Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
I ZR 171/10 KI-generiert

Challenge to post-judgment increase of the amount in dispute for a withdrawn revision in an internet gambling injunction case

Geschäftsnummer I ZR 171/10
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Court of Justice (BGH) rejected the plaintiff's objection to the court’s assessment of the amount in dispute, leaving the fixed value of €148,500 in force. The dispute concerned the procedural determination of the *Streitwert* (amount in dispute) following the withdrawal of an appeal in a civil case involving internet gambling, where the plaintiff initially valued the claim at €250,000. The BGH held that no grounds existed to raise the value after the proceedings had concluded, as the plaintiff had not raised objections to the lower courts' value determinations (€250,000 at first instance and €165,000 on appeal) for over six years and failed to substantiate a higher economic interest specific to the defendant's unlawful activities within the relevant regional market. The decisive legal basis included §§ 66 Abs. 3 Satz 3 and 68 Abs. 1 Satz 5 GKG, which restrict the scope of objections to value determinations made by supreme federal courts, coupled with the doctrine that the amount in dispute reflects the concrete economic interest in the success of the lawsuit.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 66 Abs. 3 Satz 3 GKG, § 68 Abs. 1 Satz 5 GKG; Challenge to post-judgment increase of the amount in dispute for a withdrawn revision in an internet gambling injunction case: The dispute concerned the procedural determination of the *Streitwert* (amount in dispute) following the withdrawal of an appeal in a civil case involving internet gambling, where the plaintiff initially valued the claim at €250,000. The BGH held that no grounds existed to raise the value after the proceedings had concluded, as the plaintiff had not raised objections to the lower courts' value determinations (€250,000 at first instance and €165,000 on appeal) for over six years and failed to substantiate a higher economic interest specific to the defendant's unlawful activities within the relevant regional market. The decisive legal basis included §§ 66 Abs. 3 Satz 3 and 68 Abs. 1 Satz 5 GKG, which restrict the scope of objections to value determinations made by supreme federal courts, coupled with the doctrine that the amount in dispute reflects the concrete economic interest in the success of the lawsuit.

Schlagwörter

KI-generiert
Streitwert Revision eines Entscheids Rückzug der Zivilklage E-Justice Verfahrensrügen Zulässige Gründe

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
§ 66 Abs. 3 Satz 3 GKG
Cited in the grounds to support the procedural classification of the plaintiff's submission as an objection rather than a formal complaint against the value determination.
§ 68 Abs. 1 Satz 5 GKG
Cited in the grounds to justify the dismissal of the objection by classifying it as an objection against a supreme court's value determination, where a formal complaint is not available.

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
IX ZR 189/10
August 2014 - IX ZR 189/10, juris).
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
§ 68 Abs. 1 Satz 5 GKG

Cited in the grounds to justify the dismissal of the objection by classifying it as an objection against a supreme court's value determination, where a formal complaint is not available.

§ 66 Abs. 3 Satz 3 GKG

Cited in the grounds to support the procedural classification of the plaintiff's submission as an objection rather than a formal complaint against the value determination.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Streitwertheraufsetzung nach Abschluss eines Revisionsverfahrens

[TENOR]

Die Gegenvorstellung der Klägerin gegen die Streitwertfestsetzung vom 12. Januar 2015 wird zurückgewiesen.

[GRUENDE]

Das Schreiben der Klägerin vom 18. Juni 2015 ist als Gegenvorstellung gegen die Streitwertfestsetzung im Senatsbeschluss vom 12. Januar 2015 auszulegen, weil nach § 68 Abs. 1 Satz 5, § 66 Abs. 3 Satz 3 GKG eine Streitwertbeschwerde an einen obersten Gerichtshof des Bundes nicht stattfindet (vgl. BGH, Beschluss vom 8. August 2014 - IX ZR 189/10, juris). Anlass zu einer Änderung des auf 148.500 € festgesetzten Streitwerts besteht jedoch nicht.

Die Klägerin hat den Streitwert für das Verfahren in der Klageschrift "vorläufig geschätzt" mit 250.000 € angegeben. Nachdem sie in erster Instanz keine abweichende Wertfestsetzung begehrt hat, hat das Landgericht den Streitwert auf 250.000 € festgesetzt. Das Landgericht hat den Hauptantrag als unzulässig abgewiesen und die Beklagten nach dem Hilfsantrag verurteilt. Da gegen dieses Urteil allein die Beklagten Berufung eingelegt haben, hat das Berufungsgericht den Wert des Berufungsverfahrens entsprechend der Kostenquote in erster Instanz auf zwei Drittel von 250.000 €, gerundet 165.000 €, festgesetzt. Unter Berücksichtigung der Kostenquote in zweiter Instanz hat der Senat mit Beschluss vom 12. Januar 2015 den Streitwert für die allein von den Beklagten eingelegte Revision auf 148.500 € bestimmt.

Die Klägerin hat vor dem 7. Mai 2015 zu keinem Zeitpunkt Einwände gegen die Streitwertfestsetzungen durch das Landgericht, das Oberlandesgericht und den Bundesgerichtshof erhoben. Erst nachdem der Senat mit Beschluss vom 7. Mai 2015 festgestellt hat, dass die Beklagten die Revision gegen das Berufungsurteil im Verhandlungstermin vom 12. Februar 2015 wirksam zurückgenommen hatten, hat die Klägerin mit Schriftsatz vom 18. Juni 2015 eine Streitwertfestsetzung auf nicht unter 500.000 € begehrt. Nachdem die ursprüngliche Streitwertfestsetzung der Angabe der Klägerin entspricht und diese mehr als sechseinhalb Jahre keine abweichende Wertfestsetzung begehrt hat, besteht kein Anlass zu einer Streitwertheraufsetzung nach Abschluss des Revisionsverfahrens.

Im Übrigen hat die Klägerin nichts dazu vorgetragen, dass ihr wirtschaftliches Interesse daran, dass gerade die Beklagten die durch das Berufungsurteil untersagten Internet-Glücksspiele unterlassen, mehr als 148.500 € beträgt. In diesem Zusammenhang sind sowohl die Beschränkung der Geschäftstätigkeit der Klägerin auf das Bundesland Nordrhein-Westfalen als auch die Vielzahl der Anbieter illegaler Internet-Glücksspiele zu berücksichtigen. Maßgeblich ist, welches legale Geschäft in Nordrhein-Westfalen der Klägerin durch die illegalen Internet-Glücksspiele der Beklagten entgeht.

Büscher

Schaffert

Kirchhoff

Schwonke

Richter am BGH Feddersen istim Urlaub und daher gehindertzu unterschreiben.

Büscher