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3 StR 406/15 KI-generiert

Admissibility of hazard-prevention search evidence in criminal proceedings under § 161 Abs. 2 StPO following warrantless traffic stop under Nds. SOG

Geschäftsnummer 3 StR 406/15
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Criminal Procedure dismissed the appeals of the defendants as unfounded, upholding the judgment of the Regional Court of Verden and ordering each appellant to bear their own costs. The case involved a challenge to the admissibility of evidence obtained during a traffic stop, where police searched a vehicle driven by one defendant and rented by his spouse, based on the smell of cannabis detected during the stop; the defendants argued that the search violated the judicial warrant requirement. The Court held the search lawful without a prior judicial order under Sections 22 and 23 of the Lower Saxony State Public Security Act (Nds. SOG), as the factual suspicion of secured narcotics justified a hazard prevention search, and confirmed that such findings were admissible in subsequent criminal proceedings under Section 161(2) of the Code of Criminal Procedure.

Legislator-Regeste

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§ 161 Abs. 2 StPO, § 349 Abs. 2 StPO; Admissibility of hazard-prevention search evidence in criminal proceedings under § 161 Abs. 2 StPO following warrantless traffic stop under Nds. SOG: The case involved a challenge to the admissibility of evidence obtained during a traffic stop, where police searched a vehicle driven by one defendant and rented by his spouse, based on the smell of cannabis detected during the stop; the defendants argued that the search violated the judicial warrant requirement. The Court held the search lawful without a prior judicial order under Sections 22 and 23 of the Lower Saxony State Public Security Act (Nds. SOG), as the factual suspicion of secured narcotics justified a hazard prevention search, and confirmed that such findings were admissible in subsequent criminal proceedings under Section 161(2) of the Code of Criminal Procedure.

Schlagwörter

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Durchsuchungsbefehl Strafprozessordnung Polizei und öffentliche Ordnung Betäubungsmittelgesetz Einstellung des Strassenverkehrsverfahrens Ehegatte

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

The provision cited in the dispositive as the basis for dismissing the appeals as unfounded because the review revealed no legal error to the defendants' detriment.

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Volltext

Strafverfahren: Verwendung der Erkenntnisse einer gefahrenabwehrrechtlichen Durchsuchung während einer Verkehrskontrolle

[TENOR]

Die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Verden vom 7. April 2015 werden als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigungen keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).

Jeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Die von dem Angeklagten L. erhobene Verfahrensrüge, das Landgericht habe die Erkenntnisse aus der Durchsuchung eines von ihm am Tag der Tat im Fall II.1. der Urteilsgründe gesteuerten und von seiner Ehefrau angemieteten Pkw wegen eines Verstoßes gegen den Richtervorbehalt nicht verwerten dürfen, ist - über die in der Antragsschrift des Generalbundesanwalts genannten Gründe hinaus - auch deshalb unbegründet, weil die Durchsuchung durch die Polizei gemäß § 23 Abs. 1 Nr. 1 und 3 Nds. SOG auch ohne vorherige richterliche Anordnung zulässig war.

Nach dieser Vorschrift können die Verwaltungsbehörden und die Polizei eine Sache durchsuchen, die von einer Person mitgeführt wird, die nach § 22 Nds. SOG durchsucht werden darf (Nr. 1), bzw. wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sich in ihr eine andere Sache befindet, die sichergestellt werden darf (Nr. 3). Nach § 22 Abs. 1 Nr. 2 Nds. SOG kann eine Person durchsucht werden, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie Sachen mit sich führt, die sichergestellt werden dürfen. Angesichts des bei der Verkehrskontrolle wahrgenommenen Cannabisgeruchs bestand der auf Tatsachen basierende Verdacht, dass sich in dem Pkw oder bei den im Wagen befindlichen Personen Betäubungsmittel befanden, die aus Gründen der Gefahrenabwehr (§ 26 Abs. 1 Nr. 1 Nds.

SOG) sichergestellt werden durften. War die Durchsuchung damit gefahrenabwehrrechtlich zulässig, konnten die daraus gewonnenen Erkenntnisse gemäß § 161 Abs. 2 StPO auch im Strafverfahren gegen die Angeklagten verwendet werden.

Becker Hubert Mayer

Gericke Spaniol