Nachträgliche Gesamtstrafenbildung: Mandatory specificity in judgment formula regarding incorporated prior individual sentences
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (2nd Criminal Senate) rejected the defendant’s appeal as unfounded but ordered a correction to the operative part of the lower court’s judgment to clarify the formation of a subsequent total sentence. The dispute concerned the requirement that a judgment’s operative clause must explicitly identify which specific individual sentences from prior convictions are incorporated into a subsequent total sentence. Although the appellate court found no substantive error in the sentencing calculation, it mandated that the final order be amended to specify that only the individual fine imposed for the 2012 offense was included in the first total sentence and that the prior total sentence decision be dissolved, resulting in a final aggregate imprisonment of four years and six months. The decisive legal basis is the procedural requirement under sentencing law that the judicial formula must transparently demonstrate the composition of the total sentence to allow for effective legal review, ensuring that the specific prior individual punishments integrated into the new aggregate sentence are clearly identified.
Legislator-Regeste
KI-generiertNachträgliche Gesamtstrafenbildung: Mandatory specificity in judgment formula regarding incorporated prior individual sentences: Da sich aus der Formel des Urteils ergeben muss, welche Einzelstrafen für welche Einzeltaten einer früheren Verurteilung in die nachträglich zu bildende Gesamtstrafe einbezogen werden (vgl. Schäfer/Sander/van Gemmeren, Praxis der Strafzumessung, 5. Aufl., Rn. 1472), hat der Senat den Urteilstenor dahin berichtigt, dass - wie sich aus den Urteilsgründen ergibt - in die erste Gesamtstrafe nur die Einzelgeldstrafe einbezogen worden ist, die im Urteil des Amtsgerichts Bonn vom 24. Januar 2013 für die Tat vom 22. September 2012 verhängt worden war.
Schlagwörter
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KI-generiertVolltext
Nachträgliche Gesamtstrafenbildung: Anforderungen an die Urteilsformel
[TENOR]
1. Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Bonn vom 12. Mai 2014 wird mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass der Urteilstenor dahin berichtigt wird, dass der Angeklagte unter Einbeziehung der für die Tat vom 22. September 2012 verhängten Einzelgeldstrafe aus dem Urteil des Amtsgerichts Bonn vom 24. Januar 2013 (76 Ds-920 Js 676/12-410/12) und unter Auflösung des Gesamtstrafenbeschlusses des Amtsgerichts Bonn vom 3. Mai 2013 (76 Ds-920 Js 676/12-410/12) zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt ist.
2. Der Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.
[GRUENDE]
Da sich aus der Formel des Urteils ergeben muss, welche Einzelstrafen für welche Einzeltaten einer früheren Verurteilung in die nachträglich zu bildende Gesamtstrafe einbezogen werden (vgl. Schäfer/Sander/van Gemmeren, Praxis der Strafzumessung, 5. Aufl., Rn. 1472), hat der Senat den Urteilstenor dahin berichtigt, dass - wie sich aus den Urteilsgründen ergibt - in die erste Gesamtstrafe nur die Einzelgeldstrafe einbezogen worden ist, die im Urteil des Amtsgerichts Bonn vom 24. Januar 2013 für die Tat vom 22. September 2012 verhängt worden war.
Fischer
RiBGH Prof. Dr. Schmitt istan der Unterschrift gehindert.
Krehl
Fischer
Eschelbach
Zeng