Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4 StR 378/15 KI-generiert

Formation of aggregate sentence: Statutory nature of crediting payments on incorporated fines excluding judicial discretion

Geschäftsnummer 4 StR 378/15
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice dismissed the defendant's revision against the Lower Court's judgment, which affirmed the imposition of a combined sentence, but ordered a correction to the operative part by striking the court's explicit directive regarding the crediting of prior payments. The dispute concerned the procedural handling of partial payments made toward a fine from a previously incorporated penal order; the appellate court had erred by expressly ordering the offset of these payments when forming the total sentence. The decisive legal basis is § 51(2) and (4) Sentence 1 of the German Criminal Code, which establishes that the crediting of payments on incorporated fines occurs by operation of law as a matter of statutory calculation, removing any discretion from the trial court and relegating the determination of the remaining balance to the subsequent enforcement phase rather than the adjudicating court.

Legislator-Regeste

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§ 51 Abs. 1 Satz 2 StGB; Formation of aggregate sentence: Statutory nature of crediting payments on incorporated fines excluding judicial discretion: Die Anrechnung von Zahlungen auf die einbezogene Geldstrafe erfolgt kraft Gesetzes (§ 51 Abs. 2, 4 Satz 1 StGB). Für ein Ermessen des erkennenden Gerichts ist - anders als bei Anrechnung der Untersuchungshaft (§ 51 Abs. 1 Satz 2 StGB) - kein Raum (vgl. BGH, Beschluss vom 25. Januar 1967 - 2 StR 424/66, BGHSt 21, 186, 187). Die Berechnung erfolgt im Rahmen der Strafvollstreckung, nicht aber durch das Tatgericht (vgl. BGH, Beschluss vom 23. April 2014 - 5 StR 166/14).

Schlagwörter

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Gesamtstrafe Zahlung der Geldbuße gesetzliche Grundlage Revision eines Entscheids prozessleitende Verfügungen Prozessrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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2 StR 424/66
Januar 1967 - 2 StR 424/66, BGHSt 21, 186, 187).
BGHSt 21, 186
Januar 1967 - 2 StR 424/66, BGHSt 21, 186, 187).
5 StR 166/14
April 2014 - 5 StR 166/14).
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Volltext

Gesamtstrafenbildung: Anrechnung von Zahlungen auf einbezogene Geldstrafe

[TENOR]

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Essen vom 27. Mai 2015 wird mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass die Anordnung der Anrechnung von Zahlungen entfällt, die auf die einbezogene Geldstrafe aus dem Strafbefehl des Amtsgerichts Duisburg vom 9. April 2013 geleistet wurden.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Die Anrechnung von Zahlungen auf die einbezogene Geldstrafe erfolgt kraft Gesetzes (§ 51 Abs. 2, 4 Satz 1 StGB). Für ein Ermessen des erkennenden Gerichts ist - anders als bei Anrechnung der Untersuchungshaft (§ 51 Abs. 1 Satz 2 StGB) - kein Raum (vgl. BGH, Beschluss vom 25. Januar 1967 - 2 StR 424/66, BGHSt 21, 186, 187). Die Berechnung erfolgt im Rahmen der Strafvollstreckung, nicht aber durch das Tatgericht (vgl. BGH, Beschluss vom 23. April 2014 - 5 StR 166/14).

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