Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4 StR 532/14 KI-generiert

Legal concurrence of murder and illegal termination of pregnancy; intent to facilitate abortion and defenselessness as treachery

Geschäftsnummer 4 StR 532/14
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Court of Justice (4th Criminal Senate) dismissed the defendant's revision, upholding the conviction of the Landgericht Kaiserslautern and ordering the defendant to bear the costs of the appeal. The case involved a murder charge where the defendant contested the legal characterization of the act, specifically arguing that the victim was not sufficiently defenseless to satisfy the requirement of treachery and that the intent to facilitate another crime could not be established given the legal concurrence of offenses. The Court held that the lower court sufficiently proved the victim's state of helplessness for the purpose of *heimtücke* and that the legal concurrence (*Tateinheit*) between murder and the illegal termination of pregnancy did not preclude the finding that the killing was intended to facilitate the abortion, a determination supported by the defendant's contemporaneous electronic communications. The decisive legal basis involved the interplay between the murder aggravating factors of treachery and intent to facilitate another crime under German criminal law, and the doctrine of legal concurrence between § 211 (Murder) and § 218 (Illegal Termination of Pregnancy) of the German Criminal Code.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 218 StGB; Legal concurrence of murder and illegal termination of pregnancy; intent to facilitate abortion and defenselessness as treachery: Entgegen der Auffassung der Revision hat das Landgericht die für das Mordmerkmal der Heimtücke erforderliche Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers hinreichend belegt.

Schlagwörter

KI-generiert
illegale Abtreibung Mord Realkonkurrenz von Straftaten Rechtslehre schwerer Fall Revision des Strafurteils

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
2 StR 330/57
Oktober 1957 - 2 StR 330/57, BGHSt 11, 15, 16 f.; Beschluss vom 3.
BGHSt 11, 15
Oktober 1957 - 2 StR 330/57, BGHSt 11, 15, 16 f.; Beschluss vom 3.
3 StR 588/95
Januar 1996 - 3 StR 588/95, NStZ 1996, 276) stellt die Absicht zur Ermöglichung einer „anderen Straftat" nicht in Frage (vgl.
5 StR 500/90
Dezember 1990 - 5 StR 500/90, BGHR StGB § 52 Abs.
4 StR 158/02
Juni 2002 - 4 StR 158/02, NStZ 2003, 371).
KI-generiert

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Tateinheit zwischen Mord und Schwangerschaftsabbruch

[TENOR]

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Kaiserslautern vom 31. Juli 2014 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Im Hinblick auf die Ausführungen im Schriftsatz des Beschwerdeführers vom 10. November 2014 bemerkt der Senat ergänzend:

Entgegen der Auffassung der Revision hat das Landgericht die für das Mordmerkmal der Heimtücke erforderliche Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers hinreichend belegt.

Auch die Annahme des Mordmerkmals der Ermöglichungsabsicht ist aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden. Die vom Landgericht rechtsfehlerfrei angenommene Tateinheit zwischen § 211 und § 218 StGB (vgl. BGH, Urteil vom 4. Oktober 1957 - 2 StR 330/57, BGHSt 11, 15, 16 f.; Beschluss vom 3. Januar 1996 - 3 StR 588/95, NStZ 1996, 276) stellt die Absicht zur Ermöglichung einer „anderen Straftat" nicht in Frage (vgl. BGH, Urteil vom 11. Dezember 1990 - 5 StR 500/90, BGHR StGB § 52 Abs. 1 Handlung, dieselbe 22; Senatsbeschluss vom 27. Juni 2002 - 4 StR 158/02, NStZ 2003, 371). Die Wertung der Strafkammer, der Angeklagte habe sein Opfer (auch) getötet, um den Abbruch der Schwangerschaft zu ermöglichen, ist vor dem Hintergrund der eingehenden Auswertung seiner diesbezüglichen SMS-Nachrichten hinreichend tatsachenfundiert.

Sost-Scheible Cierniak Franke

Bender Quentin