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2 StR 478/14 KI-generiert

Statutory concurrence and classification of Firearms Act violations for weapons, ammunition, and prohibited items stored in a vehicle

Geschäftsnummer 2 StR 478/14
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Criminal Court (BGH) rejected the defendant's appeal as largely unfounded, upholding the lower court’s sentence of four years and three months imprisonment, but corrected the legal characterization of the convictions to reflect proper legal units. The dispute concerned the defendant's conviction for multiple counts of dangerous bodily harm, coercion, threats, assault, driving without a license, and various violations of the Firearms Act (WaffG), specifically challenging the statutory concurrence and classification of offenses related to the unlawful acquisition, possession, and carrying of a semi-automatic short firearm, shotguns, ammunition, and prohibited items. The court determined that in one instance, the threat charge was absorbed by the conviction for coercion, and regarding the firearms offenses, the unproven acquisition was excluded due to potential statute of limitations issues, while the carrying of the semi-automatic and standard firearms and the possession of ammunition and prohibited items were consolidated into a single unit of intent (Tateinheit) under § 52 WaffG, leaving the individual sentences imposed by the lower court undisturbed.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO, § 34 Abs. 2 Satz 2 StPO, § 473 Abs. 4 StPO; Statutory concurrence and classification of Firearms Act violations for weapons, ammunition, and prohibited items stored in a vehicle: The dispute concerned the defendant's conviction for multiple counts of dangerous bodily harm, coercion, threats, assault, driving without a license, and various violations of the Firearms Act (WaffG), specifically challenging the statutory concurrence and classification of offenses related to the unlawful acquisition, possession, and carrying of a semi-automatic short firearm, shotguns, ammunition, and prohibited items. The court determined that in one instance, the threat charge was absorbed by the conviction for coercion, and regarding the firearms offenses, the unproven acquisition was excluded due to potential statute of limitations issues, while the carrying of the semi-automatic and standard firearms and the possession of ammunition and prohibited items were consolidated into a single unit of intent (Tateinheit) under § 52 WaffG, leaving the individual sentences imposed by the lower court undisturbed.

Schlagwörter

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Realkonkurrenz von Straftaten Waffengesetz Verjährungsfrist Körperverletzung strafrechtliche Drohung Nötigung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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3 StR 226/09
August 2009 - 3 StR 226/09, BGHR WaffG § 52 Konkurrenzen 2); Munition und Stahlruten hat der Angeklagte besessen (§ 52 Abs.
3 StR 445/10
Drug courier liability: Distinction between principal perpetration and aiding in narcotics trafficking
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

Cited in the dispositive to designate the appeal as unfounded (unbegründet) following a partial correction of the conviction.

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Volltext

Verstöße gegen das Waffengesetz: Konkurrenzverhältnisse bei Aufbewahren von Waffen und Munition in einem Kraftfahrzeug

[TENOR]

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Wiesbaden vom 24. Juli 2014 wird mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass der Angeklagte im Fall II. 4. der Urteilsgründe der gefährlichen Körperverletzung in Tateinheit mit Nötigung und im Fall II. 7. der Urteilsgründe des Führens einer halbautomatischen Kurzwaffe in Tateinheit mit Führen einer Schusswaffe, Besitz von Munition und Besitz eines verbotenen Gegenstandes schuldig ist.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.

[GRUENDE]

Das Landgericht hat den Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung in vier Fällen, davon in einem Fall in Tateinheit mit Bedrohung, in einem Fall in Tateinheit mit Nötigung und Bedrohung [Fall II. 4. der Urteilsgründe], in einem Fall in Tateinheit mit Nötigung und in einem weiteren Fall in Tateinheit mit versuchter Nötigung, wegen versuchter Körperverletzung, Bedrohung gefährlicher Körperverletzung in drei tateinheitlichen Fällen, wegen "des tateinheitlich begangenen Verstoßes gegen das Waffengesetz in 4 Fällen (verbotener Erwerb, Besitz und Führen einer halbautomatischen Kurzwaffe, verbotenes Führen zweier Schreckschusswaffen, verbotener Erwerb und Besitz von Munition sowie Besitz verbotener Gegenstände)" [Fall II. 7. der Urteilsgründe], wegen vorsätzlicher Körperverletzung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt. Gegen die Verurteilung richtet sich die auf die Verletzung formellen und materiellen Rechts gestützte Revision des Angeklagten. Das Rechtsmittel hat den aus der Entscheidungsformel ersichtlichen Teilerfolg; im Übrigen ist es unbegründet (§ 349 Abs. 2 StPO).

1. Die Verfahrensrüge ist nicht ausgeführt und daher unzulässig (§ 34 Abs. 2 Satz 2 StPO).

2. Die Überprüfung des Urteils im Rahmen der erhobenen Sachrüge führt lediglich zur Berichtigung des Schuldspruchs entsprechend der Beschlussformel.

a) Im Fall II. 4. der Urteilsgründe tritt die Bedrohung hinter der Nötigung zurück, weil die Bedrohung sich als Teil der Nötigung erweist (vgl. Fischer, StGB, 62. Aufl., § 240 Rn. 63 und § 241 Rn. 7 mwN).

b) Im Fall II. 7. der Urteilsgründe scheidet ein gemäß § 52 Abs. 1 WaffG strafbarer Erwerb aus, weil das Landgericht zu den Erwerbszeitpunkten keine Feststellungen treffen konnte und eine Verjährung dieser Tathandlungen nicht auszuschließen ist. Die im Fahrzeug des Angeklagten aufbewahrte halbautomatische Kurzwaffe und die Schusswaffe hat er geführt (§ 52 Abs. 1 Nr. 2 b), Abs. 3 Nr. 2 a) WaffG; vgl. auch BGH, Beschluss vom 13. August 2009 - 3 StR 226/09, BGHR WaffG § 52 Konkurrenzen 2); Munition und Stahlruten hat der Angeklagte besessen (§ 52 Abs. 3 Nr. 1 und 2 b) WaffG). Diese Verstöße gegen das Waffengesetz stehen in Tateinheit (vgl. BGH, Urteil vom 5. Mai 2011 - 3 StR 445/10, juris Rn. 38).

c) Der Senat kann aus den zutreffenden Gründen der Antragsschrift des Generalbundesanwalts vom 25. November 2014 ausschließen, dass die jeweils für die Fälle II. 4. und II. 7. der Urteilsgründe festgesetzten Einzelstrafen auf den teilweise fehlerhaften Schuldsprüchen beruhen.

3. Der geringe Teilerfolg der Revision rechtfertigt es nicht, den Angeklagten teilweise von den durch sein Rechtsmittel entstandenen Kosten und Auslagen freizustellen (§ 473 Abs. 4 StPO).

Fischer

Eschelbach

RinBGH Dr. Ott istan der Unterschrift austatsächlichen Gründen gehindert.

Fischer

Zeng

Bartel