Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VIII ZR 240/14 KI-generiert

Insufficient amount in dispute for revision and constitutionality of EGZPO transitional rule in lease recovery actions

Geschäftsnummer VIII ZR 240/14
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice dismissed the plaintiff's complaint against the refusal to permit revision, ruling it inadmissible and rejecting her application for the assignment of a mandatory attorney. The dispute concerned the valuation of the "Beschwer" (amount in dispute) required to access the revision procedure in a tenant's claim for possession and surrender of a residential property, where the plaintiff argued that the transitional rule violated constitutional principles. The Court held that the appeal was procedurally barred because the statutory threshold of €20,000 under § 26 No. 8 EGZPO was not met; it calculated the plaintiff's loss at €5,670 by applying the formula of 3.5 times the annual net rent pursuant to § 8 ZPO and § 9 ZPO analogously. Furthermore, the Court determined that the transitional provision does not infringe the constitutional principle of the rule of law, as the right to a revision appeal is not guaranteed in all cases, rendering the plaintiff's legal pursuit hopeless.

Legislator-Regeste

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§ 8 ZPO, § 9 ZPO, § 78b Abs. 1 ZPO; Insufficient amount in dispute for revision and constitutionality of EGZPO transitional rule in lease recovery actions: Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unzulässig, weil der gemäß § 26 Nr. 8 EGZPO erforderliche Wert der geltend zu machenden Beschwer von mehr als 20.000 € nicht erreicht ist. Die der Klägerin durch die Abweisung ihrer Klage auf Räumung und Herausgabe der Mietwohnung entstandene Beschwer ist gemäß § 8 ZPO, § 9 ZPO analog mit dem dreieinhalbfachen Jahresbetrag der Nettomiete zu bewerten (vgl. Senatsbeschluss vom 8. April 2008 - VIII ZR 50/06, WuM 2008, 417 Rn. 2). Dieser beträgt hier (135 € x 42) 5.670 €.

Schlagwörter

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Rechte des Mieters Besitzesentziehungsklage Übergangsvorschriften Übergangsjustiz Verfahrensrechte gesetzliche Ausschlussfrist

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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VIII ZR 50/06
April 2008 - VIII ZR 50/06, WuM 2008, 417 Rn.
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Volltext

Nichtzulassungsbeschwerde: Beschwer bei Abweisung einer Räumungsklage; Verfassungsmäßigkeit der Übergangsregelung zur Bestimmung des Beschwerdewertes

[TENOR]

Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil der 65. Zivilkammer des Landgerichts Berlin vom 23. Juli 2014 wird auf ihre Kosten als unzulässig verworfen.

Der Antrag der Klägerin auf Beiordnung eines beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalts wird zurückgewiesen.

Streitwert: 1.620 €

[GRUENDE]

1. Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unzulässig, weil der gemäß § 26 Nr. 8 EGZPO erforderliche Wert der geltend zu machenden Beschwer von mehr als 20.000 € nicht erreicht ist. Die der Klägerin durch die Abweisung ihrer Klage auf Räumung und Herausgabe der Mietwohnung entstandene Beschwer ist gemäß § 8 ZPO, § 9 ZPO analog mit dem dreieinhalbfachen Jahresbetrag der Nettomiete zu bewerten (vgl. Senatsbeschluss vom 8. April 2008 - VIII ZR 50/06, WuM 2008, 417 Rn. 2). Dieser beträgt hier (135 € x 42) 5.670 €.

Entgegen der Auffassung der Klägerin verletzt die Übergangsregelung des § 26 Nr. 8 EGZPO nicht das Rechtsstaatsprinzip, denn dieses gebietet nicht, dass in allen Fällen das Rechtsmittel der Revision gegeben sein muss (BGH, Beschluss vom 18. Dezember 2002 - IX ZA 31/02, NJW-RR 2003, 645 unter [II] 2 b mwN).

2. In Anbetracht der aufgezeigten Unzulässigkeit der Nichtzulassungsbeschwerde ist die Rechtsverfolgung der Klägerin aussichtslos, so dass ihr Antrag auf Beiordnung eines Notanwalts zurückzuweisen ist (§ 78b Abs. 1 ZPO).

Dr. Milger Dr. Hessel Dr. Schneider

Dr. Fetzer Dr. Bünger