Printed output of digital email as present evidentiary object under § 245 para. 2 StPO
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Criminal Revision (BGH) dismissed the defendant’s appeal as unfounded, upholding the conviction and sentencing of the Landgericht Stendal from May 11, 2015, and ordering the defendant to bear the costs of the proceedings and necessary expenses of the auxiliary plaintiff. The dispute centered on the procedural admissibility of a printed output of a digital email as evidence, specifically whether such an output qualifies as a "present evidentiary object" under § 245 para. 2 Code of Criminal Procedure (StPO) for the purposes of a motion to have it read aloud in court. The Court noted that while existing case law generally holds that copies of documents do not constitute present evidentiary objects, it did not definitively resolve whether this rule extends to printed emails; however, it held that the lower court's rejection of the evidence motion was not flawed based on the reasoning provided by the General Federal Prosecutor, rendering the appeal moot on that point.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 245 Abs. 2 StPO; Printed output of digital email as present evidentiary object under § 245 para. 2 StPO: Es kann dahinstehen, ob die Rechtsprechung, wonach der Ablichtung einer Urkunde nicht die Qualität eines präsenten Beweismittels im Sinne des § 245 Abs. 2 StPO zukommt (vgl. BGH, Beschluss vom 22. Juni 1994 - 3 StR 646/93, BGHR StPO § 245 Beweismittel 1; zweifelnd BGH, Urteil vom 6. September 2011 - 1 StR 633/10, wistra 2012, 29, 33), auf den Fall zu übertragen ist, in dem sich - wie hier - der Beweisantrag auf die Verlesung des Ausdrucks einer ansonsten nur digital vorhandenen E-Mail bezieht. Jedenfalls beruht das angefochtene Urteil aus den Gründen der Antragsschrift des Generalbundesanwalts vom 5. August 2015 auf der für sich genommen rechtlich bedenklichen Begründung des Ablehnungsbeschlusses nicht.
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Strafverfahren: Ausdruck einer E-Mail als präsentes Beweismittel
[TENOR]
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Stendal vom 11. Mai 2015 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat.
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.
Ergänzend bemerkt der Senat:
Es kann dahinstehen, ob die Rechtsprechung, wonach der Ablichtung einer Urkunde nicht die Qualität eines präsenten Beweismittels im Sinne des § 245 Abs. 2 StPO zukommt (vgl. BGH, Beschluss vom 22. Juni 1994 - 3 StR 646/93, BGHR StPO § 245 Beweismittel 1; zweifelnd BGH, Urteil vom 6. September 2011 - 1 StR 633/10, wistra 2012, 29, 33), auf den Fall zu übertragen ist, in dem sich - wie hier - der Beweisantrag auf die Verlesung des Ausdrucks einer ansonsten nur digital vorhandenen E-Mail bezieht. Jedenfalls beruht das angefochtene Urteil aus den Gründen der Antragsschrift des Generalbundesanwalts vom 5. August 2015 auf der für sich genommen rechtlich bedenklichen Begründung des Ablehnungsbeschlusses nicht.
Sost-Scheible Cierniak Franke
Bender Quentin