Adhesion claim disposition required in partial judgment tenor
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice affirmed the lower court’s conviction for rape and ordered that the appellate judgment be amended to explicitly state that no decision was rendered on the remainder of the adhesion claim; consequently, the appellant’s revision was rejected as unfounded, and he was ordered to bear the costs of the proceedings and the necessary expenses of the civil plaintiff. The dispute centered on the procedural requirement for the wording of the operative part of a "Grundurteil" (a judgment deciding only the principal liability in adhesion proceedings), where the Landgericht Stuttgart had granted the adhesion claim in principle but failed to include the mandatory declaration of non-decision on the further parts of the claim. The court held that under § 406 StPO, even in a partial or principal-liability adhesion judgment, the tenor must expressly state that the court abstains from deciding on the rest of the adhesion request to ensure procedural completeness, a deficiency that necessitated the amendment of the appellate judgment rather than a reversal of the substantive criminal conviction.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO; Adhesion claim disposition required in partial judgment tenor: Die auf die allgemeine Sachrüge gestützte Revision des Angeklagten führt zu der aus der Beschlussformel ersichtlichen Ergänzung des Tenors. Auch bei einem Grund- oder Teilurteil ist im Tenor auszusprechen, dass im Übrigen von einer Entscheidung über den Adhäsionsantrag abgesehen wird (vgl. BGH, Beschluss vom 4. November 2014 - 1 StR 432/14; Meyer-Goßner/ Schmitt, 58. Aufl., § 406 Rn. 13a mwN; LR/Hilger, StPO, 26. Aufl., § 406 Rn. 9 f.).
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KI-generiertVolltext
Adhäsionsverfahren: Tenor bei einem Grundurteil
[TENOR]
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 23. Juni 2015 wird mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass bezüglich des weitergehenden Adhäsionsantrags von einer Entscheidung abgesehen wird.
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.
[GRUENDE]
Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Vergewaltigung u.a. zu einer Gesamtstrafe von drei Jahren verurteilt und im Rahmen der getroffenen Adhäsionsentscheidung dem Adhäsionsantrag der Adhäsionsklägerin auf Zahlung eines Schmerzensgeldes dem Grunde nach stattgegeben.
Die auf die allgemeine Sachrüge gestützte Revision des Angeklagten führt zu der aus der Beschlussformel ersichtlichen Ergänzung des Tenors. Auch bei einem Grund- oder Teilurteil ist im Tenor auszusprechen, dass im Übrigen von einer Entscheidung über den Adhäsionsantrag abgesehen wird (vgl. BGH, Beschluss vom 4. November 2014 - 1 StR 432/14; Meyer-Goßner/ Schmitt, 58. Aufl., § 406 Rn. 13a mwN; LR/Hilger, StPO, 26. Aufl., § 406 Rn. 9 f.).
Im Übrigen ist die Revision aus den Gründen der Antragsschrift des Generalbundesanwalts im Sinne von § 349 Abs. 2 StPO unbegründet.
Raum Graf Jäger
Radtke Fischer