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VIII ZR 251/14 KI-generiert

Tenants barred by prohibition of contradictory conduct from claiming renewal of voluntarily performed cosmetic repairs due to minor defects

Geschäftsnummer VIII ZR 251/14
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

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The BGH 8th Civil Senate intended to reject the revision by unanimous decision, effectively upholding the appellate court's ruling in favor of the landlords, with the proceeding ultimately concluded by the plaintiffs' withdrawal of the appeal. The dispute concerned residential tenancy law, specifically whether tenants who voluntarily performed cosmetic repairs in error could subsequently demand the landlord to cover the cost of renewing those repairs by arguing that the tenant-executed work contained minor defects (e.g., visible tape seams, paint drips) or that the original decoration required renewal due to age-related wear. The decisive legal basis involved the application of § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB regarding the landlord's duty to maintain the property and the prohibition of contradictory conduct under § 242 BGB, which barred the tenants from asserting a lack of necessity for repairs based on defects in their own voluntary work; the court further held that a judicial inspection was sufficient to determine necessity without requiring an expert opinion, and that the inspection was valid despite artificial lighting conditions.

Legislator-Regeste

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§ 552a ZPO, § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB, § 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 242 BGB; Tenants barred by prohibition of contradictory conduct from claiming renewal of voluntarily performed cosmetic repairs due to minor defects: The dispute concerned residential tenancy law, specifically whether tenants who voluntarily performed cosmetic repairs in error could subsequently demand the landlord to cover the cost of renewing those repairs by arguing that the tenant-executed work contained minor defects (e.g., visible tape seams, paint drips) or that the original decoration required renewal due to age-related wear. The decisive legal basis involved the application of § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB regarding the landlord's duty to maintain the property and the prohibition of contradictory conduct under § 242 BGB, which barred the tenants from asserting a lack of necessity for repairs based on defects in their own voluntary work; the court further held that a judicial inspection was sufficient to determine necessity without requiring an expert opinion, and that the inspection was valid despite artificial lighting conditions.

Schlagwörter

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Mieter Kontrollpflicht Zivilrechtsstreitigkeit Wiederherstellungskosten Rechtsgutachten Entschädigung für Justizirrtümer

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 552a ZPO

Cited in the tenor as the procedural basis for the intended rejection of the revision by unanimous decision.

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Volltext

Wohnraummiete: Widersprüchliches Verhalten des Mieters nach Ausführung von Schönheitsreparaturen

[TENOR]

Der Senat beabsichtigt, die Revision der Kläger durch einstimmigen Beschluss gemäß § 552a ZPO zurückzuweisen.

[GRUENDE]

1. Es besteht kein Grund für die Zulassung der Revision. Das Berufungsgericht hat die Revision zur Klärung der Frage zugelassen, wie sich eine mangelhafte Ausführung nicht geschuldeter Schönheitsreparaturen durch den Mieter auf seinen Anspruch nach § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB auf Erhaltung des vertragsgemäßen Zustands durch den Vermieter auswirke. Diese Frage ist weder von grundsätzlicher Bedeutung noch liegt einer der weiteren in § 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO genannten Gründe für die Zulassung der Revision vor. Es ist nicht ersichtlich, dass zu dieser Frage ein Meinungsstreit unter den Instanzgerichten besteht oder sie auch nur in der Literatur unterschiedlich beantwortet wird; auch das Berufungsgericht zieht eine andere als die von ihm vertretene rechtliche Beurteilung nicht in Betracht.

2. Die Revision hat auch keine Aussicht auf Erfolg. Die - wohl auf den Gesichtspunkt von Treu und Glauben (§ 242 BGB, Verbot widersprüchlichen Verhaltens) gestützte - tatrichterliche Würdigung des Berufungsgerichts, wonach es den Klägern, die in ihrer Wohnung Schönheitsreparaturen in der Annahme einer eigenen Verpflichtung vorgenommen haben, verwehrt ist, die Erforderlichkeit erneuter Schönheitsreparaturen darauf zu stützen, dass die von ihnen selbst ausgeführten Arbeiten kleinere handwerkliche Mängel (erkennbare Nahtstellen der Tapeten, teilweise vorhandene "Tropfnasen" beim Anstrich von Heizkörpern und Türen etc.) aufweisen, ist aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden. Das Gleiche gilt für die weitere Würdigung des Berufungsgerichts, das sich hinsichtlich der Beurteilung, ob die Schönheitsreparaturen wegen altersbedingter Abnutzung der Dekoration erforderlich waren, der Einschätzung angeschlossen hat, die das Amtsgericht in einer umfangreichen und detailliert protokollierten Einnahme des Augenscheins gewonnen hatte. Entgegen der Auffassung der Revision war das Berufungsgericht nicht gehalten, ein Sachverständigengutachten dazu einzuholen, ob die Schönheitsreparaturen wegen Abnutzung der Dekoration erforderlich waren. Diese - aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung zu beurteilende - Frage konnte durch die Einnahme des Augenscheins, wie vom Amtsgericht vorgenommen, geklärt werden. Die insoweit vom Amtsgericht gewonnenen Erkenntnisse waren ferner - entgegen der Auffassung der Revision - nicht deshalb unverwertbar, weil bei Einnahme des Augenscheins (ausweislich des Sitzungsprotokolls am 24. Januar 2014 um 13.30 Uhr) entsprechend der Jahreszeit trübe Lichtverhältnisse herrschten und die Anstriche an Decken und Wänden deshalb offenbar in gelblichem Licht künstlicher Beleuchtung inspiziert werden mussten.

3. Es besteht Gelegenheit zur Stellungnahme binnen drei Wochen ab Zustellung dieses Beschlusses.

Dr. Milger Dr. Hessel Dr. Schneider

Dr. Bünger Kosziol

Hinweis:

Das Revisionsverfahren ist durch Revisionsrücknahme erledigt worden.