteilung wegen Sachbeschädigung entfällt.
Es wird davon abgesehen, dem Angeklagten die Kosten und Auslagen des Revisionsverfahrens aufzuerlegen (§§ 74, 109 Abs. 2 JGG).
[GRUENDE]
Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Landfriedensbruchs in Tateinheit mit Sachbeschädigung unter Einbeziehung einer rechtskräftigen Vorverurteilung zu der Einheitsjugendstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt und die Vollstreckung der Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Die hiergegen gerichtete, auf die Verletzung formellen und materiellen Rechts gestützte Revision des Angeklagten erzielt lediglich den aus dem Tenor ersichtlichen geringfügigen Teilerfolg; im Übrigen erweist sich das Rechtsmittel als unbegründet im Sinne des § 349 Abs. 2 StPO.
1. Der Schuldspruch wegen Sachbeschädigung – tateinheitlich neben Landfriedensbruch gemäß § 125 Abs. 1 Nr. 1 StGB – begegnet durchgreifenden rechtlichen Bedenken. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs tritt § 303 StGB hinter die auch hier verwirklichte Variante der "Gewalttätigkeiten gegen Sachen" in Gesetzeskonkurrenz zurück (vgl. BGH, Urteil vom 7. Mai 1968 – 5 StR 699/67, bei Dallinger, MDR 1968, 727; Beschluss vom 9. September 1997 – 1 StR 730/96, BGHSt 43, 237, 238; ebenso OLG Karlsruhe, NJW 1979, 2415, 2416). Der Senat hat den Schuldspruch entsprechend geändert (§ 349 Abs. 4, § 354 Abs. 1 StPO). Er schließt aus, dass das Landgericht bei zutreffender Beurteilung des Konkurrenzverhältnisses eine mildere Strafe gegen den Angeklagten verhängt hätte. Es hat zwar die Verwirklichung des Tatbestands der Sachbeschädigung als Strafschärfungsgrund angeführt. Dies trifft aber auch auf ein gesetzeskonkurrierendes Delikt zu; im Übrigen darf auch ein solches Delikt strafschärfend herangezogen werden.
2. Ergänzend bemerkt der Senat:
Die Verfahrensrügen unter Ziff. I.2 (Revisionsbegründung des Rechtsanwalts F. , Seite 2 bis 8) sind nicht zulässig ausgeführt (§ 344 Abs. 2 Satz 2 StPO). Unter anderem fehlt die Vorlage des auf die Anfrage des Polizeipräsidiums D. vom 26. Mai 2011 erstatteten anthropologischen Gutachtens, der vom Polizeipräsidium gefertigten Lichtbilder sowie der Ausdrucke aus den in Augenschein genommenen Videodateien; ferner fehlt jeder nähere Vortrag zu der Begründung, mit der der Angeklagte Widerspruch gegen die Inaugenscheinnahme und Verwertung der Videoversionen 2 und 3 sowie des anthropologischen Gutachtens erhoben hatte.
Sost-Scheible Cierniak Franke
Bender Quentin