Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
III ZR 326/15 ECLI:DE:BGH:2016:280416BIIIZR326.15.0 KI-generiert

Duty of free investment broker to disclose distribution commissions in capital investment advice

Geschäftsnummer III ZR 326/15
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The German Federal Court of Justice dismissed the plaintiff's complaint against the non-admission of revision, leaving the lower court's decision for the insurance broker intact. The dispute concerned the liability of a free investment broker for failing to disclose distribution commissions during capital investment advice. The court ruled that no fundamental legal significance or need for uniform jurisprudence existed, as the appellate court’s reasoning, despite a misinterpretation of a 2004 precedent regarding bank-bound vs. free brokers, correctly applied the doctrine that no further duty to inform existed because the plaintiff had timely received comprehensive emission prospectuses detailing the relevant sales and fund ancillary costs, rendering the alleged breach of duty non-determinative.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Duty of free investment broker to disclose distribution commissions in capital investment advice: The dispute concerned the liability of a free investment broker for failing to disclose distribution commissions during capital investment advice. The court ruled that no fundamental legal significance or need for uniform jurisprudence existed, as the appellate court’s reasoning, despite a misinterpretation of a 2004 precedent regarding bank-bound vs. free brokers, correctly applied the doctrine that no further duty to inform existed because the plaintiff had timely received comprehensive emission prospectuses detailing the relevant sales and fund ancillary costs, rendering the alleged breach of duty non-determinative.

Schlagwörter

KI-generiert
Haftpflichtversicherung Anlageberatung Pflichtverletzung Mäkler Versicherungskasse Anspruch auf Mäklerlohn

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
III ZR 359/02
Februar 2004 (III ZR 359/02, BGHZ 158, 110, 116 ff) zur Aufklärungspflicht über Innenprovisionen nicht bankengebundene Vermittler, sondern freie Anlagevermittler betrifft.
BGHZ 158, 110
Februar 2004 (III ZR 359/02, BGHZ 158, 110, 116 ff) zur Aufklärungspflicht über Innenprovisionen nicht bankengebundene Vermittler, sondern freie Anlagevermittler betrifft.
III ZR 170/10
No duty for independent investment advisor to proactively disclose commission amounts where costs are transparently allocated
III ZR 404/12
Disclosure duty of trustee to separately itemize equity placement commissions in real estate fund prospectus
KI-generiert

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Haftung eines Versicherungsmaklers bei Kapitalanlageberatung: Pflicht eines freien Anlagevermittlers zur Aufklärung über Vertriebsprovisionen

[TENOR]

Die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Beschluss des Oberlandesgerichts Bamberg - 1. Zivilsenat - vom 16. September 2015 - 1 U 143/14 - wird zurückgewiesen, weil weder die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung hat noch die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordert (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO).

Das Berufungsgericht hat in seinem Hinweisbeschluss vom 17. August 2015 zwar verkannt, dass die Senatsentscheidung vom 12. Februar 2004 (III ZR 359/02, BGHZ 158, 110, 116 ff) zur Aufklärungspflicht über Innenprovisionen nicht bankengebundene Vermittler, sondern freie Anlagevermittler betrifft. Es hat jedoch im Anschluss die Ausführungen des Landgerichts zitiert, in denen die Senatsrechtsprechung zur Aufklärungspflicht des freien, nicht bankmäßig gebundenen Anlageberaters über Vertriebsprovisionen (Senatsurteil vom 3. März 2011 - III ZR 170/10, WM 2011, 640 Rn. 11) zutreffend wiedergegeben wird. Zudem ist ein etwaiges Missverständnis der Senatsrechtsprechung durch das Berufungsgericht vorliegend nicht entscheidungserheblich. Denn die maßgeblichen Emissionsprospekte enthalten entgegen der Ansicht der Beschwerde alle erforderlichen Informationen zu den von ihr angeführten Vertriebs- und Fondsnebenkosten. Aufgrund der zulassungsrechtlich unbedenklichen Beweiswürdigung des Berufungsgerichts ist davon auszugehen, dass sie dem Kläger auch rechtzeitig übergeben wurden. Eine weitergehende Aufklärungspflicht der Beklagten bestand daher nicht (vgl. Senatsurteil vom 12. Dezember 2013 - III ZR 404/12, WM 2014, 118 Rn. 12 ff).

Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen.

Der Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO).

Streitwert: 37.800 €

Herrmann Seiters Remmert

Reiter Liebert