Reclassification of Iran embargo violations from criminal agreement to offer due to ineligibility of foreign partners as co-perpetrators
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (3rd Criminal Senate) rejected the defendant's revision against the Hamburg Higher Regional Court’s conviction for habitual violations of EU Iran-embargo regulations but amended the legal characterization of one specific count, upholding the overall guilty verdict and the imposition of costs. The dispute concerned the defendant's negotiations with Iranian business partners, where the lower court had erroneously classified one instance as a "preliminary agreement" for joint crime; however, the appellate court determined that since the exclusively Iran-based partners could not constitute co-perpetrators of an embargo violation, the defendant’s conduct instead constituted an "offer to commit" such an offense. The decisive legal basis involved the interpretation of Section 30 Paragraph 2 of the German Criminal Code regarding preliminary criminal agreements versus offers, applied alongside specific prohibition and licensing requirements under the Foreign Trade and Payments Act implementing EU sanctions.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO, § 265 StPO; Reclassification of Iran embargo violations from criminal agreement to offer due to ineligibility of foreign partners as co-perpetrators: The dispute concerned the defendant's negotiations with Iranian business partners, where the lower court had erroneously classified one instance as a "preliminary agreement" for joint crime; however, the appellate court determined that since the exclusively Iran-based partners could not constitute co-perpetrators of an embargo violation, the defendant’s conduct instead constituted an "offer to commit" such an offense. The decisive legal basis involved the interpretation of Section 30 Paragraph 2 of the German Criminal Code regarding preliminary criminal agreements versus offers, applied alongside specific prohibition and licensing requirements under the Foreign Trade and Payments Act implementing EU sanctions.
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KI-generiertCited in the dispositive as the procedural basis for rejecting the appeal as unfounded because the review revealed no legal error to the defendant's detriment.
Volltext
Verabredung einer Straftat: Gewerbsmäßige Zuwiderhandlung gegen das Iran-Embargo durch Absprachen mit im iranischen Geschäftspartnern
[TENOR]
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg vom 10. Dezember 2014 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO); jedoch wird der Schuldspruch des vorbezeichneten Urteils dahin abgeändert und neu gefasst, dass der Angeklagte schuldig ist
- in neun Fällen der gewerbsmäßigen Zuwiderhandlung gegen ein Bereitstellungsverbot eines unmittelbar geltenden Rechtsaktes der Europäischen Union, der der Durchführung einer vom Rat der Europäischen Union im Bereich der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik beschlossenen wirtschaftlichen Sanktionsmaßnahme - Iran-Embargo - dient,
- in einem weiteren Falle des Bereiterklärens hierzu,
- des gewerbsmäßigen Verstoßes gegen eine Genehmigungspflicht für eine Bereitstellung gemäß einem unmittelbar geltenden Rechtsakt der Europäischen Union, der der Durchführung einer vom Rat der Europäischen Union im Bereich der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik beschlossenen wirtschaftlichen Sanktionsmaßnahme - Iran-Embargo - dient.
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.
Ergänzend zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:
Der Schuldspruch wegen Verabredung einer gewerbsmäßigen Zuwiderhandlung gegen ein Bereitstellungsverbot (§ 30 Abs. 2 Alt. 3 StGB; § 18 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a, Abs. 7 Nr. 2 AWG) im Falle II. 5. i. (Fall 9) der Urteilsgründe begegnet durchgreifenden rechtlichen Bedenken, denn die iranischen, ausschließlich im Iran handelnden Geschäftspartner des Angeklagten kamen als Mittäter eines Embargoverstoßes nicht in Betracht. Der Angeklagte hat sich diesen gegenüber indes zu der Tat bereiterklärt (§ 30 Abs. 2 Alt. 1 StGB).
Der Senat ändert den Schuldspruch entsprechend ab. § 265 StPO steht dem nicht entgegen, da sich der Angeklagte bei zutreffender rechtlicher Bewertung des Tatgeschehens nicht wirksamer hätte verteidigen können.
Im Übrigen passt der Senat die rechtliche Bezeichnung der Taten in der Urteilsformel an den jeweiligen Wortlaut der Strafvorschriften des AWG an (vgl. BGH, Beschluss vom 14. Oktober 2014 - 3 StR 167/14, wistra 2015, 148, 151).
Becker Pfister Mayer
Gericke Spaniol